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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Inland</title>
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		<title>Der Preis f&#252;r das deutsche &#8220;Jobwunder&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 16:42:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man in die Politik blickt, sprechen alle von einem Jobwunder in Deutschland. Ja, irgendwo stimmt das auch. Aber wie so alles, hat auch diese Tatsache ihre Schattenseiten. Panorama hat erst k&#252;rzlich in einem Bericht hinter die Kulissen der derzeitig hervorragenden Arbeitslosenzahlen geblickt. Fazit: Viele Leute, die heute Arbeit finden, landen entweder in befristeten Anstellungsverh&#228;ltnissen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3401" style="margin-top: 28px; margin-bottom: 28px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Arbeitsagentur" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2012/01/arbeitsagentur-logo-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Wenn man in die Politik blickt, sprechen alle von einem Jobwunder in Deutschland. Ja, irgendwo stimmt das auch. Aber wie so alles, hat auch diese Tatsache ihre Schattenseiten. Panorama hat erst k&#252;rzlich in einem Bericht hinter die Kulissen der derzeitig hervorragenden Arbeitslosenzahlen geblickt. Fazit: Viele Leute, die heute Arbeit finden, landen entweder in befristeten Anstellungsverh&#228;ltnissen, in der Zeitarbeit oder enden, wie viele in der Bauwirtschaft, in der Soloselbst&#228;ndigkeit &#8211; mit zum Teil gro&#223;en Nebenwirkungen. Der Preis f&#252;r das deutsche Jobwunder eben.</p>
<p><span id="more-3400"></span></p>
<p><object width="587" height="328"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SreIqX55rBs?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/SreIqX55rBs?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="587" height="328" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Fahrr&#228;der klauen kann so einfach sein</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 17:08:50 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3340" style="margin-top: 25px; margin-bottom: 25px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" title="Fahrrad klauen" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/12/Fahrrad_Klauen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />In Berlin wird derzeit ja sehr hitzig dar&#252;ber diskutiert, <a  href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1865056/Kriminalitaet-in-Berlin-steigt-erstmals-seit-Jahren.html" target="_blank">dass die Kriminalit&#228;tsrate erstmals seit Jahren wieder zugenommen h&#228;tte</a>. 24.200 Fahrr&#228;der sollen im Zeitraum zwischen Januar und November 2011 gestohlen worden sein. Da stellt man sich schon die Frage: Wie kann das sein? Ein Salzburger, der &#252;ber ein &#228;hnliches Problem in seiner Stadt wohl ebenfalls sehr verwundert war, stellte das Ganze einfach mal auf den Pr&#252;fstand &#8211; mit sehr erstaunlichen Ergebnissen, deren Ursachen in der Ellenbogengesellschaft &#8211; die nicht nur in &#214;sterreich, sondern auch hier vorherrscht &#8211; gefunden werden k&#246;nnen.</p>
<p><span id="more-3336"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><object width="484" height="276" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/v-af2PaRqOo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="484" height="276" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/v-af2PaRqOo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Besonders erstaunlich ist nat&#252;rlich, dass nur die wenigsten Leute &#252;berhaupt nachgefragt haben, was der junge Mann da in aller &#214;ffentlichkeit mit dem Test-Fahrrad anstellt. Traurige Bilanz: In nur einem Fall wurde tats&#228;chlich die Polizei zur Hilfe gerufen, in den meisten F&#228;llen gingen die Leute nach kurzen Gespr&#228;chen einfach weiter oder ignorierten das Ereignis g&#228;nzlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Was bedeutet das f&#252;r uns in Deutschland oder ganz speziell f&#252;r Berlin? Mit einer personellen Aufstockung bei der Polizei, wie es sich die Sicherheitshardliner rund um Innensenator Frank Henkel von der Berliner CDU vorstellen, ist es alleine nicht getan. Christopher Lauer, Mitglied der Piraten-Franktion im Berliner Abgeordnetenhaus, findet da viel zutreffendere Worte zur Kriminalit&#228;tsstatistik in Berlin: <em>&#8220;Ein gro&#223;er Teil der Taten ist also halb so wild, da helfen gute Schl&#246;sser, nicht mehr Polizisten.&#8221;</em> Ich f&#252;ge noch hinzu: Deutlich mehr Zivil-Courage w&#228;re ebenfalls noch sehr w&#252;nschenswert, denn mit einem &#252;berwiegenden Teil an Menschen, die mit Scheuklappen durch die Weltgeschichte wandeln, k&#246;nnen im Ernstfall auch keine Polizeibeamten herbeigerufen werden, die einen (Fahrrad-)Dieb zur Rede stellen.</p>
