Finger weg von No-Kids.org

Eine Hamburger Werbeagentur hat eine auf den ersten Blick clevere Idee im Kampf gegen Kinderpornographie gehabt. No-Kids.org schimpft sich das Projekt, das über einen integrierten Tauschbörsen-Client verfügt, über den wiederum gefälschte Kinderporno-Dateien und Prüfsummen verschickt werden:

No-Kids.org beinhaltet einen integrierten Tauschbörsen-Client (ein Programm, das jeder Tauschbörsennutzer benötigt, um am Dateienaustausch teilzunehmen). Jedes Mal, wenn ein User No-Kids.org aufruft, verbindet sich die Website mit der Tauschbörse. … Jeder Computer, auf dem No-Kids.org gestartet wurde, dockt sich automatisch an eines dieser Netzwerke an. Und täuscht dann vor, exakt die Datei zu haben, nach der Kinderporno-Konsumenten suchen.

Man könnte wirklich meinen, dass es sich hierbei um eine gute Idee handelt, um im Kampf gegen Kinderpornographie an diejenigen zu kommen, die diese Inhalte konsumieren. Aber Achtung: Warum man die Finger davon lassen sollte, beschreibt Udo Vetter in einem seiner Blogbeiträge: “Ins offene Messer”.

Daher ist erstmal Vorsicht geboten, zumal man die Ermittlungsarbeiten und entsprechende Maßnahmen hierfür den Ermittlungsbehörden überlassen sollte.

Diese Beiträge könnten dich interessieren:

» Bundeskriminalamt will weiterhin Stopp-Schilder im Internet aufstellen
» Das Stopp-Schild wird kommen (vorerst)
» Bundesrat winkt Zensursula-Gesetz durch
» Wie sich Lobbyisten nicht nur den kleinen Finger, sondern gleich die ganze Hand nehmen
» Verbreiten die Kasachen Kinderpornografie?

Tags

, , , , , ,

Twitter Digg Delicious Stumbleupon Technorati Facebook Email

No comments yet... Be the first to leave a reply!