Sony und Microsoft im Kampf gegen Nintendo

Nachdem Nintendo mit Wii ziemlich erfolgreich ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Konkurrenten Sony und Microsoft mit einer Bewegungssteuerung folgen würden. Auf der E3 2009 wurden mit Project Natal (Xbox 360) und PlayStation Move (PlayStation 3) die notwendigen Schritte unternommen, jetzt soll es dieses Jahr in beiden Lagern noch zur Durchführung auf dem Markt kommen. Ob dies gelingen wird?

Schauen wir uns dazu doch mal an, was Sony und Microsoft als Antwort auf die Wii-Remote haben. Zunächst Project Natal:

Project Natal sticht durch eine zubehörfreie Steuerung hervor, wenn man mal von der Kamera absieht, die vor dem Spieler positioniert werden soll. Ansonsten werden alle Bewegungen, die der Spieler mit seinen Füßen und Händen macht, in Bewegungen der Spielfiguren übersetzt. Durch die steuerungsfreie Führung der Spiele dürfte hier das meiste Potential für neue Konzepte stecken, die sich in dem Präsenationsvideo der E3 auch schon sehr deutlich ankündigen.

Als nächstes kommen wir zu Sony, die für die PlayStation 3 das sogenannte “PlayStation Move”-Konzept entwickelt haben. In meinen Augen handelt es sich hierbei um das System, das von beiden am wenigsten überzeugt. Denn hier ist – im Gegensatz zu Project Natal – keine steuerungsfreie Interaktion möglich. Ähnlich wie bei der Wii (und der Controller erinnert wirklich an die Wii-Remote) ist eine Art Fernbedienung mit Lichtkugel notwendig, um vor der heimischen EyeToy-Kamera zu interagieren. Die Bewegungen werden, wie auch bei der Wii und Project Natal, entsprechend auf die Interaktion der Spielfigur auf dem Bildschirm übersetzt:

PlayStation Move ist für mich schon alleine aus dem Grund nicht überzeugend genug, weil es wie ein verzweifelter Versuch aussieht, das erfolgreiche Steuerungskonzept der Wii einfach eins zu eins auf eine andere – technisch besser ausgestattete – Plattform zu portieren. Meine Prognose ist auch, dass Sony damit ordentlich gegen die Wand fahren wird. Generell bleibt es aber bei beiden Projekten offen, was tatsächlich überlebensfähig ist. Denn einen entscheidenden Nachteil haben beide: Die Plattformen, für die sie entwickelt wurden, kommen nicht serienmäßig mit dieser Steuerung daher – es handelt sich also in erster Linie um Peripherie. Peripherie hat den Nachteil, dass sie grundsätzlich nicht die Verbreitung finden wird wie beispielsweise die Steuerung der Wii – denn Wii wurde NUR für diese Art von Spiele konzipiert. Und nicht zuletzt wird der Erfolg beider Systeme auch davon abhängen, wie entwicklungsfreudig die Third-Partie-Entwickler a la Electronic Arts, Ubisoft & Co. sind.

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2 Responses to “Sony und Microsoft im Kampf gegen Nintendo”

  1. Ich selber habe bisher noch nie mit einer Wii spielen können. Kann daher auch nicht sagen, ob mir das gefällt oder nicht. Jedoch finde ich das Prinzip von Microsoft sehr interessant, da nun wirklich nichts mehr benötigt wird. Die Lösung von Sony jedoch erinnert wirklich sehr an den Wii Controller und die Leuchtkugel zieht das Ganze schon ein wenig ins lächerliche in meinen Augen.

  2. Wenn du noch nie mit einer Wii gespielt hast, solltest du dies aber schnell mal nachholen! Gibt nämlich teilweise echt innovative Spiele – bspw. die ganzen Wii Sports Ableger.