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		<title>28. Chaos Communication Congress: Politik hacken</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 04:29:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen des diesj&#228;hrigen Chaos Communication Congress (28c3) waren am 28. Dezember Alexander M&#252;ller und Montserrat Graupenschl&#228;ger zu Gast, um &#252;ber das Thema &#8220;Politik hacken &#8211; Kleine Anleitung zur Nutzung von Sicherheitsl&#252;cken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation&#8221; zu referieren. Eine kleine Lehrstunde also, wie man mit (vermeintlich) einfachen Mitteln seinem politischen Protest etwas mehr Nachdruck verleihen kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3327" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" title="28C3: Politik hacken" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/12/Politik_hacken-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Im Rahmen des diesj&#228;hrigen Chaos Communication Congress (28c3) waren am 28. Dezember Alexander M&#252;ller und Montserrat Graupenschl&#228;ger zu Gast, um &#252;ber das Thema &#8220;Politik hacken &#8211; Kleine Anleitung zur Nutzung von Sicherheitsl&#252;cken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation&#8221; zu referieren. Eine kleine Lehrstunde also, wie man mit (vermeintlich) einfachen Mitteln seinem politischen Protest etwas mehr Nachdruck verleihen kann. Sehr sehenswert!</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3323"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><object width="484" height="276" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QBoGYZ3EO0s?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="484" height="276" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/QBoGYZ3EO0s?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Inhalt des Vortrags (aus der Ank&#252;ndigung):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Klassischer Protest, konventionelle Demos, Online-Petitionen und B&#252;rgerinitiativen werden seit einiger Zeit durch neue Instrumente der politischen Partizipation erg&#228;nzt. Deren St&#228;rke liegt in dezentraler Organisation, Kommunikationsguerilla-Aktionen, diskursiver Intervention und kollaborativer Spontaneit&#228;t. Der Vortrag stellt anhand von Beispielen ein Toolset an M&#246;glichkeiten des regelverletzenden und gewaltfreien Mitmischens und Einmischens in Politik vor.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Anonymous, die Hedonistische Internationale, Telecomix oder die Space Hijackers sind einige der Netzwerke, die eine neue Art des Protests und der politischen Einmischung erproben. Ihnen ist gleich, dass sie mit ihren Aktionen immer auch in den medialen Diskurs eingreifen wollen — und auf eine Richtig- bzw. Weichenstellung f&#252;r eine andere Wahrnehmung der Welt setzen. Das gilt sowohl f&#252;r die Wahrnehmung der Medien als auch f&#252;r die Wahrnehmung von Politik. Bilder und Images werden uminterpretiert, gesellschaftliche Codes geknackt, offene Flanken genutzt. Dabei setzt diese Form des Protests auf Regelverletzung und eine neue Interpretation der Zeichen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Aktionen der Aktivistinnen k&#246;nnen sehr unterschiedlich aussehen. So k&#246;nnen Demos regelrecht gehackt werden, wie etwa eine Demonstration von Guttenberg-Anh&#228;ngern. In diesem Fall war es der Hedonistischen Internationale (HI) gelungen, eine Pro-Guttenberg-Demonstration bei der Versammlungsbeh&#246;rde anzumelden und die Mobilisierung der echten Guttenberg-Fans zu nutzen — und diese dann auf der Demonstration umzudeuten. Hierdurch wurde die Person Guttenberg zum Abgang noch einmal so l&#228;cherlich gemacht, dass eine R&#252;ckkehr des ehemaligen Verteidigungsministers zumindest heute unwahrscheinlich erscheint.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Um News-Hacking ging es in einer gemeinsamen Aktion der HI und “Der Partei”. Hier nutzten die Aktivisten den klassischen “18 Uhr Wahlabend”-TV-Moment, um die Niederlage der Berliner FDP auf deren Wahlparty bei Freibier live im Fernsehen zu feiern.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Space Hijackers aus Gro&#223;britannien hingegen fahren mit einem Panzer vor der Bank of Scotland auf — und freuen sich diebisch als die Polizei diesen beschlagnahmt und dabei mehrere Geb&#228;ude besch&#228;digt.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Oft reicht es auch, zum richtigen Zeitpunkt die Identit&#228;t eines politischen oder &#246;konomischen Players zu &#252;bernehmen, um die mediale Darstellung der Welt mit der eigenen Realt&#228;t in Einklang zu bringen. Wenn nach Fukushima die deutsche Atomlobby auf einmal die zynische Wahrheit twittert oder &#220;berwachungsfirmen wie DigiTask Twitter-Dialoghotlines einrichten, sorgt dies nicht nur f&#252;r Verwirrung, Freude, medientr&#228;chtige juristische Androhungen, sondern tr&#228;gt auch zu einer ver&#228;nderten Wahrnehmung dieser Player selbst bei.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Politik zu hacken bedeutet die Sicherheitsl&#252;cken der gesellschaftlicher Kommunikation zu nutzen, um auch in Zukunft genussvoll frei leben zu k&#246;nnen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>All dies kann man selber machen. Wir sagen wie.</em></p>
