“18+ Titel machen auf der Wii keinen Sinn”

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Constantine Hantzopoulos ist Studio Director von Sega of America und sieht in der Nintendo Wii keine Zukunft für Spiele, die auf ein Publikum über 18 Jahren ausgerichtet sind. Der Publisher möchte aus diesem Grund künftig keine Titel mehr auf den Markt bringen, die ausschließlich für Erwachsene vorgesehen sind. “Ob wir weiterhin Erwachsenenspiele für die Nintendo Wii herausbringen werden? Vermutlich nicht. Ein Blick auf ‘Dead Space’ genügt. Obwohl Electronic Arts ordentlich die Werbetrommel rührte und viel Geld in das Marketing steckte, waren die Verkaufzahlen mäßig”, so Hantzopoulos.

Nachdem der amerikanische Spieleriese Electronic Arts bereits ähnliche Bedenken im November 2009 äußerte, folgt nun auch der japanische Publisher Sega mit ähnlichen Äußerungen über Erwachsenenspiele auf der Nintendo-Konsole. Dabei machte Sega noch vor wenigen Monaten mit Titeln wie “MadWorld” oder “House of the Dead: Overkill” von sich Reden. Bis dato kann man auch sagen, dass Sega zu den Vorreitern zählt, was Erwachsenenspiele für Nintendos Wii angeht.

Doch wo liegt nun der Grund für den gewagten Rückzieher? Hauptsächlich bezieht sich Constantine Hantzopoulos auf unbefriedigende Verkaufszahlen. Zwar haben Titel wie “The Conduit” und “House of the Dead: Overkill” Gewinne eingefahren, diese seien jedoch ob der hohen Qualität der Spiele weit hinter den Erwartungen des japanischen Unternehmens geblieben. Auch die Verkaufszahlen von EAs “Dead Space: Extraction”, was lediglich 9.000 Mal den Besitzer wechselte, floß beträchtlich in die Entscheidung mit ein.

Zahlreiche erwachsene Spieler, die Lust auf anspruchsvollere – teils auch brutalere – Spiele auf der Wii haben, werden mit diesem Schritt nun im Regen stehen gelassen. Dass Third-Partie-Hersteller auf der Nintendo-Konsole jedoch schwer Fuß fassen, fiel auch dem CEO von id Software, Todd Hollenshead, schon auf:

Die Kultspieleschmiede id Software (Wolfenstein, Doom, Quake) meint gar, dass es wenig Sinn macht, überhaupt Werke für die Wii zu veröffentlichen. “Betrachtet man die Daten, (sieht man), dass die Wii in erster Linie Nintendo ist – und dann folgen erst alle anderen”, sagt CEO Todd Hollenshead in einem Interview mit Gamespot.

(derStandard.at)

Ob die Wii von der hoch gelobten “Spielerevolution” nun zu einem reinen Sport- und Kindergerät verkommen wird, bleibt abzuwarten.

(via gulli:News)


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