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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Jugendschutz</title>
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	<description>Games, Technik, Politik, Medien, Internet, Wahrheitsforschung</description>
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		<title>Konservatismus-U-Boote greifen Piraten an!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 19:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich ein st&#252;ckweit wieder etwas f&#252;rs Leben gelernt und zwar, dass es gar nicht schaden kann, mal &#252;ber einschl&#228;gige Suchmaschinen zu pr&#252;fen, was andere Leute &#252;ber einen denken und auch &#246;ffentlich schreiben. Vor allem wenn es um die Sorte Journalisten geht, die am Rande des Bild-Niveaus fischen. Aktuell m&#246;chte ich mich auf einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3173" style="border: 1px solid black; margin: 10px 10px;" title="Lars Haise WEBLOG" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/09/lh_blog.jpg" alt="" width="200" height="165" /> Heute habe ich ein st&#252;ckweit wieder etwas f&#252;rs Leben gelernt und zwar, dass es gar nicht schaden kann, mal &#252;ber einschl&#228;gige Suchmaschinen zu pr&#252;fen, was andere Leute &#252;ber einen denken und auch &#246;ffentlich schreiben. Vor allem wenn es um die Sorte Journalisten geht, die am Rande des Bild-Niveaus fischen. Aktuell m&#246;chte ich mich auf einen &#228;lteren Beitrag von Ulrich Klose beziehen: <a  href="http://www.ulrichklose.de/journalismus-und-piraten" target="_blank">Hobby-journalistische Konservatismus-U-Boote greifen Piraten an</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3172"></span>Der Titel klingt schon mal sehr rei&#223;erisch und h&#228;tte mich nicht ein Bekannter aus der RauteMusik-Redaktion explizit auf diesen Artikel angesprochen, weil er etwas &#252;ber die Piratenpartei und ihre anfangs teils schwammige Positionierung zu Zensur in Videospielen bei Google gesucht hat, w&#228;re ich vermutlich &#252;ber diesen Brocken, der enormen Unterhaltungswert hat, nie gesto&#223;en. Das mag insbesondere auch daran liegen, dass ich mich pers&#246;nlich hinter einem solchen Titel &#8211; mangels Konservatismus &#8211; nicht vermutet h&#228;tte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ulrich Klose ist zu Beginn des Wahlkampfes in Baden-W&#252;rttemberg im vergangenen Jahr auf eine Pressemitteilung gesto&#223;en, die auch in der Backnanger Kreiszeitung ver&#246;ffentlicht wurde. Titel: <a  href="http://www.bkz-online.de/node/186586" target="_blank">Ein Lehrer f&#252;r die Piraten</a>. In diesem Artikel ging es unter anderem um die Kandidatenvorstellung der Piraten f&#252;r den Landkreis Rems-Murr. Im Wahlkreis Waiblingen war ich selbst als Landtagskandidat zur Landtagswahl 2011 aufgestellt &#8211; ebenfalls f&#252;r die Piratenpartei, wie auch die anderen der Personen, die in diesem Artikel n&#228;her vorgestellt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Klose ist beim durchforsten dieses Artikels erstaunlicherweise bei meinem Namen &#8211; und einem Kurzausschnitt meines Werdegangs &#8211; h&#228;ngen geblieben. Zun&#228;chst m&#246;chte ich klar stellen, dass auch Herr Klose einige Fakten von mir falsch widerspiegelt, die da w&#228;ren:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Besonders stolperte ich dabei &#252;ber den Abschnitt zu Lars Haise, <strong>einen 21-j&#228;hrigen Auszubildenden zum kaufm&#228;nnischen Angestellten,</strong> der im Wahlkreis Waiblingen als Direktkandidat antritt.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich m&#246;chte hier zun&#228;chst einmal klarstellen: Ja, es ist richtig, dass ich zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt war und ja, es ist ebenfalls richtig, dass ich damals noch ein Auszubildender war. Aber hier h&#246;rt die Wahrheit auch schon auf. H&#228;tte Ulrich Klose richtig recherchiert, so wie es die von ihm zitierten &#8220;Fachqualifikationen&#8221; f&#252;r einen richtigen (keinen hobbym&#228;&#223;igen) Journalisten vorsehen, dann w&#228;re ihm auch aufgefallen, dass es gar keinen Ausbildungsberuf mit dem Namen &#8220;Kaufm&#228;nnische/r Angestellte/r&#8221; gibt. Als ich damals noch mitten in meiner Ausbildung steckte, war ich im dritten Ausbildungsjahr zum <strong>B&#252;rokaufmann. </strong>Das ist auch ein anerkannter und gesch&#252;tzter Beruf, wohin gegen sich jeder als Journalist titulieren darf, selbst wenn er nur Meister der Republikation ist:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Ein Journalist [ʒʊrnaˈlɪst] ist gem&#228;&#223; dem Deutschen Journalisten-Verband „hauptberuflich an der Verbreitung und Ver&#246;ffentlichung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligt“. <strong>Die Berufsbezeichnung Journalist ist rechtlich <span style="color: #ff0000;">nicht</span> gesch&#252;tzt und darf auch ohne entsprechende Ausbildung gef&#252;hrt werden.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Journalist" target="_blank">Wikipedia</a>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die von Ulrich Klose zitierten Fachqualifikationen sind also rechtlich nicht bindend, um sich als Journalist zu bezeichnen. Es ist lediglich eine unverbindliche Vorgabe, wie er auch richtig zitierte, aber offensichtlich nicht zu verstehen im Stande war. Sonst h&#228;tte er n&#228;mlich verstanden, dass ich gar kein richtiger Journalist bin, dieses auch nicht predige, sondern lediglich hobbym&#228;&#223;ig dieser T&#228;tigkeit nachgehe und nicht f&#252;r ein Entgelt. Darum war auch in der Pressemeldung von &#8220;Hobby-Journalist&#8221; die Rede, absichtlich in Abtrennung der &#8220;wirklichen&#8221; journalistischen Arbeit, deren Schl&#252;sselqualifikationen allerdings im Vergleich zu Beufsausbildungen gar nicht, beispielsweise durch eine Ausbildungsverordnung, definiert sind.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Lars Haises Kandidaten-Nominierung zeigt des weiteren noch etwas ganz Anderes: <strong>Der Gute ist ein strammer Konservativer.</strong> [...] Nach Eigenauskunft auf seiner Homepage war er mehrere Jahre in der Jungen Union.