Nachdem gestern ein Schreiben von Jörg Tauss (Piratenpartei) veröffentlicht wurde, der sich in jenem über die Indien-Lügen von Ursula von der Leyen [2] beim indischen Botschafter entschuldigt hat, zieht nun allmählich auch das Familienministerium – und damit auch Ursula von der Leyen (CDU) – nach. Laut älteren Aussagen unserer Bundeszensurministerin sei Indien ein Land, das keine Ächtung gegenüber Kinderpornographie kenne. Nicht zuletzt durch eine Stellungnahme des indischen Botschafters Ashutosh Agrawal wurde hier Licht ins Dunkel gebracht.
Heise.de zum Rückzieher von Zensursula:
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat im Streit über die Darstellung Indiens als Kinderporno-Land einen Rückzieher gemacht. Zuvor hatte die Indische Botschaft die wiederholte Einreihung Indiens in eine Reihe von Staaten, die Kinderpornographie nicht ächten, entschieden zurückgewiesen. “Erste Überprüfungen haben ergeben, dass der Hinweis korrekt ist”, ließ die CDU-Politikerin durch einen Sprecher gegenüber heise online nun ausrichten. Die Aussagen zu Indien seien einer Übersicht des International Center for Missing and Exploited Children (ICMEC) von 2006 entnommen worden. Es sei “sehr bedauerlich”, dass die “jüngste Entwicklung in Indien” in der Quelle noch nicht erfasst gewesen sei.
Ist ja auch selten blöd, wenn man im Jahr 2009 nicht mal auf die Idee kommt, aktuellere Studien als Quelle heranzuziehen als eine, die bereits vor drei Jahren erstellt wurde. Vielleicht hätte in einer aktuellen Studie auch nicht das drin gestanden, was unsere Zensurministerin lesen wollte.
Zwischenzeitlich tauchte auch, so heise.de, eine Studie des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes Kanton Zürichs auf, welche auch die vom Bundesfamilienministerium und vom Bundeskriminalamt aufrecht erhaltene Theorie untergräbt, wonach durch die Betrachtung einschlägiger Kinderporno-Bilder potenzielle Kinderschänder angefixt werden:
Laut einer aktuellen Studie des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Kanton Zürichs vergehen sich Männer, die sich Kinderpornographie anschauen, nur äußerst selten allein aus diesem Grund tatsächlich an Kindern. Ursachen für das Betrachten entsprechenden Materials seien vielmehr “Langeweile” oder der “Reiz des Verbotenen”, erläuterte Untersuchungsleiter Frank Urbaniok laut Agenturmeldungen.
Wo wir gerade über die Lügen unserer Bundeszensurministerin sprechen, würde ich euch gerne bei dieser Gelegenheit folgenden Mitschnitt der Sendung “ZAPP” empfehlen. Dort hat man sich mit dem Werdegang unserer CDU-Politikerin befasst, die sich in der Vergangenheit öfter unter anderem durch Lügen ins Rampenlicht gerückt hat:
Eine interessante und lesenswerte Kommentierung des Videos findet ihr unter anderem auf dem Weblog von Thomas Knüwer.
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15.07.2009 um 21:16
[...] wird immer mehr zur “Lügen-Uschi” Impactsuspect: Undiplomatische Verwicklungen lars heise: Zensursula zieht Indien-Lüge zurück WildBunch – Computerblog: Zensursula… coyote knows best: Zensursula Zeit online Kommentare: [...]
19.07.2009 um 10:52
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