Erlebnisse in oder mit der Bahn

Heute ist etwas passiert, worüber es sich wahrlich lohnt einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben (um damit auch meine “Diary”-Kategorie mal wieder ein wenig zu entstauben). Man macht ja beim Bahnfahren entweder mit dem Unternehmen selbst oder aber mit den mitfahrenden Fahrgästen reichlich Erfahrungen. Heute habe ich mich nichtsahnend nach dem Berufsschulunterricht in die S2 Richtung Schorndorf gesetzt, um nach Hause zu fahren – und Nein, nicht die Bahn sorgte für Aufregung, sondern ein Fahrgast!

Ich verkroch mich also, wie jedes Mal wenn ich Bahn fahre, hinter meiner Tageszeitung. Während ich so die Stuttgarter Zeitung laß, stiegen ab Bad Cannstatt natürlich immer mehr Leute ein – auch aufgrund des dort stattfindenden Frühlingsfestes auf dem Cannstatter Wasen. Zwei Haltestellen später, in Sommerrain, stieg noch eine Gruppe Schüler hinzu, die alle nicht älter als 13 Jahre alt waren. Sie aßen dieses Billig-Wassereis, was man aus diesen Plastiktüten herauslutschen muss. Zwei aus dieser Gruppe nahmen auf den beiden Sitzplätzen mir gegenüber Platz – direkt neben mir saß noch eine ältere Frau, die schlief und über ihren iPod Musik hörte.

Auch nachdem die Schüler hinzukamen, saß ich natürlich immer noch hinter meiner Zeitung. Ich schaute mir noch einen Artikel im Wirtschaftsteil durch, Griechenland bettelt bei EU und IWF um Staatshilfen. Dann, kurz vor Waiblingen etwa – also auf halber Strecke – ging ein Schrei durch die S-Bahn. Ich realisierte noch nicht was geschah, aber als meine Nebensitzerin aufsprang, musste ich dann doch mal hinter meiner Zeitung hervorschauen. Und was sehe ich? Einer dieser zwei Burschen hat sich von oben bis unten total vollgekotzt – und mir sprichwörtlich vor die Füße. Die Nebensitzerin zückte gerade noch eine Plastiktüte, die der Schüler auch noch voll machte. In Waiblingen stieg er aus, es stank und auf einmal waren sämtliche Sitzreihen um den Ort des Geschehens leer.

Das sind also die Gefahren, denen man sich aussetzt, wenn man Bahn fährt. Ich bekam glücklicherweise nicht so viel ab wie meine Nebensitzerin, die durch diese Aktion wahrlich aus ihrem Schlaf gerissen wurde. Stelle ich mir auch nicht gerade angenehm vor.

Habt ihr auch schon die Ehre gehabt, mit anderen Fahrgästen in der Bahn ein paar (un)angenehme Erfahrungen zu machen?

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