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Abgesehen davon, dass ich kein &#8220;strammer Konservativer&#8221; bin &#8211; und selbst durch Mitgliedschaft bei der Jungen Union nie gewesen war -, ist diese Angabe soweit korrekt. Allerdings st&#246;rt mich sogleich schon die n&#228;chste irrt&#252;mliche Passage, die da hei&#223;t:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Nun ist er halt bei den Piraten gelandet <strong>und ist aktiv vor allem in einem Arbeitskreis, der sich sehr kritisch mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auseinandersetzt,</strong> dessen Reform und Weiterentwicklung vor kurzem durch die deutschen Ministerpr&#228;sidenten verabschiedet worden ist.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich war w&#228;hrend meiner mehr als zweij&#228;hrigen Mitgliedschaft in der Piratenpartei nie in einem Arbeitskreis aktiv und auch nicht im Arbeitskreis Zensur. Ulrich Klose bezieht sich dann sp&#228;ter noch auf <a  href="http://www.lars-haise.de/politik/jugendschutz/001798-kommentar-die-diskussion-um-jugendmedienschutz-aus-einem-ganz-anderen-blickwinkel.html">einen Kommentar von mir zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</a>, den ich seinerzeit kritisierte, aber nicht, wie er meint, weil ich in einem Arbeitskreis mitwirken w&#252;rde, der sich dieser Thematik angenommen hat, sondern weil ich diesen Arbeitskreis f&#252;r seine sehr fragw&#252;rdige Haltung eigentlich kritisiert habe. Dies wird vor allem im letzten Satz meines Kommentars sehr deutlich, der alles andere als danach aussieht, dass ich den AK Zensur hinsichtlich des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages je unterst&#252;tzt oder gar dort mitgewirkt h&#228;tte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Wenn der AK Zensur weiterhin in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung ernst genommen werden will, sollte er sich daher &#252;berlegen, wohin die Reise &#252;berhaupt gehen soll.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und auch das Zitat, das er von mir anbringt, sollte ihm eigentlich schon das Gegenteil suggerieren. Denn h&#228;tte Klose damals die offizielle Stellungnahme des AK Zensur zu diesem Thema gekannt, w&#228;re die H&#228;lfte seines Artikels &#252;ber mich in erheblichem Ma&#223;e &#252;berfl&#252;ssig gewesen. Denn w&#228;hrend der AK Zensur damals alternative Vorschl&#228;ge f&#252;r einen effizienteren Jugendmedienschutz bei Tr&#228;ger- und Internetmedien erarbeiten wollte (und dies meines Wissens nach auch hat), sprach ich mich von Beginn an daf&#252;r aus, einfach s&#228;mtliche Jugendmedienschutz-Standards &#252;ber den Haufen zu werfen &#8211; warum? Nicht, weil ich &#8211; wie er schreibt -, naiv oder &#8220;stramm konservativ&#8221; bin, sondern weil ich an einen souver&#228;nen Menschen glaube, der f&#252;r sein Kind &#8211; so er denn eines in die Welt setzt &#8211; auch Verantwortung tragen muss. Die Erziehung der Kinder ist nur bedingt Aufgabe des Staates &#8211; und mit der immer weiter fortschreitenden Entm&#252;ndigung der Elternteile erreichen wir im gro&#223;en Stil n&#228;mlich gar nichts au&#223;er Menschen, die nicht mehr in der Lage sind selbst zu denken. &#220;berspitzt: Sie werden einfach nur h&#246;rige Arbeitssklaven. Das h&#228;ngt in diesem Kontext aber nicht nur mit dem Jugendmedienschutz, sondern insgesamt mit der immer weiter voranschreitenden Bevormundung von &#8220;guter Erziehung&#8221; zusammen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kl&#228;rendes Gespr&#228;ch &#8211; was auch zur Recherche-Arbeit eines Journalisten z&#228;hlt &#8211; vor dem Verfassen des Artikels h&#228;tte wohl das eine oder andere Irrtum vermieden. Ulrich Klose suggeriert dagegen mich besonders gut zu kennen und &#8211; vor allem &#8211; seine Angaben gut recherchiert zu haben. Das Gegenteil ist der Fall.</p>
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		<title>Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vorerst gestoppt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 20:24:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) wurde durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen vorerst gestoppt. Die Fraktionen der Gr&#252;nen, SPD, CDU, FDP und der Linken haben im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt. Damit liegt das umstrittene Werk vorerst auf Eis. Doch Landesf&#252;rst von Rheinland-Pfalz und Initiator des &#8220;Zensurwerks&#8221;, Kurt Beck (SPD), k&#252;ndigte postwendend an: &#8220;Falls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) wurde durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen vorerst gestoppt. Die Fraktionen der Gr&#252;nen, SPD, CDU, FDP und der Linken haben im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt. Damit liegt das umstrittene Werk vorerst auf Eis. Doch Landesf&#252;rst von Rheinland-Pfalz und Initiator des &#8220;Zensurwerks&#8221;, Kurt Beck (SPD), k&#252;ndigte postwendend an: <em>&#8220;Falls die Novellierung scheitert, wird der Weg der koregulierten Selbstregulierung nicht weiter beschritten, so dass die staatliche Regulierung von oben Platz greifen wird. Basierend auf den derzeitigen rechtlichen Grundlagen werden die Jugendschutzbeh&#246;rden Sperrverf&#252;gungen erlassen</em>.<em>&#8220;</em> Klar, dass das dem begnadeten Internetexperten nicht schmeckt. Wo er sich doch so viel M&#252;he damit gegeben hat, dass die Publikations- und Meinungsfreiheit &#8211; zu Gunsten des &#8220;Jugendschutzes&#8221; &#8211; im  &#8221;deutschen Internet&#8221; weichen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2667"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Freudenschreie d&#252;rften dagegen von zahlreichen Bloggern kommen. Denn gerade die &#8211; sowie Betreiber von Diskussionsforen &#8211; hatten gro&#223;e Sorge, dass sie ihre Angebote einstellen m&#252;ssen. Der neue JMStV h&#228;tte von jedem Inhalteanbieter eine starke Inhaltskontrolle sowie eine Alterseinstufung abverlangt. Inhalte, die f&#252;r Kinder unter zw&#246;lf Jahren nicht geeignet gewesen w&#228;ren, h&#228;tten notfalls sogar durch sogenannte &#8220;Sendezeitbeschr&#228;nkungen&#8221; unzug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Modell der Sendezeitbeschr&#228;nkung mag zwar im Rundfunk gut funktionieren, im dynamischen Internet, wo in Zeiten von Web 2.0 vor allem User Generated Content immer mehr Einfluss auf den Informationsfluss einnimmt, ist das aber unpraktikabel.</p>