</blockquote>
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		<title>heute show &#252;ber den Bundesparteitag der Piratenpartei</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 17:03:26 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3292" style="margin-top: 26px; margin-bottom: 26px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border-width: 1px; border-color: black; border-style: solid;" title="heute show" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/12/heuteshow-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Ich musste heute herzlich lachen, als ich den &#8220;Bericht&#8221; aus der heute show &#252;ber den Bundesparteitag der Piratenpartei in Offenbach gesehen habe. Ehrlich gesagt: Wenn man nicht w&#252;sste, dass das alles Satire ist, m&#252;sste man das, was der Welke da so vom Stapel l&#228;sst, tats&#228;chlich ernst nehmen. Denn schon zu Beginn sagt er: <em>&#8220;Beschlossen haben sie: Bedingungsloses Grundeinkommen f&#252;r Jeden, Drogenfreigabe und kostenlosen Nahverkehr. <strong>Kurz gesagt: Sie haben sich das Programm der Linken runtergeladen.&#8221; </strong></em>Und genau das ist an diesem fragw&#252;rdigen Wochenende geschehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3291"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><object width="484" height="276" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sQx0JB1bWRM?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="484" height="276" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/sQx0JB1bWRM?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Sebastian Nerz, der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, wird zwar nicht m&#252;de darin zu sagen, dass die Partei keinen starken Ruck nach Links gemacht h&#228;tte, aber genau das ist geschehen. Er entschuldigt das damit, dass Debatten &#252;ber ein bedingungsloses Grundeinkommen schlie&#223;lich auch schon in der CDU gef&#252;hrt wurden. Ahja &#8211; damit ist das Thema nicht mehr klassisch Links? Ich staune. Denn der stramme Mann war selbst jahrelang Mitglied der CDU und sollte eigentlich &#8211; wie auch jeder andere, der keine Tomaten auf den Augen hat &#8211; erkannt haben, dass die Union unter Angela Merkel signifikant nach Links abger&#252;ckt ist und die traditionellen, eher konservativen Themenfelder mehr und mehr in den Hintergrund geraten sind, was auch der neuerliche Beschluss beim CDU-Bundesparteitag in Sachen Mindestlohn zeigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich denke, die Piratenpartei hat ein Problem nicht erkannt: Sie sch&#252;ren &#196;ngste, von rechten Gruppierungen unterlaufen zu werden, dabei wurden sie schon lange von links &#252;berholt, was in meinen Augen auch nicht besser ist. Der liberale Anspruch, den man bei den Piraten erhebt, ist jedenfalls kaum mehr erkennbar &#8211; und sozialliberal ist das leider auch schon nicht mehr. Sie k&#246;nnten umfirmieren. &#8220;Die Linke. 2.0&#8243; &#8211; das w&#228;re inzwischen eine passende Bezeichnung, die die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler nicht t&#228;uscht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>70 Millionen Euro f&#252;r die Verteidigung von Grundrechten</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 12:16:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie Welt Online heute berichtet, droht Deutschland eine saftige Geldbu&#223;e aus Br&#252;ssel. Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 2. M&#228;rz 2010 die sechsmonatige Speicherung von Telekommunikationsdaten (Telefon, E-Mail, Handy, Internet) f&#252;r nichtig erkl&#228;rt hat, steht die Bundesrepublik ohne rechtskonforme Regelung da. Zu Recht: Denn die Vorratsdatenspeicherung stellt &#8211; egal wie man sie gestaltet &#8211; einen tiefen Einschnitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-3226" style="margin: 2px 10px;" title="Datensammler sind Verbrecher" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/11/Datensammler_sind_Verbrecher-300x156.png" alt="" width="300" height="156" />Wie <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13698909/Deutschland-drohen-ueber-70-Millionen-Euro-Strafe.html">Welt Online</a> heute berichtet, droht Deutschland eine saftige Geldbu&#223;e aus Br&#252;ssel. Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 2. M&#228;rz 2010 die sechsmonatige Speicherung von Telekommunikationsdaten (Telefon, E-Mail, Handy, Internet) f&#252;r nichtig erkl&#228;rt hat, steht die Bundesrepublik ohne rechtskonforme Regelung da. Zu Recht: Denn die Vorratsdatenspeicherung stellt &#8211; egal wie man sie gestaltet &#8211; einen tiefen Einschnitt in die Grundrechte jedes einzelnen B&#252;rgers dar und ist ein entscheidender Schritt zum gl&#228;sernen B&#252;rger.