Traurige Realität: In Bamberg gibts die meisten Alkohol-Leichen

Bayern – und damit auch die Franken – sind in Deutschland nicht unbedingt bekannt dafür, dass sie besonders wenig Alkohol konsumieren. Eher etwas mehr. Aber was keiner gedacht hätte: Im Jahr 2007 und 2008 wurden in bambergischen Kliniken mehr alkoholisierte Menschen behandelt als in anderen Kliniken in Deutschland. Ein trauriger Rekord also. Aus dem Ranking der Studie, die im Auftrag der Deutsche Presseagentur (dpa) erstellt wurde, geht außerdem hervor, dass sich auf den ersten 15 Plätzen acht weitere bayerische Städte befinden.

  1. Kreisfreie Stadt Bamberg (Oberfranken)
  2. Kreisfreie Stadt Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern)
  3. Kreisfreie Stadt Hof (Oberfranken)
  4. Kreisfreie Stadt Zweibrücken (Rheinland-Pfalz)
  5. Kreisfreie Stadt Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
  6. Kreisfreie Stadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)
  7. Kreisfreie Stadt Kaufbeuren (Schwaben)
  8. Kreisfreie Stadt Speyer (Rheinland-Pfalz)
  9. Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken)
  10. Kreisfreie Stadt Weimar (Thüringen)
  11. Kreisfreie Stadt Passau (Niederbayern)
  12. Kreisfreie Stadt Nürnberg (Mittelfranken)
  13. Kreisfreie Stadt Schweinfurt (Unterfranken)
  14. Kreisfreie Stadt Memmingen (Schwaben)
  15. Kreisfreie Stadt Landshut (Niederbayern)

Insgesamt rangiert Bayern im Deutschland-Vergleich auf Platz vier, Baden-Württemberg sticht dagegen nicht so sehr hervor mit einem achten Platz. In Bamberg, dem traurigen Anführer im Stadtvergleich, wurden von rund 6.300 jungen Einwohnern der Stadt 115 Kinder im Beobachtungszeitraum der Studie zwischen 2007 und 2008 volltrunken in einem Krankenhaus behandelt. Im Jahresdurchschnitt sind das neun von 1.000 Heranwachsenden.

Bei der Frage, wie man diesem Problem Herr werden kann, kann ich selbst immer nur mit der Antwort begegnen, dass man Krankenhausaufenthalte, die aufgrund erhöhten Alkoholkonsums erfolgen, auf Selbstkosten setzen sollte. Es darf nicht Aufgabe der Allgemeinheit – und damit jedem Mitglieds einer gesetzlichen Krankenkasse – sein, für das übertriebene Vergnügen anderer in Zahlung zu treten. Hat man auf der einen Seite die hohen Krankenhauskosten im Hinterkopf, überlegt man sich auf der anderen Seite vielleicht, ob man nach dem nächsten Glas schon aufhört oder die höhere Zeche – die Krankenhauskosten – für das eigene Vergnügen in Kauf nimmt.

An dieser Stelle sei nochmal an eine aktuelle Werbekampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erinnert, die das ganze Thema schön auf den Punkt bringt.

(via br-online.de)

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