<p style="text-align: justify;">Generell sollte das Ziel sowieso nicht sein, das Internet durch Zugriffsbeschr&#228;nkungen &#8220;jugendschutztauglich&#8221; zu machen. Der Appell sollte an Eltern und Schulen gehen, Kinder und Jugendliche medienp&#228;dagogisch im Umgang mit den Neuen Medien &#8211; und da geh&#246;rt das Internet unweigerlich dazu &#8211; zu schulen. Staatliche Regulierung in Sachen Jugendschutz ist grunds&#228;tzlich nicht zielf&#252;hrend, sondern m&#252;ndet unweigerlich in Zensur &#8211; beispielsweise, wie von Kurt Beck pers&#246;nlich angek&#252;ndigt, durch Sperrverf&#252;gungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Glaubhaft f&#252;r die Interessen der Netzgemeinde eingesetzt hat sich im &#220;brigen die <a  href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-101215-Der-Weg-ist-frei-fuer-einen-neuen-Jugendschutz">Piratenpartei</a>. Diese stellte sich von Anfang an klar gegen das neue Vertragswerk. Dagegen wurde der neue JMStV in zahlreichen Landesparlamenten unter anderem auch von den Gr&#252;nen abgenickt &#8211; von der SPD mal ganz zu schweigen. Aber auch hier zeigt sich, wie doppelz&#252;nglig die Gr&#252;nen wirklich sind &#8211; auch wenn sie in NRW, <strong>nachdem man zun&#228;chst der Novellierung zustimmen wollte,</strong> gerade noch so die Kurve gekriegt haben&#8230;</p>
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		<title>Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag kommt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 13:17:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schon vor geraumer Zeit habe ich f&#252;r euch zwei Plaketten (f&#252;r die Einstufung &#8220;0&#8243; und &#8220;ab 18&#8243;) zur Verf&#252;gung gestellt, die ihr f&#252;r eure Blogs benutzen k&#246;nnt. Damals dachte ich, dass sich in der Diskussion um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) noch etwas bewegen k&#246;nnte &#8211; insbesondere im positiven Sinne f&#252;r Blogbetreiber, die in unserer Gesellschaft inzwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-1772" style="margin: 2px 10px;" title="Freigegeben ab 18!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/01/150x150_FSK18.png" alt="" width="150" height="150" />Schon vor geraumer Zeit habe ich f&#252;r euch zwei Plaketten (f&#252;r die Einstufung &#8220;0&#8243; und &#8220;ab 18&#8243;) <a  href="http://www.lars-haise.de/allgemein/001759-dein-alterskennzeichen-fuer-deinen-blog.html">zur Verf&#252;gung gestellt</a>, die ihr f&#252;r eure Blogs benutzen k&#246;nnt. Damals dachte ich, dass sich in der Diskussion um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) noch etwas bewegen k&#246;nnte &#8211; insbesondere im positiven Sinne f&#252;r Blogbetreiber, die in unserer Gesellschaft inzwischen nicht mehr wegzudenken sind. Weit gefehlt. Denn so wie es aussieht, wird der neue JMStV, mit allen Nachteilen f&#252;r Inhalteanbieter kleinerer Internetseiten / Blogs, am 1. Januar 2011 in Kraft treten. Obwohl die Gr&#252;nen in NRW dem Vertrag urspr&#252;nglich nicht zustimmen wollten, beugten auch diese sich den &#8220;parlamentarischen Zw&#228;ngen&#8221; und machten die Bahn frei f&#252;r deutschlandweite Bevormundung im Internet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2596"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Benjamin St&#246;cker von der Piratenpartei hat sich mal die Zeit genommen, die aus dem JMStV resultierenden Nachteile f&#252;r Inhalteanbieter zusammen zu fassen. <a  href="http://politik.benjamin-stoecker.de/2010/11/08/der-jmstv-im-internet-eine-ausfuhrliche-darlegung-der-pflichten-und-folgen/">Den Artikel findet ihr hier</a>. Um dem Online-Protest &#8211; mit durchaus rei&#223;erischen Texten &#8211; Rechnung zu tragen, m&#246;chte ich an dieser Stelle noch mal an eure Kreativit&#228;t appellieren. In der Tat habe ich seit meinen ersten Entw&#252;rfen f&#252;r die Alterskennzeichen (ab 0, ab 18) keine weiteren Anl&#228;ufe gewagt.</p>
<p style="text-align: justify;">Deswegen: <strong>Welche Texte f&#252;r die noch zur Verf&#252;gung stehenden Kennzeichen &#8220;ab 6&#8243;, &#8220;ab 12&#8243; und &#8220;ab 16&#8243; schwirren noch in euren K&#246;pfen herum?</strong> Schreibt sie in meine Kommentare, damit die noch freien Kennzeichen mit Nachrichten gef&#252;llt werden k&#246;nnen. Zeigen wir der politischen Klasse, was wir von ihren Beschneidungsaktionen wirklich halten!</p>
<p style="text-align: justify;">Hier &#8211; zur Erinnerung &#8211; noch mal die Alterskennzeichen, die ich im Januar 2010 schon mal erstellt habe. Diese d&#252;rft ihr wie gehabt nat&#252;rlich auch jetzt schon frei f&#252;r euren Blog bzw. euren Internetauftritt verwenden &#8211; mit der &#252;blichen Bitte um Kennzeichnung der Herkunft, also ggf. mit einem Link auf diesen Artikel oder meinen Blog <img src='http://www.lars-haise.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1771" title="Freigegeben f&#252;r alle!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/01/150x150_FSK0.png" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1763" title="Freigegeben f&#252;r alle!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/01/190x190_FSK0.png" alt="" width="190" height="190" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-1772 aligncenter" title="Freigegeben ab 18!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/01/150x150_FSK18.png" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1769" title="Freigegeben ab 18!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/01/190x190_FSK18.png" alt="" width="190" height="190" /></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Electronic Arts vs. Deutscher Jugendschutz</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 11:44:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Medal of Honor ist ein &#8220;Antikriegsspiel&#8221;. Dies sieht der Publisher des Ego-Shooters, Electronic Arts (EA), so. