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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Parteien</title>
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		<title>Milliardenentlastung f&#252;r eine vergleichsweise kleine Parteispende</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 13:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2009 hat sich die FDP gerne als Partei demonstriert, die daf&#252;r einsteht, Subventionen abzubauen. Doch kaum ist sie zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Regierung, zeigt sie der Bev&#246;lkerung ihr wahres Gesicht: F&#252;r die Hotel-Branche wurde im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP eine Milliardenentlastung vereinbart, die eine Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf den verminderten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent vorsieht. Diese auf den ersten Blick sehr spezielle &#8220;Subvention&#8221;, wenn man das &#252;berspitzt so nennen darf, war der FDP bei den Koalitionsverhandlungen ein sehr wichtiges Anliegen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1674"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Den Staat &#8211; und damit uns Steuerzahlern &#8211; <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5393988/Das-Hotelfruehstueck-wird-zur-Staatsaffaere.html" target="_blank">kostet dieses Steuergeschenk j&#228;hrlich eine Milliarde Euro</a>. Geld, das ohnehin nicht da ist. F&#252;hrende deutsche Wirtschaftswissenschaftler hatten sich gegen die Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent in der Hotel-Branche gewehrt und auch vor sch&#228;dlichen Effekten gewarnt, die dieses Geschenk nach sich zieht (siehe auch: <a  href="http://www.focus.de/finanzen/news/steuersenkungen-fuehrende-oekonomen-attackieren-bundesregierung_aid_455478.html">Focus Money</a>, <a  href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,662125,00.html">ManagerMagazin</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">Wie <a  href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,672303,00.html" target="_blank">ein Bericht von SPIEGEL online</a> verdeutlicht, wird nach und nach auch klar, wieso dieser gro&#223;z&#252;gige Nachlass gew&#228;hrt wurde: Im Zeitraum zwischen Oktober 2008 und 2009 erhielten die Liberalen ihre bis dato gro&#223;z&#252;gigste Parteispende von einem der reichsten M&#228;nnern in Deutschland. Die D&#252;sseldorfer Substantia AG, die zum Imperium von August Baron von Finck geh&#246;rt, hatte in diesem Zeitraum eine gro&#223;z&#252;gige Spende von insgesamt 1,1 Millionen Euro &#252;berwiesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Kritik auf diese Erkenntnisse kommen auch aus der eigenen Partei. Die fr&#252;here FDP-Staatsministerin Hildegard Hamm-Br&#252;cher sagte gegen&#252;ber dem SPIEGEL, dass die FDP reine Klientelpolitik betreibe: <em>&#8220;Sie k&#252;mmert sich um die Steuerfragen einer bestimmten Schicht, das ist alles.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Jedoch stinkt der ganze Kuchen vielmehr nach Korruption auf h&#246;chstem Niveau. Dass zwischen dem Abstimmungsverhalten der FDP-Bundestagsabgeordneten und der Parteispende kein Zusammenhang besteht, d&#252;rfte wohl kaum zu bestreiten sein. Die FDP hat mit dieser Spende ihre Mandate verkauft. Offensichtlicher k&#246;nnte Korruption nur dann sein, wenn zwischen Guido Westerwelle und der Familie Finck ein offizieller Vertrag vorliegen w&#252;rde, der dieses Vorgehen klar beschreibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Vogel schie&#223;t jedoch ein Sprecher der Liberalen ab, <a  href="http://www.tagesschau.de/inland/parteispende100.html">der gegen&#252;ber der Tagesschau doch tats&#228;chlich behauptet</a>, dass es zwischen den geplanten Steuergeschenken und der gro&#223;z&#252;gigen Spende an seine Partei keinen Zusammenhang g&#228;be. Und da fragt man sich wirklich, f&#252;r wie bl&#246;d uns die Politik eigentlich verkaufen will &#8230;</p>
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