Konservativ und ohne Sachverstand: Die Stuttgarter Zeitung

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Angesichts der massenhaften Megafails hinsichtlich der Berichterstattung rund um die fragwürdige Verbrennungsaktion des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden verwundert es keinen, dass ausgerechnet konservative und vor allem CDU-lastige Blätter, wie beispielsweise unsere Stuttgarter Zeitung, überhaupt nicht fähig sind, sachlich über den Amoklauf an sich und über Kulturgut in Verbindung mit Computer- und Videospielen zu berichten. Bestes Beispiel ist da folgender Artikel aus der Online-Ausgabe der Zeitung:

In den aufgestellten Müllcontainer hatten bis zum frühen Nachmittag vor allem Jugendliche etwa zwei Dutzend Computerspiele wie das umstrittene Counter-Strike reingeworfen. Bündnis-Vorstand Hardy Schober geht es weniger um die Masse, denn um die Symbolik: “Wir wollen, dass diskutiert wird und ein Zeichen setzen, dass Killerspiele aus den Kinderzimmern verbannt werden.”

Wenn man solche Zeilen liest, fragt man sich doch unweigerlich, wie viel Geld für diesen Werbeartikel geflossen sein muss. So dämlich kann doch beim besten Willen kein Redakteur der Welt sein, dass er sowas schreibt. Naja doch, außer er gehört vielleicht dem Aktionsbündnis selbst oder der CDU an.  Die Diskussion rund um Amokläufe wird doch gar nicht erst versucht auf sachlicher Ebene zu führen. Man möchte das alte System nicht schädigen, ja sogar nicht in Frage stellen, dass es die Gesellschaft ist, die für diese Bluttaten einen erheblichen Teil mit beitragen. Dass es vielleicht auch ein Verschulden unserer (vorwiegend von CDU geführten) Landesregierungen ist, die sukzessive seelsorgerische Stellen an den Schulen über Jahre hinweg abgebaut haben und somit für labile Personen jede Möglichkeit der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Problemen genommen haben.

Ein weiterer Fail ist dann ja noch folgender Satz im ersten Absatz des StZ-Artikels:

[...] hatten bis zum frühen Nachmittag vor allem Jugendliche etwa zwei Dutzend Computerspiele wie das umstrittene Counter-Strike reingeworfen.

Das nachfolgende Video entstand um ca. 14:30 Uhr, also gegen den oben beschriebenen “frühen Nachmittag”. Von einem Dutzend Spiele kann da überhaupt nicht die Rede sein:

Den Vogel schießt die Stuttgarter Zeitung dann mit folgendem Satz ab, in dem sie dezent durch die Blume – für den Leser natürlich kaum ersichtlich -  den Kulturgut-Status von Videospielen in Frage stellt:

Ein Aktivist des Spieler-Verbandes demonstrierte derweil gegen die Ächtung von Computerspielen und gegen Vernichtung von “Kulturgut”.

Für die ganzen grauen Greise bei der Stuttgarter Zeitung: Der Deutsche Kulturrat hat im vergangenen Jahr 2008 Videospiele ganz offiziell zu Kulturgut erklärt, wie auch einer dementsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen ist.

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Wie man das Volk zwischen Lobby und Politik stellt

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In den vergangenen Jahren, nein sogar seit 60 Jahren kann man immer wieder beobachten, wie der Einfluss von Einzelinteressen – wie zum Beispiel Wirtschaftsverbänden, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und viele andere Organisationen, die man in den Bereich “Lobby” eingliedern kann – in der deutschen Politik steigt. Allerdings ist das nicht nur bei uns so, sondern auch in vielen anderen Ländern, die sich dem Kapitalismus willig beugen. Sicherlich haben auch Einzelinteressen ihre Daseinsberechtigung, aber man musste in all den Jahren, in denen Fachverbände und andere nette Organisationen – insbesondere aus dem wirtschaftlichen Bereich – ihren Einfluss ausgeübt haben, oftmals die Beobachtung machen, dass viele Entscheidungen, die durch deren Einfluss in der Politik fielen, nicht gerade dem Allgemeinwohl dienten. Oftmals sogar nur, um Umsatzinteressen von Mitgliedsbetrieben zu vertreten und so attraktivere Märkte zu schaffen, die einzig und alleine das Ziel verfolgen, den Menschen unter der Vortäuschung falscher Umstände das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit der großen Klimalüge, die im Sumpf der Massenmedien “Klimawandel” genannt wird, hat man damit in den vergangenen Jahren einen weiteren Höhepunkt geschaffen, an dem auch die Wirtschaftslobby einen erheblichen Teil zur Gesetzgebung beigetragen hat. Aber das ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs, unter Wasser ist ein solcher Eisblock wesentlich größer.