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) verweigerte der Uncut-Version des Spiels jedoch die Altersfreigabe. Rechtliche Schritte sollen deshalb folgen. EA hatte vor, auch in Deutschland eine ungeschnittene Version des neu aufgelegten Medal of Honor, das am 20. Oktober 2010 f&#252;r alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2526" style="border: 1px solid black; margin: 2px 10px;" title="Deutsche Firmenzentrale von Electronic Arts" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/11/EA.jpg" alt="" width="107" height="118" />Medal of Honor ist ein &#8220;Antikriegsspiel&#8221;. Dies sieht der Publisher des Ego-Shooters, Electronic Arts (EA), so. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) verweigerte der Uncut-Version des Spiels jedoch die Altersfreigabe. Rechtliche Schritte sollen deshalb folgen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2525"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">EA hatte vor, auch in Deutschland eine ungeschnittene Version des neu aufgelegten Medal of Honor, das am 20. Oktober 2010 f&#252;r alle aktuellen Plattformen erschien, zu ver&#246;ffentlichen. Zu diesem Zweck legte der amerikanische Spieleriese der deutschen USK eine Uncut-Fassung des Ego-Shooters &#8211; angeblich zeitgleich mit der geschnittenen Version &#8211; zur Pr&#252;fung vor. Das Ergebnis: keine Altersfreigabe. Das juckt EA nat&#252;rlich tierisch unter den N&#228;geln, da man sich schon in der Vergangenheit oft &#252;ber das &#8220;besondere&#8221; deutsche Jugendschutzsystem beklagt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Kennzeichnung hat auch die Uncut-Fassung von Medal of Honor bereits erhalten &#8211; jedoch nicht von der USK. Lediglich die Pan European Game Information (PEGI) verpasste dem Shooter schon einen 18er-Stempel. Das ist zwar, grob betrachtet, immer noch kein Hindernis f&#252;r EA, das Spiel dennoch ungeschnitten nach Deutschland zu bringen, allerdings ist das &#8211; dem deutschen Jugendschutzrecht sei Dank &#8211; mit unangenehmen H&#252;rden im Vertrieb verbunden. Unter anderem w&#228;re in dem Fall, dass EA das Spiel ohne USK-Rating in deutsche L&#228;den bringt, untersagt, das Spiel aktiv zu bewerben. Wertlos also, wenn die Software nur unter der Ladentheke und ohne Werbekampagne den Besitzer wechseln darf. Ein weiteres Handicap: Sollte eine besorgte Mutter irgendwann den Gedanken hegen, dass Medal of Honor doch zu brutal f&#252;r Deutschland ist, l&#228;uft die Uncut-Fassung Gefahr von der Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien (BPjM) einkassiert und indexiert zu werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">EA pr&#252;ft rechtliche Schritte</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Der Kanal ist voll&#8221;,</em> k&#246;nnte man meinen. In einer Mitteilung betont der Unternehmenssprecher von EA, Martin Lorber, dass die &#8220;film&#228;hnliche Grafik&#8221; des Spiels den Kriegsalltag in keiner Weise besch&#246;nige: <em>&#8220;Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuf&#252;hren haben. Das Spiel folgt der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie beispielsweise &#8216;Soldat James Ryan&#8217; oder &#8216;Inglourious Basterds&#8217;, die mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="484" height="399" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/STi79QpD7mI" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="484" height="399" src="http://www.youtube.com/v/STi79QpD7mI"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">In Medal of Honor nennt EA &#8211; im Gegensatz zu anderen Kriegsspielen &#8211; das Kind beim Namen. Der Spieler ist in diesem modernen Szenario nicht in einem Fantasiestaat unterwegs, sondern k&#228;mpft sich als amerikanischer Elitesoldat durch verschiedene Kriegsst&#228;tten in Afghanistan. Gegen&#252;ber der unzensierten Originalfassung wurde die deutsche Version um einige visuelle Elemente erleichtert. Beispielsweise k&#246;nnen in der hiesigen Variante des Spiels keine Gliedma&#223;en durch einzelne Sch&#252;sse abgetrennt werden. Auch die sogenannten &#8220;Ragdoll-Physikeffekte&#8221; wurden entfernt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">EA k&#228;mpft f&#252;r das PEGI-System</h3>
<p style="text-align: justify;">Electronic Arts ist schon seit geraumer Zeit unzufrieden mit dem deutschen Jugendschutzsystem. Mehrfach forderte das Unternehmen, auch in Deutschland, das gro&#223;fl&#228;chig in Europa geltende PEGI-System einzuf&#252;hren. Der gro&#223;e Unterschied zur deutschen USK ist folgender: Publisher geben ihre Alterseinstufung selbst&#228;ndig &#252;ber ein Online-Formular ab und klassifizieren die Spiele nach eigenen Gesichtspunkten. Sofern keine groben Fehler vorliegen, erh&#228;lt das Spiel dann die gew&#252;nschte Altersfreigabe &#8211; ganz ohne Zensur. In Deutschland m&#252;ssen s&#228;mtliche Videospiele jedoch an die USK zur Pr&#252;fung eingebracht werden. Dies verursacht hohe Kosten, da die Spiele &#8211; neben den Pr&#252;fkosten selbst &#8211; oft mehrfach &#252;berarbeitet werden m&#252;ssen, ehe sie eine Altersfreigabe erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.golem.de/1011/79164.html">Golem.de</a>)</p>
<h5 style="text-align: justify;">Bild:<br />
(cc-by-sa) Raimond Spekking / <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rheinauhafen_-_The_Bench_-_Rheinseite_%281828-30%29.jpg&#038;filetimestamp=20090726204154">Wikipedia.org</a></h5>
<p style="text-align: justify;"><del datetime="2010-11-06T11:41:32+00:00"></del></p>