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3224"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Weil die Vorratsdatenspeicherung allerdings auf einer EU-Richtlinie &#8211; sprich eine Direktive der EU &#8211; beruht, droht der Bundesrepublik Deutschland f&#252;r die Verteidigung ihrer eigenen Grundrechte eine saftige Strafe in H&#246;he von 70 Millionen Euro. Unionspolitiker sind nat&#252;rlich sehr aufgebracht. Diese Volksverr&#228;ter und Grundrechtsbeschneider, die sich in den Reihen der CDU und CSU als &#8220;Innenexperten&#8221; titulieren d&#252;rfen, haben in einem Brief an die Kanzlerin Angela Merkel (CDU), den Parteivorsitzenden der CSU Horst Seehofer sowie an den Vorsitzenden der FDP, Philipp R&#246;sler, noch einmal ihre Forderung bekr&#228;ftigt, die Vorratsdatenspeicherung m&#246;glichst rasch neu zu regeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings gibt es auch hier noch ordentlich Zank zwischen den Ministerien. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sind sich Gott sei Dank immer noch nicht einig dar&#252;ber, ob sie das Einfrieren von Daten nur noch in konkreten Verdachtsf&#228;llen zulassen wollen oder ob sie die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger ganz grunds&#228;tzlich f&#252;r mehrere Monate erfassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Anna Cecilia Malmstr&#246;m, die EU-Kommissarin f&#252;r Inneres, hatte bereits im Juni erste Mahnungen in Richtung Deutschland abgeschickt, bis Mitte August zu erkl&#228;ren, wie die von der EU diktierte Vorratsdatenspeicherung in deutsches Recht umgesetzt werden k&#246;nne. Am 15. August teilte die Bundesregierung mit, dass die Beratungen weiter andauerten &#8211; damit droht Deutschland jetzt ganz offensichtlich eine Strafe. Die ist in meinen Augen allerdings gut investiert: Wenn wir uns die Griechenlandrettung oder besser gesagt den Euro-Rettungsschirm mehrere hundert Milliarden Euro an schweren Garantien kosten lassen, so sollten 70 Millionen Euro Strafe f&#252;r die eigene Freiheit doch gut investiert sein. Ich hoffe, dass Leutheusser-Schnarrenberger auch weiterhin klare Kante gegen die Vorratsdatenspeicherung zeigt und nicht doch noch einknickt. Den &#220;berwachungsstaat haben wir mit der DDR &#252;berwunden &#8211; eine Neufassung brauchen wir also nicht und gegen diese b&#252;rgerfeindlichen &#220;berwachungspl&#228;ne gilt es auch weiterhin anzuk&#228;mpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was wir brauchen, ist nicht eine Beschneidung der Grundrechte aufgrund v&#246;llig &#252;bertriebener Terrorhysterie, sondern eine vern&#252;nftige, nach freiheitlichen und demokratischen Prinzipien agierende Politik, die nicht st&#228;ndig das Zepter gegen die eigene Bev&#246;lkerung erhebt. Die Feinde unserer Freiheit sind nicht wir, sondern die werten Volksvertreter im Bundestag &#8211; ganz gleich, welcher Fraktion. Mit dem Otto-Katalog begannen unter rot-gr&#252;n die ersten Beschneidungen, schwarz-rot haben sie auf die Spitze getrieben und selbst unter Mitwirkung der FDP rutschen B&#252;rgerrechte, f&#252;r die unsere Vorfahren k&#228;mpfen und sterben mussten, immer noch weiter in den Hintergrund.</p>
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		<title>Weber und Leonhardt &#252;ber Berlin-Wahl, Schmidt-Comeback und Casting auf der untersten Sohle</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 23:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weber und Leonhardt haben mich zu ihrem ersten Podcast &#252;ber Politik, Medien und Gesellschaft eingeladen. Top-Thema war nat&#252;rlich die Berlin-Wahl, die ein &#252;berraschendes Ergebnis der Piratenpartei hervorbrachte. Befragt wurde ich &#252;ber meine pers&#246;nliche Meinung zum Wahlergebnis, aber ebenso &#252;ber meinen politischen Werdegang in der Jungen Union und der Piratenpartei. Im Anschluss folgte noch eine Diskussion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3187" style="border: 1px solid black; margin: 2px 10px;" title="Weber und Leonhardt" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/09/Weber_und_Leonhardt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /><a  href="http://weberleo.podspot.de/">Weber und Leonhardt</a> haben mich zu ihrem ersten Podcast &#252;ber Politik, Medien und Gesellschaft eingeladen. Top-Thema war nat&#252;rlich die Berlin-Wahl, die ein &#252;berraschendes Ergebnis der Piratenpartei hervorbrachte. Befragt wurde ich &#252;ber meine pers&#246;nliche Meinung zum Wahlergebnis, aber ebenso &#252;ber meinen politischen Werdegang in der Jungen Union und der Piratenpartei. Im Anschluss folgte noch eine Diskussion &#252;ber Pro Deutschland und deren Wahlprogramm.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3186"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Weitere Themen u.a.:</strong></p>
