Griechen stoppen Google Street View
Allem Anschein nach stößt Google mit seinem Dienst Street View auf internationaler Ebene auf immer mehr Widerstand. Jetzt schlagen auch Datenschützer in Griechenland Alarm. Auch Deutschland hatte in der Vergangenheit seine Bedenken in Bezug auf die Kamerafahrzeuge, die Straßenzüge abfilmen. Mittlerweile rollen die Google Autos in Griechenland zumindest vorerst nicht mehr. Die griechische Datenschutzbehörde DPA informierte laut eigenen Angaben Google darüber, dass man dem amerikanischen Suchmaschinen-Riesen vorerst nicht weiter gestatte, Straßenzüge in Griechenland abzufilmen, anzufertigen oder zu veröffentlichen.
Bevor man Google weiterhin gestatte, griechische Straßen zu fotografieren, wolle man erst sicherstellen, was mit den Aufnahmen passiert. Besonderes Interesse zeigt die DPA hierbei beim Schutz der Privatsphäre und der Dauer der Speicherung.
Google erfüllt Datenschutzanforderungen nicht
Die Forderungen der Datenschützer belaufen sich im Wesentlichen darauf, dass zumindest Personen und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden müssen. Betroffene Personen sollen darüber hinaus auch Einspruch gegen die veröffentlichten Bilder erheben können. Neben Google ist außerdem der Internetdienstleister Kapou betroffen, der bereit Anfang 2009 erste Straßenansichten von Griechenland im Internet eingestellt hatte. Der Dienst ist über das Internet zur Zeit nicht mehr zu erreichen.
Google ist auch in Deutschland unterwegs
Auch in Deutschland sind die Kamerafahrzeuge von Google zu sehen. Anders als in Griechenland hatte sich der Suchmaschinen-Riese in Deutschland bereits vor dem Vorhaben mit Datenschützern getroffen, um sich mit diesen abzustimmen. Bei Widerspruch gegen ein von Google aufgenommenes Bild sollen in Deutschland bereits vor Veröffentlichung Personen und KFZ-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden.
Dies reicht den Datenschützern aber noch lange nicht. Datenschützer in Deutschland rufen die Menschen dazu auf, bei den geplanten Aufnahmen von Straßenzügen in Lübeck und Kiel in den Monaten Mai und Juni ihre Rechte einzufordern: “Bewohner und Eigentümer von aufgezeichneten Wohnungen und Grundstücken oder sonst wie Betroffene sollten, wenn sie dies wünschen, ihr Datenschutzrecht direkt gegenüber Google einfordern und ihren Widerspruch erklären”, so ein Sprecher des Landes Schleswig-Holstein.
Beim Schutz der Privatsphäre war Griechenland im Jahr 2007 im internationalen Vergleich übrigens Spitzenreiter, wie eine Studie der Organisation Privacy International ergab.
Quelle: heise.de
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14. Mai 2009 










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