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Schall und Rauch Stammtisch am 27.08.2009 in Stuttgart

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Bin heute mehr aus Zufall mal wieder über den Stammtisch Stuttgart zum Schall und Rauch Weblog gestolpert und habe da doch gleich einen Vortrag entdeckt, der auch mein Interesse geweckt hat:

WINNENDEN – EIN Amoklauf?

Tim K. war nicht der Täter von Winnenden und Wendlingen. Er spielte  den Sündenbock, war somit  ein weiteres Opfer des Massenmordes vom 11.3. dieses Jahres. Das weist Andreas Hauß, Buchautor, Historiker und Publizist, anhand unzähliger Aspekte nach, die frei zugänglich und vielen Interessierten wahrscheinlich sogar noch erinnerlich sind.

Am 11.3. hatte Tim erst noch in einem “Feuergefecht mit der Polizei” den Tod gefunden – abends  handelte es sich um Selbstmord. Tagsüber verbreitete der Täter in Kampfuniform Angst und Schrecken in der Region – danach ergab sich, dass Tim so gekleidet war, wie er morgens das Haus verlassen hatte. Wie konnte er aber so schnell als “Täter” identifiziert werden? Entweder durch Wiedererkennen seitens der Schüler: nur dann wäre die Beschreibung “Kampfuniform” eine üble Irreleitung der Fahndung – oder durch Ausweise im Rucksack, der Wochen später “gefunden” worden sein soll

Weitere Informationen zum Vortrag

Ich werde mich morgen aller Voraussicht nach spontan zu diesem Stammtisch einfinden, alleine um das Thema mitzuverfolgen. Vor allem auf die Erklärungen des Herrn Hauß bin ich sehr gespannt. Für alle Zweifler des Amoklaufs von Winnenden – insbesondere für deren Angehörigen – ein Gang wert. Denn die Wahrheit erfährt man schon lange nicht mehr über die manipulativen Massenmedien.

Der Schall und Rauch Stammtisch findet am Mittleren Schlossgarten, Nil – Cafe am See (U-Bahn-Station Neckartor) ab 18.00 Uhr statt.

Wichtige Trends verschlafen: Warum next4u.de untergehen musste

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In der letzten Zeit sehe ich immer mehr die eigentlichen Gründe für das Zugrundegehen eines jahrelang betriebenen Online-Projektes meinerseits: Wichtige Trends in Sachen Web 2.0, die nicht nur ich, sondern die gesamte Leitung von next4u.de seinerzeit verschlafen hat. Wenn ich mich auf twitter umschaue, dann hat tatsächlich jede Popelseite mittlerweile einen Account mit 200 bis 300 Followern, an die Neuigkeiten direkt gestreut werden können. Aber nicht nur das: Dieser rote Web 2.0-Faden zieht sich weiter über Facebook, die VZ-Seiten, Lokalisten, XING und viele mehr.  Alles Plattformen, auf denen diverse Communityseiten mittlerweile auch eigene Gruppen errichtet haben, um neue Mitglieder zu werben.

Haben wir also tatsächlich wichtige Trends verschlafen, die vielleicht sogar zu einem besseren Ergebnis geführt hätten? Definitiv.