<ul>
<li>Schmidt is back: Die ersten beiden Sendungen der neuen alten Harald Schmidt Show</li>
<li>Casting auf der untersten Sohle: Das Supertalent kehrt zur&#252;ck; Die Psychologie und Entwicklung von Castingformaten in Deutschland</li>
</ul>
<p><a  href="http://weberleo.podspot.de/files/Weber+und+Leonhardt+E01.mp3">Weber und Leonhardt #1</a></p>
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		<title>Wahre Demokraten m&#252;ssen auch Ansichten Rechts der Mitte tolerieren</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 18:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute war Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Aktuellen Hochrechnungen nach zu urteilen, hat es die NPD auch dieses Mal wieder ins Landesparlament geschafft. Was dagegen nicht anders zu erwarten war ist, dass die FDP mal wieder sang- und klanglos als Splitterpartei bei dieser Wahl untergegangen ist. Kann man sie &#252;berhaupt noch ernst nehmen? Was auch immer: Dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute war Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Aktuellen Hochrechnungen nach zu urteilen, hat es die NPD auch dieses Mal wieder ins Landesparlament geschafft. Was dagegen nicht anders zu erwarten war ist, dass die FDP mal wieder sang- und klanglos als Splitterpartei bei dieser Wahl untergegangen ist. Kann man sie &#252;berhaupt noch ernst nehmen? Was auch immer: Dieser Beitrag soll eigentlich auch kein FDP-Bashing werden und ja, ihr werdet &#252;berrascht sein: Es wird auch kein NPD-Bashing a la &#8220;buhuuuuuu die b&#246;sen Nazis sitzen wieder im Landtag&#8221;. Daher lest diese Zeilen aufmerksam und &#8211; vor allem &#8211; komplett, bevor ihr mich zerrei&#223;t.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3147"></span>Es soll aber auch kein &#8220;Unterst&#252;tzerbeitrag&#8221; werden. Alle, die wenig von der NPD halten &#8211; dazu geh&#246;re auch zweifelsohne ich -, sind sich sicherlich einig, dass man diese Spinner kaum ernst nehmen kann mit ihren programmatischen Zielen. Allerdings geh&#246;rt zu einer Demokratie mehr dazu als nur heuchlerisch zu tun, als sei man Demokrat. Demokratie h&#246;rt n&#228;mlich nicht an den &#8220;Gesinnungsgrenzen&#8221; auf. Es gibt in einer Demokratie nicht nur Links, noch weiter Links, die Liberalen und die Mitte. Auch die Ansichten &#8220;Rechts der Mitte&#8221; geh&#246;ren durchaus dazu &#8211; und in &#214;sterreich funktioniert das sogar, ohne dass nach jeder Parlamentswahl ein riesen Tanz darum gemacht wird. So h&#228;lt man die Rechten insgeheim n&#228;mlich im Zaun &#8211; indem man sie mit Gleichg&#252;ltigkeit abstraft und sie so durch fehlende &#246;ffentliche Aufmerksamkeit &#8220;nicht zu stark werden l&#228;sst&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Was in Deutschland dagegen passiert ist genau das Gegenteil. Mit jeder Demonstration oder Mahnwache gegen Rechts, sei sie noch so gutmenschlich gemeint, schenken wir den Nazis unsere Aufmerksamkeit. Mit jeder linksextremen Aktion, die naturgem&#228;&#223; beinahe <strong>IMMER</strong> ausartet, bekommt die NPD ihre Schlagzeilen und bleibt im Gespr&#228;ch. Mit jedem Bundes- oder Landesparteitag einer &#8211; nach dem Parteiengesetz demokratischen Partei -, den wir zu verhindern versuchen, werden wir als Demokraten undemokratischer. Denn solange kein Bundesgericht anders urteilt, bleibt die NPD eine demokratische Partei und ein Gegenspieler, den man zwar nicht zu ernst nehmen muss, aber dem man gleichzeitig auch nicht durch st&#228;ndige Erw&#228;hnung und &#8220;Mahnung&#8221; zu viel Aufmerksamkeit schenken sollte&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hohe Selbstmordrate bei Auslandseins&#228;tzen der Bundeswehr</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie das Verteidigungministerium auf eine Anfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Bartels berichtet, soll sich jeder f&#252;nfte gefallene Bundeswehrsoldat w&#228;hrend eines Auslandseinsatzes f&#252;r den Freitod entschieden haben. 19 Soldaten sollen so seit Beginn der Auslandseins&#228;tze der Bundeswehr vor 20 Jahren gestorben sein. Bei insgesamt 99 Toten, die es seitdem zu verzeichnen gab, entspricht das einer Selbstmordrate von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3135" style="border: 1px solid black; margin: 8px 10px;" title="Bundeswehr" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/09/logo-bundeswehr-150x100.png" alt="" width="150" height="100" />Wie das Verteidigungministerium auf eine Anfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten <a  href="http://www.hans-peter-bartels.de/">Hans-Peter Bartels</a> berichtet, soll sich jeder f&#252;nfte gefallene Bundeswehrsoldat w&#228;hrend eines Auslandseinsatzes f&#252;r den Freitod entschieden haben. 