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		<title>GTA IV bereichert Schulunterricht in Gro&#223;britannien</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 13:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer h&#228;tte gedacht, dass ausgerechnet Grand Theft Auto IV (GTA IV) mal den Schulunterricht an einer &#246;ffentlichen Schule in Europa bereichern wird? Richtig, das h&#228;tte wohl niemand erwartet. Aber was so unscheinbar schien, geschieht jetzt an britischen Schulen. Wie die Gamestar berichtet, wird GTA IV an britischen Schulen daf&#252;r benutzt, um junge Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer h&#228;tte gedacht, dass ausgerechnet Grand Theft Auto IV (GTA IV) mal den Schulunterricht an einer &#246;ffentlichen Schule in Europa bereichern wird? Richtig, das h&#228;tte wohl niemand erwartet. Aber was so unscheinbar schien, geschieht jetzt an britischen Schulen. Wie die Gamestar berichtet, wird GTA IV an britischen Schulen daf&#252;r benutzt, um junge Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler f&#252;r das Thema &#8220;Gewalt in der Gesellschaft&#8221; zu sensibilisieren. Bislang nahmen acht Schulen in Merseyside an diesem Pilotprojekt teil. Der britische Guardian berichtet unter anderem, dass den Kindern Screenshots aus dem Spiel sowie Ausschnite aus der ber&#252;hmten Itchy &amp; Scratchy Show (The Simpsons) gezeigt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1909"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.amazon.de/gp/product/B002MZZMFE?ie=UTF8&#038;tag=lhnet-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B002MZZMFE"><img class="alignnone" title="GTA IV auf Amazon.de kaufen" src="http://www.lars-haise.de/images/484x90_GTAIV.jpg" alt="GTA IV auf Amazon.de kaufen" width="484" height="90" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In den Unterrichtsstunden sollen die Kinder die gezeigten Bilder in Kategorien einteilen. Sie k&#246;nnen das Material als &#8220;gutes leben&#8221;, &#8220;schlechtes leben&#8221; oder &#8220;nicht real&#8221; klassifizieren. Im Anschluss redet ein Mitarbeiter der &#8220;Support After Murder And Manslaughter&#8221;-Organisation sowie ein Polizeibeamter mit den Kindern &#252;ber die getroffenen Kategorisierungen. Ins Leben gerufen wurde diese einmalige Aktion vom britischen Home Office (Innenministerium).</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorsitzender der SAMM-Organisation, Gaynor Bell, kommt zu dem Schluss, dass Kinder heutzutage zu viel Gewalt aufnehmen und dadurch desensibilisiert werden. <em>&#8220;Sie denken, es sei das ganz normale Leben. Wenn wir ihnen erz&#228;hlen, dass das alles &#252;berhaupt nicht real ist, wird die Desensibilisierung gestoppt und die Kinder bekommen wieder einen Sinn f&#252;r das wirkliche Leben&#8221;,</em> so der Vorsitzende.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie man sieht, ist man in Gro&#223;britannien ein ganzes St&#252;ck weiter, was das Thema Medienkompetenz an Schulen angeht. &#196;hnliche Projekte sind in Deutschland momentan eher unvorstellbar, da die Meinungen &#252;ber den Einfluss von Medien wohl ziemlich festgefahren sind, zumindest bei denjenigen, die die Entscheidungen &#252;ber solche Programme zu f&#228;llen h&#228;tten.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.giga.de/usernews/00024974-gta-iv-bereichert-den-schulunterricht/">GIGA.de</a>, <a  href="http://www.guardian.co.uk/education/2010/apr/09/violence-games-schools-education">guardian.com</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Jugendmedienschutz &#8211; Die Zensur &#252;ber die Hintert&#252;r!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Entwicklungen hinsichtlich des deutschen Jugendschutzes werden &#252;berschattet von vielerlei tragischen Zwischenf&#228;llen, die diesen negativen Prozess beg&#252;nstigt haben. Amokl&#228;ufe wie in Erfurt, Emsdetten und im baden-w&#252;rttembergischen Winnenden haben sich in den K&#246;pfen der B&#252;rger festgebrannt. Unsere Politiker &#8211; sowohl auf Landes- und Bundesebene &#8211; machen sich diese Bluttaten zu eigen, um die Medienlandschaft zu beeinflussen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1844" title="Jugendmedienschutz - Zensur &#252;ber die Hintert&#252;r!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/03/484x150_JMS_Zensur.jpg" alt="" width="484" height="150" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklungen hinsichtlich des deutschen Jugendschutzes werden &#252;berschattet von vielerlei tragischen Zwischenf&#228;llen, die diesen negativen Prozess beg&#252;nstigt haben. Amokl&#228;ufe wie in Erfurt, Emsdetten und im baden-w&#252;rttembergischen Winnenden haben sich in den K&#246;pfen der B&#252;rger festgebrannt. Unsere Politiker &#8211; sowohl auf Landes- und Bundesebene &#8211; machen sich diese Bluttaten zu eigen, um die Medienlandschaft zu beeinflussen &#8211; mit dem Jugendschutz durch die Hintert&#252;r.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/116-zensur/495-jugendmedienschutz-die-zensur-ueber-die-hintertuer.html" target="_blank">Mehr zu diesem Thema findet ihr in meinem Gastbeitrag auf theintelligence.de&#8230;</a></p>
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		<title>Kommentar: Die Diskussion um Jugend(medien)schutz aus einem ganz anderen Blickwinkel</title>
		<link>http://www.lars-haise.de/politik/jugendschutz/001798-kommentar-die-diskussion-um-jugendmedienschutz-aus-einem-ganz-anderen-blickwinkel.html</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 13:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter der B&#252;rgerrechte, wie sie in Organisationen wie dem AK Zensur gruppiert sind, nicht an Zurechnungsf&#228;higkeit in der Bev&#246;lkerung zu verlieren. In erster Linie vertrete ich auf meinem Blog ohnehin nicht die Ansicht der Piratenpartei, sondern die meines eigenen Gedankengutes &#8211; deswegen m&#246;chte ich hier einfach mal das niederschreiben, was mir hinsichtlich der laufenden Debatte so aufst&#246;&#223;t.</p>
<p><span id="more-1798"></span></p>
<h4>Welches Ziel wird verfolgt?</h4>
<p style="text-align: justify;">In erster Linie verfolgt der AK Zensur das Ziel, die &#8220;Weiterentwicklung&#8221; des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV), was unter den L&#228;ndern eine Vereinbarung zu einheitlichen Standards im Jugendmedienschutz darstellt, <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html" target="_blank">ganz vom Tisch zu fegen</a>. Meiner Ansicht nach kann man es sich aber bei der Argumentation nicht zu einfach machen, indem man teilweise <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html" target="_blank">Punkte aufz&#228;hlt</a>, die bereits in der derzeit g&#252;ltigen Fassung des JMStV zur Geltung kommen. Ganz bitter aufgesto&#223;en sind mir beispielsweise folgende Punkte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es werden sowohl Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider, ISP) als auch Anbieter von Webspace (Hosting-Provider) mit den eigentlichen Inhalte-Anbietern gleich gesetzt. Sie werden als „Anbieter“ bezeichnet. Sie