Wieso Parteien genauso schlimm sind wie die GEZ

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Dass die GEZ nicht gerade der sauberste Verein ist, sollte mittlerweile so ziemlich jedem klar sein. Besser sind aber dagegen nicht zwangsläufig diejenigen, die auf irgendeine Art und Weise versuchen uns – das Volk – zu diktieren: Die Parteien. Seit geraumer Zeit bin ich Mitglied in der Jungen Union (JU) im Ortsverband Winterbach, bzw. durch diese Mitgliedschaft auch zwangsläufig im Kreisverband Rems-Murr. Die JU ist die Partei, die den Nachwuchs für die CDU produziert. Und wie wir wissen produzierte die CDU in den vergangenen zwölf Monaten sehr viel Müll, der auch in absehbarer Zeit noch Auswirkungen auf unser “heiliges Grundgesetz” haben könnte (siehe auch: Zensursula).

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Killen Killerspiele doch keine Menschen?

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Seit dem Amoklauf in Winnenden sind Killerspiele in den Medien wieder sehr präsent. Und nicht nur dort: Auch die Politik hat erst neulich wieder über ein generelles Verbot von Videospielen gesprochen, die von Gewalt beherrscht werden. Wie eine Studie jetzt allerdings belegt, soll es aus wissenschaftlicher Sicht keinen eindeutigen Nachweis dafür geben, dass Computer- und Videospiele gleichzeitig Gewalt oder Aggressionen bei Jugendlichen hervorrufen.

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In Winnenden vor Ort an der Albertville-Schule

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Da der Amoklauf, wie bereits berichtet, gar nicht allzu weit von meinem Wohnort entfernt stattgefunden hat (ca. 15 Minuten Autofahrt von hier), habe ich mich am Samstagabend auf den Weg dorthin gemacht, um mit einer Kerze mein Mitgefühl auszudrücken. Wie groß der Anlauf war, ist erstaunlich und vor allem: Woher die Leute kamen. Aus Rücksicht vor den Angehörigen habe ich keine Bilder geschossen, aber ein Plakat zwischen dem Kerzenmeer blieb mir, aufgrund der Thematik, doch im Kopf hängen.

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Der Amoklauf in Winnenden: Und wieder waren es die Videospiele!

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An keinem wird der Amoklauf vom Mittwoch (11. März 2009) in Winnenden so ohne Weiteres vorbeigegangen sein. Auch an mir nicht und das liegt hauptsächlich daran, dass diese Kleinstadt gerade mal zehn bis 15 Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist. Dass Tim K. mit seiner krassen Aktion nicht nur die Polizei, sondern auch die Bevölkerung auf Trapp hielt, scheint genauso wenig ein Wunder zu sein. Wie man einigen Medienberichten entnehmen kann, war sein Verhalten für einen Amokläufer ziemlich untypisch, vor allem deshalb, weil er den Ort des Grauens verließ und auf seiner Flucht weitere Menschenleben opferte.

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Der stumme Schrei

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Heute bin ich mit einem relativ merkwürdigen Gefühl in der Magengegend nach Hause gekommen. Im Religionsunterricht haben wir das Thema Abtreibung behandelt, welches an sich ja schon etwas zwispältig ist. Denn immer wieder stellt sich berechtigterweise die Frage, inwieweit Abtreibungen denn gerechtfertigt sind und – vor allem – bis zu welchem Entwicklungsstadium des Kindes. Ich kann für mich sagen, dass ich heute einiges mit nach Hause genommen habe. Ganz besonders, dass dieser Eingriff an sich, zumindest bei einer Spätabtreibung (zehnte bis zwölfte Woche) gar nicht so harmlos ist, wie man sich das in der heutigen Zeit vorstellt.

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Strafe für das Gewissen?

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Auf MSN.com habe ich gerade einen interessanten Artikel zur Hessen-Rebellin Dagmar Metzger (SPD) gelesen, die im letzten Jahr unter anderem zu den Beteiligten aus der SPD gehörte, weshalb Andrea Ypsilanti (SPD) nicht zur Ministerpräsidentin gewählt wurde. Interessant an der ganzen Sache ist, dass sie von einem Wiesbadener Ortsverein jetzt wahrscheinlich vor eine Schiedskommission ihrer Partei vorgeladen wird, wo es dann um eine gerechte Bestrafung der Rebellin gehen wird. Eine Bestrafung – wofür? Dass sie als Abgeordnete des Landtags ihrem Gewissen unterworfen war und nicht den Weisungen der Partei? Und weil sie den Wortbruch Ypsilantis durchschaut hat?

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