19 Soldaten sollen so seit Beginn der Auslandseins&#228;tze der Bundeswehr vor 20 Jahren gestorben sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3134"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Bei insgesamt 99 Toten, die es seitdem zu verzeichnen gab, entspricht das einer Selbstmordrate von 20 Prozent, wenn sich jeder f&#252;nfte Soldat f&#252;r den Suizid als letzten Ausweg entschieden hat. Die Gr&#252;nde dabei sind vielf&#228;ltig. Unter anderem ist der hohe psychische Druck w&#228;hrend eines Auslandseinsatzes anzuf&#252;hren und die teils widrigen und unklaren Bedingungen, unter denen deutsche Soldatinnen und Soldaten im Ausland operieren. Welchen Terrorismus gibt es eigentlich zu bek&#228;mpfen? Den wahren Terror verursachen unsere &#8220;Volksvertreter&#8221; im Bundestag, die sich st&#228;ndig neue Bedrohungen einfallen lassen, die es gar nicht gibt. Farbe egal, denn angefangen hat die ganze Terrorhysterie unter Rot-Gr&#252;n, fortgesetzt wurde sie dann von Schwarz-Rot und letztlich auch von Schwarz-Gelb.</p>
<p style="text-align: justify;">Derzeit befinden sich 7.100 Soldaten im Auslandseinsatz. Das gr&#246;&#223;te Kontingent stellt die Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan mit 5.100 Soldatinnen und Soldaten. Seit Beginn der Auslandseins&#228;tze vor 20 Jahren haben insgesamt 300.000 Soldaten im Ausland gedient. Nichtsdestotrotz muss hier die Frage gestellt werden, ob die Bundeswehr nicht langsam wieder ihren verfassungsm&#228;&#223;igen Aufgaben nachkommen sollte &#8211; n&#228;mlich der Verteidigung Deutschlands. Am Hindukusch gibt es genauso wenig f&#252;r Deutschland zu &#8220;verteidigen&#8221; wie im Kosovo oder anderen Kriegsschaupl&#228;tzen. Die Beteiligung an Angriffskriegen untersagt das Grundgesetz.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.tagesschau.de/ausland/soldaten172.html">tagesschau.de</a>)</p>
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		<title>Leben wir in einem Rechtsstaat?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 11:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute m&#246;chte ich die Gelegenheit nutzen, &#252;ber den Zustand unseres Rechtsstaates zu sprechen, im Zusammenhang mit einem Fall, der gestern &#8211; und auch heute noch &#8211; so ziemlich &#252;berall in der Presse Wellen geschlagen hat bzw. weiterhin schl&#228;gt [1] [2] [3]. Es geht hierbei um ein Urteil zugunsten des verurteilten Kinderm&#246;rders Magnus G&#228;fgen, der vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute m&#246;chte ich die Gelegenheit nutzen, &#252;ber den Zustand unseres Rechtsstaates zu sprechen, im Zusammenhang mit einem Fall, der gestern &#8211; und auch heute noch &#8211; so ziemlich &#252;berall in der Presse Wellen geschlagen hat bzw. weiterhin schl&#228;gt <a  href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&#038;key=standard_document_42230931">[1]</a> <a  href="http://www.n24.de/news/newsitem_7127360.html">[2]</a> <a  href="http://www.bild.de/news/inland/schmerzensgeld/kindermoeder-gaefgen-urteil-entsetzen-19218816.bild.html">[3]</a>. Es geht hierbei um ein Urteil zugunsten des verurteilten Kinderm&#246;rders Magnus G&#228;fgen, der vor dem Landgericht Frankfurt wegen der eingesetzten Verh&#246;rmethoden der hessischen Polizei geklagt hatte. Das Gericht befand, dass G&#228;fgens Menschenw&#252;rde verletzt worden sei und verurteilte das Land Hessen zu einer Entsch&#228;digung in H&#246;he von 3.000 Euro, weil ihm bei einem Verh&#246;r vom ehemaligen stellvertretenden Polizeipr&#228;sident von Frankfurt a. M., Wolfgang Daschner, sogar mit Folter gedroht wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3071"></span>Nun folgte aber nach dem Urteilsspruch wieder die mediale Hetzjagd. Vorab aber folgende Worte: Mir ist v&#246;llig bewusst, was f&#252;r eine schreckliche Tat Magnus G&#228;fgen begangen hat, ich m&#246;chte den Mord an einem Jungen auch &#252;berhaupt nicht runterspielen. Aber in Deutschland gelten Gesetze, zumindest sollte man das meinen. Und zu diesen Gesetzen geh&#246;ren auch die unver&#228;u&#223;erlichen Grundrechte eines jeden Menschen, der hier in diesem Land lebt &#8211; hierzu z&#228;hlt auch die Menschenw&#252;rde, die uns sogar grundgesetzlich garantiert ist. Ganz gleich, was ein Straft&#228;ter begangen hat, er verliert durch seine Tat nicht seine Grundrechte als Mensch in diesem Land.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist denke ich auch etwas, was den Medien v&#246;llig untergegangen ist. Gerade heute habe ich auf RTL (Punkt 12) gesehen, wie mit diesem Ereignis jetzt Stimmung unter &#8216;m Volk gemacht wird. Da wird das Landgericht Frankfurt &#8211; mit seinen Richtern &#8211; dargestellt, als ob sie einen Blankoscheck f&#252;r seine Tat ausgestellt h&#228;tten. Das ist nat&#252;rlich nicht so. Erinnern wir uns an die Einf&#252;hrung dieses Artikels zur&#252;ck: Bei diesem Urteil ging es ausschlie&#223;lich um die Verh&#246;rmethoden, die von der hessischen Landespolizei eingesetzt wurden, um an eine Information zu kommen &#8211; in diesem Fall den Verbleib des Bankiersohns Jakob von Metzler.