alle sind f&#252;r die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Schon aus der jetzt g&#252;ltigen Fassung des JMStV kann man ableiten, dass auch Anbieter von Webspace (sogenannte Hosting-Provider) zur Verantwortung gezogen werden k&#246;nnen, wenn ihnen Umfang und Inhalt von &#8220;entwicklungsbeeintr&#228;chtigenden&#8221; Internetangeboten bekannt ist. Im Klartext hei&#223;t es: Jedes Unternhemen steht schon mit einem Fu&#223; im Knast (&#252;berspitzt ausgedr&#252;ckt), wenn es Kenntnis &#252;ber solche Angebote erlangt und dabei unt&#228;tig bleibt. Entsprechende Angebote m&#252;ssten also schon heute von Hosting-Providern gel&#246;scht oder zumindest f&#252;r die Allgemeinheit unzug&#228;nglich gemacht werden. Die aktuelle Fassung des JMStV k&#246;nnt ihr im &#220;brigen <a  href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&#038;query=JMedienSchStVtrG+BW&#038;psml=bsbawueprod.psml&#038;max=true&#038;aiz=true" target="_blank">hier</a> nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin st&#246;&#223;t mir etwas bitter auf, dass der AK Zensur geradezu so argumentiert, dass die Kennzeichnungspflicht von Internetangeboten erst mit der Weiterentwicklung des JMStV in Kraft tritt. Auch diese Annahme ist falsch. Der Paragraf 12 des JMStV sieht Folgendes vor &#8211; wenn auch etwas schwammig formuliert:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Anbieter von Telemedien, die ganz oder im Wesentlichen inhaltsgleich sind mit bespielten Videokassetten und mit anderen zur Weitergabe geeigneten, f&#252;r die Wiedergabe auf oder das Spiel an Bildschirmger&#228;ten mit Filmen oder Spielen programmierten Datentr&#228;gern (Bildtr&#228;gern), die nach § 12 des Jugendschutzgesetzes gekennzeichnet oder f&#252;r die jeweilige Altersstufe freigegeben sind, m&#252;ssen auf eine vorhandene Kennzeichnung in ihrem Angebot deutlich hinweisen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch die Zust&#228;ndigkeiten unterschiedlicher staatsnaher oder staatsgetragenen Organisationen (wie jugendschutz.net, KJM, etc.) werden im bereits bestehenden Vertrag klar definiert, aber erst seit der Neufassung vom AK moniert. M&#246;glichkeiten der Zensur sind dadurch ebenfalls schon gegeben, wie man anhand einiger Beispiele sehen kann, anhand derer das schon versucht wurde (siehe auch <a  href="http://www.lars-haise.de/internet/00874-kjm-draengt-provider-zu-freiwilligen-internetsperren.html" target="_blank">diesen Artikel</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen wird einfach an der Wurzel falsch angesetzt. Denn die Frage ist doch eigentlich: <strong>BRAUCHEN</strong> wir in Deutschland einen so umfassenden Jugendschutz? Oder anders gefragt: Wer definiert Jugendschutz eigentlich? Meiner Ansicht nach hat der Schutz von Jugendlichen weniger damit zu tun, ihnen vorzuschreiben, was sie genau zu konsumieren haben. In &#214;sterreich klappt das alles schlie&#223;lich auch ohne einheitliche Abkommen ganz prima &#8211; Anarchie herrscht dort letztlich auch nicht und, soweit ich das als Au&#223;enstehender beurteilen kann, die Entwicklung &#246;sterreichischer Jugendlicher d&#252;rfte genauso wenig durch fehlende Standards beeintr&#228;chtigt sein als die unserer Jugendlichen, wenn es diesen strikten &#8220;Schutzkatalog&#8221; nicht g&#228;be. Wieso wird also von der Politik ein so gro&#223;es Bed&#252;rfnis heraufbeschworen, dass man unsere Kinder und Jugendliche in Watte einpacken muss?</p>
<p style="text-align: justify;">Meiner Auffassung nach ist es v&#246;llig ausreichend zu definieren, ab wann ein Jugendlicher Tabakwaren und alkoholische Getr&#228;nke konsumieren darf, ebenso, wann dieser an Gl&#252;cksspielen teilnehmen und eine Diskothek betreten darf. Das sind so die grunds&#228;tzlichen Sachen, die man schon aufgrund m&#246;glicher Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Gastwirte und H&#228;ndler festlegen sollte. Aber davon, die Medien zum Schutze unserer Jugend zu beschneiden, halte ich schon seit dem panischen Ausbau unseres Jugendschutzes aus den Zeiten des Amoklaufs in Erfurt schon nicht viel. Im Grunde genommen m&#252;ndete die mediale Zensur dort ja zum sprichw&#246;rtlichen Gipfel, als man penibel festlegte, dass die Freiwillige Selbstkontrolle keine Freiwillige Selbstkontrolle mehr ist, sondern eine verbindliche Vorgehensweise f&#252;r die Unterhaltungsindustrie, um ihre Produkte &#252;berhaupt frei in den Handel zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weit ausgeholt, vielleicht sogar etwas vom Kernpunkt abgewichen: Meine Meinung ist jedenfalls klar: Es sollte nicht dar&#252;ber diskutiert werden, ob der aktuelle Entwurf des JMStV vom Tisch sollte, sondern dass dieses Zensurinstrument &#8211; wie es schon seit langer Zeit besteht und nicht erst seit der Idee einer Weiterentwicklung &#8211; &#252;berhaupt erst wieder beseitigt werden sollte, da es den Sinn verfehlt. Es ist nicht Aufgabe des Staates darauf zu achten, welche Medien von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden, sondern die der Eltern im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht. Eine Verletzung dieser Pflicht ist bekanntlich schon strafbar und sollte es nach meinem Verst&#228;ndnis nicht nur dann sein, wenn Kinder mit Feuer gespielt haben oder in einer Wohnung verwahrlosen. Insofern braucht man sich doch &#252;berhaupt keinen Gedanken daran verschwenden, wie man sich seine Jugend zu sprichw&#246;rtlichen &#8220;Allesfressern&#8221; im Interesse der Politik &#8220;zurechtschneiden&#8221; kann, sondern wie die Eltern st&#228;rker in die Pflicht genommen werden k&#246;nnen. Im Grunde genommen behindert der deutsche Jugendschutz n&#228;mlich nicht nur Jugendliche bei der Informationsbeschaffung und dem Medienkonsum, sondern auch gestandene Erwachsene, die bestimmte Medien &#252;ber das Ausland beschaffen m&#252;ssen, da sie in Deutschland auf dem Index stehen. Und eine Duldung von verschiedenen Indexen &#8211; wie sie schon seit etlichen Jahren existieren &#8211; kann genauso wenig die L&#246;sung sein wie die Filterung von Internetseiten unter dem Deckmantel Kinderpornografie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn der AK Zensur weiterhin in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung ernst genommen werden will, sollte er sich daher &#252;berlegen, wohin die Reise &#252;berhaupt gehen soll.</p>
