Warum “Majoras Mask” kein richtiges Zelda ist

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Wer mich gut kennt, weiß, dass ich ein wahnsinnig großer Fan der Zelda-Reihe bin. Ganz gleich, ob es sich dabei um alte 2D-Klassiker wie “The Legend of Zelda – A Link to the Past” (SNES) handelt oder um einen der neueren Abenteuer in 3D: Im Großen und Ganzen konnte mich Nintendo mit bisher (fast) jedem Titel zufrieden stellen. Allerdings tanzt ein Teil ganz besonders aus der Reihe: Majoras Mask. Die Kritiken über das Spiel mögen zwar vielversprechend klingen, aber mich hat der Titel irgendwie kalt gelassen. Denn Zelda spielt in Majoras Mask eigentlich keine besonders große Rolle.

Die Handlung von Majoras Mask setzt unmittelbar nach den Ereignissen von Ocarina of Time an. Link verlässt Hyrule, um einen – wie die Geschichte erzählt – guten und geliebten Freund zu suchen. Auf seiner Suche nach diesem Freund wird Link in einem Wald  von Horror Kid überfallen. Dieser erleichtert Link um seine Okarina der Zeit und reitet, mit Link im Schlepptau, mitsamt Epona durch den Wald. Was das Horror Kid so bösartig macht? Eine Maske, Majoras Maske genannt, die die Handlungen des Trägers negativ beeinflusst.

Die Verfolgugnsjagd nach dem Horror Kid führt Link in einen Uhrtum der Ortschaft Unruhstadt im Lande Termina. Bevor Link diesen Turm erreicht, wird er vom Horror Kid in ein Deku-Kind verwandelt, ein humanoides Pflanzenwesen. In dem Uhrturm von Unruhstadt lernt Link in seiner Deku-Gestalt einen reisenden Maskenhändler kennen, der sich als ursprünglicher Eigentümer von Majoras Maske herausstellt. Er bietet Link an, ihn im Tausch für seine gestohlene Maske in seine ursprüngliche menschliche Gestalt zu verhelfen. Der Maskenhändler gibt Link einen Zeitraster von gerade mal drei Tagen (72 Stunden) vor.

Der erste Schritt nach Unruhstadt lässt schon schlimmes erahnen. Horror Kid hat den Mond auf direkten Kollisionskurs mit der Stadt gebracht. Schnell wird Link klar, dass die vorgegebene Zeit des Maskenhändlers mit dem Zeitpunkt des Aufpralls übereinstimmt. In der letzten Nacht, bevor der Mond auf das Land Termina niederfällt, gelingt es Deku-Link das Horror Kid direkt zu konfrontieren und seine wertvolle Okarina der Zeit zurückzugewinnen. Im Anschluss folgt die einzige Sequenz, in der Prinzessin Zelda vorkommt:

Eine Erinnerung von der Verabschiedung Links nach seinem Abenteuer in Hyrule spielt sich ab. Zelda überlässt Link die wertvolle Okarina der  Zeit mit den Worten, dass sich Link an die Hymne der Zeit zurückerinnern soll, wenn er in Schwierigkeiten gerät.

Mit eben jener Hymne der Zeit versetzt sich Link in Form eines Dekus wieder an Tag eins der Geschehnisse zurück. Er sucht den Maskenhändler auf, welcher ihn in seine ursprüngliche Gestalt zurückverwandelt. Schnell muss der Händler jedoch feststellen, dass Link ohne seine begehrte Maske zurückgekehrt ist. Das eigentliche Abenteuer beginnt. Ziel ist es, die Landschaften um Unruhstadt zu erkunden und vier groß angelegte Tempel aufzusuchen, in denen jeweils ein Wächter besiegelt werden muss, um einen der vier großen Giganten zu erwecken. Diese vier Giganten werden am Ende des Spiels den Aufprall des Mondes auf die Erde verhindern, während sich Link in den finalen Kampf mit Horror Kid begibt, um diesem Majoras Maske zu entnehmen.

Soweit zur Story. Diese klingt, auf den ersten Blick zumindest, sehr schlüssig. Altbewährte Elemente, wie die Okarina und eine Fee, die sich Taya nennt, finden ebenso Verwendung wie das treue Gestüt Epona. Kombiniert wird die düstere Story mit neuen Elementen, wie verschiedene Masken, die Link in andere Gestalten verwandeln können, wie beispielsweise in ein Deku-Kind oder einen Zora. Klingt doch schon mal sehr vielversprechend. Hat aber insofern nicht mehr viel mit Zelda zutun, als das das Spiel an die Vorgeschichte von Ocarina of Time anknüpft und eine kleine Zwischensequenz die Prinzessin zeigt. In der Gesamtheit betrachtet ist es eher ein “Adventure of Link” als ein “The Legend of Zelda” und das macht es für mich wirklich schwer, das Spiel als “richtiges” Zelda anzuerkennen. Und vielleicht ist das auch schon der größte Teil an Kritik, die man diesem Spiel entgegen setzen kann. Es ist einfach eine Folge der Spielserie, die im Gesamtbild ziemlich aus der Reihe zu tanzen scheint.

Aber was hätte man nach dem Sieg über Ganondorf in Ocarina of Time auch schon besseres als Nachgeschichte erzählen können? Für mich bleibt es nach wie vor schwer, Majoras Mask entsprechend zu würdigen. Es ist einfach ein anderes Spiel mit Elementen aus Zelda, aber es ist definitiv kein richtiges Zelda mehr.

 


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3 Kommentare zu “Warum “Majoras Mask” kein richtiges Zelda ist”

  1. Petra schreibt:

    Danke für diese wahren Worte. Ich habe Zelda – Ocarina of time, geliebt. Nein, tu es heute noch und wann immer ich Lust habe, kram ich die N64 raus und spiele es. Auch wir haben uns damals Majoras Mask geholt. Aber ehrlich gesagt, wirklich gefallen hat es mir nicht. Teilweise finde es ziemlich schwierig alle Aufgaben zu lösen. Unter anderem auch, weil man erstmal rausfinden muß, was an welchem Tag um welche Uhrzeit erledigt werden muß. Damit tu ich mich immer noch schwer und habe Majoras Mask schnell in die Ecke gelegt. Meine beiden Kinder hatten übrigens ebenfalls keinen Spaß dran, so das wir das bis heute nicht durchgespielt haben.

    LG Petra

  2. Ich xD schreibt:

    Hi

    ich würde dieses Spiel auch mal gerne spielen
    aber es ging halt nich
    nach dem anschalten stand irgendwas da das ich eine update Card (glaub ich mal)
    nicht hab und es nicht spielen kann
    hoffe du weist woran es liegt

    MFG Robin

  3. Schwoab schreibt:

    Dir fehlt nur das sog. Expansion Pak. Das braucht man, um den Grafik- bzw. Arbeitsspeicher zu erweitern, sonst lässt sich Majoras Mask auf dem N64 nicht starten.

    Schau mal bei eBay nach:
    http://shop.ebay.de/?_from=R40&_trksid=p3907.m570.l1313&_nkw=expansion+pak+n64&_sacat=See-All-Categories

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