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist mir in diesem Zusammenhang ehrlich gesagt unbegreiflich, wie sowohl von Seiten der Gesellschaft, aber auch von den Medien, jahrelang auf Gefangenenlager wie Guantanamo eingepr&#252;gelt wird, aber man auf der anderen Seite &#228;hnliche &#8220;Foltermethoden&#8221; f&#252;r die eigene Ermittlungsarbeit in diesem Land &#8211; je nach Straftat &#8211; f&#252;r gut befinden kann. Hier haben die Medien durch die Bank &#8211; ganz gleich ob &#246;fftentlich-rechtlich oder privat &#8211; mal wieder g&#228;nzlich versagt. Sie haben ihre Position genutzt &#8211; und machen das auch jetzt noch -, um Stimmung zu machen. Stimmung dazu, vom Weg des Rechtsstaat abzudriften und Folter oder die Androhung dieser als ein Kavaliersdelikt zu sehen. Dabei ist es kein Kavaliersdelikt, es steht sogar in den Menschenrechten der Vereinten Nationen etwas dazu drin:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger"><em><strong>Artikel 5</strong></em></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(<a  href="http://dejure.org/gesetze/MRK/3.html">Im gleichen Wortlaut</a> auch Bestandteil der Europ&#228;ischen Menschenrechtskonvention)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Deutschland als zumindest vordergr&#252;ndig demokratischer Staat bekennt sich auch in seinem Grundgesetz zu diesen Menschenrechten:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html"><strong><em>Artikel 1</em></strong></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(1) Die W&#252;rde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch&#252;tzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.</em><br />
<em>(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unver&#228;u&#223;erlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wie wir sehen, stehen das Menschenrecht und die Menschenw&#252;rde dicht aufeinander gefolgt in Artikel 1 unseres Grundgesetzes und damit als oberstes zu sch&#252;tzendes Recht eines jeden Menschen in diesem Land. Es steht also au&#223;er Frage, ob die Richter hier Recht oder Unrecht getan haben. Fakt ist, dass die Polizei als staatliches Organ Unrecht getan hat, um an die Informationen zu kommen, die sie ben&#246;tigte. F&#252;r solch ein Handeln gilt in meinen Augen null Toleranz, ganz gleich, welche Person von solchen Androhungen betroffen ist. Wenn hier das Feuer schon nicht bei der Entstehung erstickt wird, &#246;ffnen wir uns als Gesellschaft damit Haus und Tor, dass solche Verh&#246;rmethoden nicht nur bei mutma&#223;lichen Kinderm&#246;rdern Anwendung findet, sondern m&#246;glicherweise auch bei weit &#8220;weniger schlimmen&#8221; Straftaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sollten uns also nicht alle die Frage stellen, ob Magnus G&#228;fgen ein Recht auf das Geld hat, sondern ob wir weiterhin in einem demokratischen Rechtsstaat leben wollen, in dem bestimmte Regeln &#8211; auch bei den Verh&#246;ren &#8211; gelten. Zu diesen Regeln geh&#246;rt an erster Stelle: <strong>Keine Folter!</strong> Unabh&#228;ngig von der Straftat, die einem Beschuldigten zur Last gelegt wird! Um das zu erkennen, muss man kein Volljurist sein, hier gen&#252;gt schon eine ordentliche Portion gesunder Menschenverstand. Solange wir jedenfalls uns &#252;ber Foltercamps wie Guantanamo &amp; Co. entr&#252;stet zeigen, sollten wir &#228;hnliche Methoden auch in unserem Lande nicht dulden. Hierf&#252;r wurde gestern ein Urteil gesprochen und eben nicht, wie f&#228;lschlicherweise in den Medien dargestellt, f&#252;r diese schreckliche Tat, die G&#228;fgen seinem Opfer angetan hat. Hierf&#252;r wurde ein gesondertes Urteil gesprochen, schon vor langer Zeit, und daf&#252;r sitzt er seine ordentliche Strafe ab:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em><a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_G%C3%A4fgen">Magnus G&#228;fgen</a> (* 11. April 1975 in Frankfurt am Main) wurde im Jahr 2003 rechtskr&#228;ftig als Entf&#252;hrer und M&#246;rder des elfj&#228;hrigen Bankierssohns Jakob von Metzler verurteilt. Er verb&#252;&#223;t eine lebenslange Freiheitsstrafe.</em></p>
</blockquote>
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		<title>Wie Enthusiasmus in Entt&#228;uschung m&#252;ndete</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 17:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Jahr 2009, wo die Bundestagswahl anstand und die CDU traditionsgem&#228;&#223; mit Populismus Politik machte &#8211; wir erinnern uns alle denke ich sehr lebhaft an Zensursula -, trat eine politische Gruppe ins mediale Interesse, von der man zuvor in Deutschland zumindest offensichtlich noch nicht viel geh&#246;rt hat. Die Piratenpartei kam in die Schlagzeilen und damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2738" style="margin: 2px 10px;" title="Piratenpartei" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/01/piratenpartei-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" />Im