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		<title>CDU fordert Jugendschutzsperren in digitalen TV-Ger&#228;ten</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 20:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die deutsche Jugend steht unter einem ganz besonderen Schutz. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen der CDU geht &#8211; insbesondere der in der Bundestagsfraktion angesiedelten &#8220;AG Jugend&#8221; -  m&#252;ssen unsere Kinder und Jugendlichen im Vergleich zu Menschen gleichen Alters aus anderen EU-Mitgliedsstaaten besser vor medialen Einfl&#252;ssen gesch&#252;tzt werden. Jetzt melden sich die Jugendexperten der Union [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die deutsche Jugend steht unter einem ganz besonderen Schutz. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen der CDU geht &#8211; insbesondere der in der Bundestagsfraktion angesiedelten &#8220;AG Jugend&#8221; -  m&#252;ssen unsere Kinder und Jugendlichen im Vergleich zu Menschen gleichen Alters aus anderen EU-Mitgliedsstaaten besser vor medialen Einfl&#252;ssen gesch&#252;tzt werden. Jetzt melden sich die Jugendexperten der Union wieder mit einer neuen Forderung zu Wort: der Jugendschutzsperre in digitalen TV-Ger&#228;ten. Sogenannte Flags sollen dann verhindern, dass jugendgef&#228;hrdende Inhalte aus dem Sp&#228;tprogramm von Kindern und Jugendlichen zeitversetzt konsumiert werden k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1743"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Hersteller von Festplattenrekordern, DVB-T- oder Satellitenreceivern sollen den Vorstellungen der CDU nach in Zukunft dazu verpflichtet werden, den Eltern mit Hilfe einer automatischen Verschl&#252;sselung zu erm&#246;glichen, per Knopfdruck nur noch ausgew&#228;hlte Inhalte f&#252;r ihre Spr&#246;sslinge zuzulassen. Dies geht aus einem Beitrag der <a  href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Union-fordert-Jugendsperre-bei-TV-Geraeten_aid_811532.html">Rheinischen Post</a> hervor.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wir wollen eine Codierung in den Programminformationen elektronischer Programmf&#252;hrer, die Alterskennzeichnungen f&#252;r Ger&#228;te lesbar macht&#8221;, </em>hei&#223;t es in einer offiziellen Erkl&#228;rung der AG Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die diese anl&#228;sslich der Anh&#246;rung zur &#196;nderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages verfasst hat. Auch die <a  href="http://www.junge-piraten.de/2010/01/26/die-stellungnahme-der-jungen-piraten-zum-jugendschutzmedienstaatsvertrag/" target="_blank">Jungen Piraten</a> haben bereits Stellung zu diesen teils h&#246;chst fragw&#252;rdigen &#196;nderungen an diesem Vertrag bezogen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Vielzahl von Sat-Receivern erlaubt mittlerweile schon, ganze TV-Programme zu sperren und so nur noch per PIN-Eingabe zug&#228;nglich zu machen. Dies sind auch in etwa die Vorstellungen, die die Jugendsch&#252;tzer aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vertreten. Verfasser der oben genannten Erkl&#228;rung sind die Jugendexpertin Dorothee B&#228;r (CSU) und der Jugendschutz-Berichterstatter Thomas Jarzombek (CDU). In den Augen der beiden Jugendsch&#252;tzer finde Jugendschutz seit langer Zeit nur &#252;ber Sendezeiten statt. Diese k&#246;nne man jedoch durch die zeitunabh&#228;ngige Wiedergabe von Aufnahmen umgehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Wenn Politiker uns schon aus Gr&#252;nden der CO2-Reduktion die Gl&#252;hbirne verbieten, fragt man sich wirklich, wann der Zeitpunkt gekommen ist, ab dem man uns dann aus Gr&#252;nden des Jugendschutzes den Festplattenvideorekorder verbietet. Die geistigen Erg&#252;sse aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zeigen eindeutig, wie weltfremd die Unionspolitiker leben. Deutsche Kinder und Jugendliche in eine Ecke zu dr&#228;ngen, wonach sie einem &#8220;besonderen Schutz durch den Staat&#8221; bed&#252;rfen, ist nicht notwendig. Dieser wird auch nicht von der &#214;ffentlichkeit gefordert. In anderen EU-Mitgliedsstaaten, in denen einheitliche Jugendschutz-Regeln beispielsweise v&#246;llig fehlen (wie in &#214;sterreich, wo Jugendschutz immer noch L&#228;ndersache ist), ist deshalb noch keine Anarchie ausgebrochen.</em></strong> <strong><em>Welche Inhalte Kinder und Jugendliche konsumieren, liegt in meinen Augen in der Aufsichtspflicht der Eltern. Der richtige Ansatz sollte also sein, die Medienkompetenz von Eltern zu f&#246;rdern und nicht das Vorh&#228;ngeschloss vor jedes Ger&#228;t zu h&#228;ngen!</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.golem.de/1001/72657.html" target="_blank">golem.de</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>KJM dr&#228;ngt Provider zu freiwilligen Internetsperren</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 18:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[ISP]]></category>
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		<category><![CDATA[Jugendmedienschutzstaatsvertrag]]></category>
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		<category><![CDATA[KJM]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangssperren]]></category>