Jahr 2009, wo die Bundestagswahl anstand und die CDU traditionsgem&#228;&#223; mit Populismus Politik machte &#8211; wir erinnern uns alle denke ich sehr lebhaft an <a  href="http://www.lars-haise.de/tag/zensursula">Zensursula</a> -, trat eine politische Gruppe ins mediale Interesse, von der man zuvor in Deutschland zumindest offensichtlich noch nicht viel geh&#246;rt hat. Die Piratenpartei kam in die Schlagzeilen und damit in mein politisches Visier. Zu dieser Zeit war ich noch Mitglied in der Jungen Union, aber frustriert durch das v&#246;llig falsche sicherheitspolitische Verst&#228;ndnis, der demokratiefeindlichen Einstellungen der Bundes-CDU. Internet war eben noch nie ein Thema, das die Konservativen bedienen konnten, ebenso wenig wie den Umgang mit &#8220;modernen Kulturg&#252;tern&#8221; wie Videospielen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3065"></span>Also beschloss ich im Mai 2009, dem konservativen Lager den R&#252;cken zu kehren und meine ganze Kraft in den Wahlkampf der Piratenpartei zu stecken. Ich wurde Mitglied, bin dies auch bis Juni 2011 geblieben. In dieser Zeit organisierte ich den Bundestagswahlkampf im Rems-Murr-Kreis mit, k&#252;mmerte mich teilweise auch um Infost&#228;nde und trat dar&#252;ber hinaus im Jahr 2011 als Landtagskandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis Waiblingen an. Bis Mai 2011 hatte ich auch das Amt des Schatzmeisters im Bezirksverband Stuttgart inne. Dies legte ich aus verschiedenen, pers&#246;nlichen Gr&#252;nden nieder, die ich jetzt hier auch nicht weiter ausf&#252;hren will.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber was veranlasste mich zum Austritt aus der Piratenpartei, die doch nach Au&#223;en hin f&#252;r Basisdemokratie und Freiheit steht? Nun. Das ist vielleicht auf dem ersten Blick so, aber innerparteilich, vor allem auf Vorstandsebene &#8211; meine ehemaligen Kollegen im Bezirksvorstand klammere ich hier bewusst aus, tolle Menschen <img src='http://www.lars-haise.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8211; herrscht ein Machtkampf ums Klein-Klein, organisatorisch und nat&#252;rlich auch um P&#246;stchen. Auch einer der Gr&#252;nde, die mich zum R&#252;cktritt von meinem Vorstandsamt bewegten. Ich mag es nicht, wenn einige wenige laut sind und dann meinen, die Weisheit mit dem L&#246;ffel gefressen zu haben oder der Nabel der Welt zu sein. Diese Leute sind es aber auch, die w&#228;hrend meiner Zeit im Vorstand gliederungs&#252;bergreifend die Arbeit erschwerten. Weil sie sich im Ton vergriffen, weil sie zum Streiten animierten. Mit dem neuen Bundesvorstand ist es zwar besser geworden, aber der letzte Bundesparteitag ist es eigentlich, der den letzten Sto&#223; zum Austritt bewirkt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Was wir dort beobachten konnten, war kein Kampf um Argumente. Es war ein Personenkampf. Nerz vs. Lauer. W&#228;re gar nicht so schlimm gewesen, wenn es dabei um wirkliche parteipolitischen Reformen gegangen w&#228;re, aber in meinen Augen haben sich hier zwei Streith&#228;hne um die Macht gezankt. Die Partei nimmt also etablierte Ausma&#223;e an, wie wir sie in anderen Parteien &#8211; CDU, FDP, SPD, Gr&#252;ne &#8211; hassen gelernt haben. Es ist nicht mehr die Partei, der ich 2009 beigetreten bin, sondern eine Partei, die sich gerade darin probt, so zu werden wie alle anderen. Und dazwischen ist das Klein-Klein, das die Partei l&#228;hmt, von der die Basis bis heute wenig mitbekommt, weil sie die entsprechenden Listen nicht sieht (ich schon noch, darum kann ich &#8216;s ja auch verifizieren). Auch das Vokabular in der Pressekommunikation hat sich stark ver&#228;ndert, so steht der &#8220;neue Chef&#8221; immer gut in Pose im Mittelpunkt des Geschehens. Dass sich dabei etwas wesentlich in der inhaltlichen Kommunikation nach au&#223;ern ver&#228;ndert h&#228;tte, habe ich bis jetzt nur selten gesehen. Dabei wollten wir doch alles anders machen, als die anderen. Doch wir werden nicht besser&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Das sind die Gr&#252;nde, die mich zum Austritt bewegten, neben der pers&#246;nlichen Entt&#228;uschung, die ich w&#228;hrend meiner Vorstandszeit gemacht habe. Vielleicht w&#228;re ich blind geblieben, wie ein Gro&#223;teil der Basis, h&#228;tte ich meine Personalie nicht f&#252;r diese Schatzmeister-T&#228;tigkeit zur Verf&#252;gung gestellt. Aber da ich dies tat, wei&#223; ich wie die Zahnr&#228;der laufen und wie die Machtk&#228;mpfe die Partei zum Teil stark verderben. So sehr, dass man eigentlich kaum noch die Kraft versp&#252;rt, eigenes Engagement einzubringen. Das ist mein Eindruck und die Flamme, die in mir nach meinem &#8220;Frontenwechsel&#8221; brannte, sie brennt einfach nicht mehr&#8230; Ausgebrannt! Und damit k&#228;men wir dazu, wie aus Enthusiasmus schlie&#223;lich Entt&#228;uschung wurde.</p>
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