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		<description><![CDATA[Die rechte Hand von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz (KJM), will sich f&#252;r eine Versch&#228;rfung der Gesetze in Richtung Zugangssperren im Internet einsetzen, sofern Internet Service Provider (ISP) nicht freiwillig dazu bereit w&#228;ren &#8220;unzul&#228;ssige und jugendgef&#228;hrdende Inhalte&#8221; zu sperren. Dies geht aus dem T&#228;tigkeitsbericht [PDF] der KJM f&#252;r die Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die rechte Hand von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU), die <a  href="http://www.kjm-online.de/public/kjm/" target="_blank">Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz</a> (KJM), will sich f&#252;r eine Versch&#228;rfung der Gesetze in Richtung Zugangssperren im Internet einsetzen, sofern Internet Service Provider (ISP) nicht freiwillig dazu bereit w&#228;ren <strong>&#8220;unzul&#228;ssige und jugendgef&#228;hrdende Inhalte&#8221; </strong>zu sperren. Dies geht aus dem <a  href="http://www.lars-haise.net/wp-content/uploads/2009/08/KJM_Bericht_2007_2008.pdf" target="_blank">T&#228;tigkeitsbericht [PDF]</a> der KJM f&#252;r die Jahre 2007 und 2008 hervor. Dazu <a  href="http://www.heise.de/newsticker/KJM-draengt-Provider-zu-freiwilligen-Internetsperren--/meldung/142972" target="_blank">heise.de</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sp&#228;testens zum Fr&#252;hjahr kommenden Jahres wird mit der Vorlage des Neuentwurfs f&#252;r den auslaufenden Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) gerechnet. Darin lie&#223;e sich etwa die M&#246;glichkeit schaffen, dass die Beh&#246;rde die Provider direkt in die Pflicht nimmt, ohne zuerst den eigentlichen Inhalteanbieter abzumahnen. Weitere Themen, denen sich die KJM k&#252;nftig besonders intensiv widmen will, sind Online-Spiele, Chats und Casting-Shows.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zwar ist es jetzt schon g&#228;ngige Praxis, dass Inhalte-Anbieter im Internet beispielsweise &#252;ber die von Friedemann Schindler betriebene <a  href="http://jugendschutz.net/" target="_blank">jugendschutz.net</a> abgemahnt werden. Jedoch ist damit nicht zwangsl&#228;ufig eine Sperrung der Inhalte verbunden, da ein Teil der Internetangebote &#8211; in den vergangenen Jahren unter anderem viele Videospiel-Portale wie <a  href="http://www.onpsx.net/" target="_blank">onpsx.net</a> <a  href="http://www.derwesten.de/nachrichten/games/2008/9/16/news-77064744/detail.html" target="_blank">[2]</a> &#8211; auch einfach ins Ausland umziehen k&#246;nnen und somit f&#252;r die Beh&#246;rden in Deutschland nicht mehr greifbar sind. Eine &#196;nderung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags (JMStV) nach den W&#252;nschen der KJM h&#228;tte zur Folge, dass mit dem Jugendschutz als Vorwand Zensur durch die Hintert&#252;r betrieben werden kann, also auch &#252;ber die von der Bundesregierung in Umsetzung befindlichen Zugangssperren hinaus.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutscher Jugendschutz on its best</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 18:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kino & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz (KJM) hat ihren Bericht &#252;ber Jugendschutz-Verst&#246;&#223;e f&#252;r das erste Quartal 2009 ver&#246;ffentlicht. Ger&#252;ffelt wurden unter anderem ProSieben, DSF, RTL II und Super RTL f&#252;r &#8211; wie soll man sagen &#8211; jugendgef&#228;hrdende Darstellungen? Wie auch immer: Nachfolgend die Highlights aus dem Bericht: Ger&#252;ffelt f&#252;r &#8220;entwicklungsbeeintr&#228;chtigende&#8221; Angebote vor 22 Uhr (Kinder unter 16 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz (KJM) hat ihren Bericht &#252;ber Jugendschutz-Verst&#246;&#223;e f&#252;r das erste Quartal 2009 ver&#246;ffentlicht. Ger&#252;ffelt wurden unter anderem ProSieben, DSF, RTL II und Super RTL f&#252;r &#8211; wie soll man sagen &#8211; jugendgef&#228;hrdende Darstellungen? Wie auch immer: Nachfolgend <a  href="http://www.kress.de/cont/story.php?id=129197" target="_blank">die Highlights aus dem Bericht</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-736"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ger&#252;ffelt f&#252;r &#8220;entwicklungsbeeintr&#228;chtigende&#8221; Angebote vor 22 Uhr (Kinder unter 16 Jahren) wurden:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><strong>&#8220;Eine wie keiner&#8221;</strong> (Spielfilm, ProSieben); Grund: derb-zotige und sexualbetonte Sprache</li>
<li>Ein Beitrag des Magazins <strong>&#8220;SAM&#8221;</strong> (ProSieben) zum Thema P&#228;dophilie; Grund: Pornografische Szenen</li>
<li>Eine Folge der Reality-Show<strong> &#8220;U21 &#8211; Deutschland Deine Teenies&#8221; </strong>(ProSieben); Grund: Ein 16-j&#228;hriges M&#228;dchen unterzog sich einer Sch&#246;nheits-Operation</li>
<li>Ein Beitrag des Magazins <strong>&#8220;M&#228;nner TV&#8221;</strong> (DSF); Grund: Vermutlich ein zu freiz&#252;giger Beitrag &#252;ber Tabledance</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Entwicklungsbeeintr&#228;chtigungen erwarteten laut KJM Kinder unter 12 Jahren vor 20 Uhr bei folgenden Formaten:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Eine Folge von<strong> &#8220;Deine Chance! 3 Bewerber 1 Job&#8221; </strong>(ProSieben); Grund: Es wurde ein Job als Tabledancerin vermittelt</li>
<li>Eine Folge von <strong>&#8220;talk talk talk fun&#8221;</strong> (ProSieben); Grund: Sex, Geschlechtsverkehr und Fremdgehen wurde nicht kindgerecht dargestellt</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Als unzul&#228;ssig <strong>[Bem. 1]</strong> markierte die KJM folgende Sendungen bzw. Teile von Sendungen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Erotik-Clip<strong> &#8220;Actionsgirls.com&#8221;</strong> (DSF) im Nachtprogramm; Grund: Frauenfeindlicher und degradierender Darstellung von Frauen</li>
<li style="text-align: justify;">Die Call-In-Show <strong>&#8220;Fun Night&#8221;</strong> (Super RTL), ebenfalls Nachtprogramm; Grund: Eine von Nationalsozialisten begangene Handlung wurde verharmlost oder verleugnet</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">RTL II wurde dar&#252;ber hinaus f&#252;r einen Werbespot f&#252;r einen Schnuffel-Klingelton ger&#252;ffelt, da dieser eine direkte Kaufaufforderung an Kindern enthielt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bem. 1: </strong>Ist ja sch&#246;n, dass man jugendschutzrechtlich bedenkliche Dinge im Fernsehen lediglich in einem &#8220;Bericht&#8221; zusammenfasst. Es w&#228;re vermutlich sinnvoller, gegen Jugendschutz-Verst&#246;&#223;e im Fernsehen mit einer ebenso gro&#223;en Sorgfalt vorzugehen wie es bereits bei Computer- und Videospielen der Fall ist. Dann m&#252;sste man auch nicht st&#228;ndig &#252;ber Versch&#228;rfungen des Jugendschutzes oder gar &#252;ber Verbote sprechen, wenn bestehende Regelungen entsprechend geahndet w&#252;rden bei einem Versto&#223;.</p>
<p style="text-align: justify;">
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