Kriegsverbrecher gehören bestraft!

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Neben den eigentlichen Verbrechern, die den 11. September inszeniert haben, um damit ein neues Feindbild zu schaffen, gehören auch diejenigen Akteure verurteilt, die vor Ort in Afghanistan neue Verbrechen verüben. So zum Beispiel bei dem unverhältnismäßigen Luftangriff auf zwei Tanklastwagen in der Region Kunduz (Afghanistan). Der Befehl für den Luftangriff, bei dem vermutlich über 100 unschuldige Zivilisten ums Leben kamen, wurde vom deutschen Oberst Georg Klein ausgesprochen. Wie der SPIEGEL berichtet, habe der deutsche Kommandeur sich laut einem NATO-Untersuchungsbericht nicht an gängigen Standards in der Operationsführung gehalten. Klein habe die Luftunterstützung unter anderem unter dem Vorwand angefordert, dass seine ISAF-Truppen Feindberührung gehabt haben – jedoch befanden sich zu diesem Zeitpunkt, als die Luftunterstützung angefordert wurde, keine deutschen Truppen in der Nähe der beiden betroffenen Tanklastwagen, die zwischenzeitlich nach der Kaperung durch Taliban an die Zivilbevölkerung übergeben wurden.

Auch die Bundesregierung hat bis zuletzt versucht, eine “scharfe Beurteilung” dieses Zwischenfalls durch die NATO unter den Teppich zu kehren:

SPIEGEL-Informationen zufolge hatte die Bundesregierung die Nato bis zuletzt dazu gedrängt, sich in dem Untersuchungsbericht über die Bombardierung von zwei Tanklastzügen in Afghanistan mit einer Beurteilung zurückzuhalten. Am 15. Oktober gaben Vertreter der Bundesregierung dem Nato- Oberkommandierenden in Europa, Admiral James G. Stavridis, bei seinem Besuch in Berlin zu verstehen, dass eine deutliche Verurteilung des deutschen Oberst Georg Klein durch die Nato in Deutschland zu juristischen Problemen führen könnte.

Es ist ein Unding, wie in diesem Lande versucht wird, Kriegsverbrecher zu decken und diesen auch noch Schutz zu gewähren! Wenn bei dieser Mission etwas schief gelaufen ist, sollte Oberst Klein sich selbstverständlich diesen Verbrechen stellen und eine entsprechende Verurteilung erfahren. Selbst ein Mörder darf nicht so einfach frei kommen – wieso bleibt die Gesellschaft bei einem Kriegsverbrechen so bedrohlich stumm? Vielleicht, weil 90 Prozent immer noch mit dem Irrglauben leben, deutsche Soldaten würden in Afghanistan nur einen “robusten Stabilisierungseinsatz” erleben? Am Hindukusch herrscht ein blutiger Angriffskrieg!


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9 Kommentare zu “Kriegsverbrecher gehören bestraft!”

  1. Landpirat schreibt:

    Mir gefällt die Art nicht, wie Du hier von Vermutungen im Konjunktiv zu der Verurteilung “Kriegsverbrecher” und “Mörder” kommst und diese mit “etwas schief gelaufen” gleichsetzt.

    Zudem solltest gerade Du als Pirat spätestens in den letzten Monaten bemerkt haben, dass man keiner Quelle unreflektiert glauben darf. In diesem Fall weder den Erklärungen der Nato, noch der Bundesregierung und erst recht nicht denen des Spiegels.

  2. Schwoab schreibt:

    Was war es dann, wenn kein Kriegsverbrechen? Jeder Arbeitnehmer muss für sein Handeln geradestehen. Warum soll ein Oberst, der ganz offensichtlich einen Befehl unter falschem Vorwand gab, von einer Verhandlung vor Gericht verschohnt bleiben?

    Das würde man bei keinem Mörder und bei keinem Kapitaldelikt dulden, dass dem nicht nachgegangen wird!

    Wer Verbrechen begeht, soll dafür gerade stehen… unabhängig von seiner Stellung ;)

  3. Landpirat schreibt:

    @Schwoab:

    Wo habe ich geschrieben, dass der Sache nicht nachgegangen werden soll? Lies meinen Beitrag bitte nochmal. Ich habe vor allem die leichtgläubige Verwendung fragwürdiger Quellen zur Bildung einer so absoluten Aussage kritisiert.

    Wir können jetzt natürlich auf verschiedene Definitionen von “Verbrechen” herumreiten, aber unabhängig davon halte ich die undifferenzierte Bezeichnung “Kriegsverbrecher” angesichts der sonst üblichen medialen Verwendung dieses Wortes für einen Fehlgriff oder gar für einen unredlichen Versuch, die Gewichtung der Verhältnisse zu verschieben. Darüber kann man vielleicht streiten, auf jeden Fall stellt sie jedoch eine unzulässige Vorverurteilung dar.

    Zudem lässt Lars in seinem Beitrag unter den Tisch fallen, dass der Nato-Bericht, der übrigens geheim ist – wir reden hier nur über die “Interpretationen” verschiedener “Kenner”, auch Aussagen enthalten soll, welche die Entscheidung des Oberst Klein zumindest nachvollziehbarer erscheinen lassen.

  4. Schwoab schreibt:

    Ich denke mal, dass man in diesem Beitrag von keiner unzulässigen Vorverurteilung ausgehen kann, da alles in einer gewissen Fragestellung hinterlegt ist. Es wird ja lediglich nochmal zusammengefasst, was bei diesem unverhältnismäßigen Angriff auf die beiden LKWs passierte.

    Und mit einer Unverhältnismäßigkeit geht unter Umständen auch eine Kriminalität einher. Und genau diese kriminelle Energie, die hinter diesem Schießbefehl geherrscht haben könnte, sollte untersucht und nicht – wie von der Bundesregierung gewünscht – unter den Teppich gekehrt werden. Mit dieser Untersuchung sollte auch eine Verhandlung vor einem Kriegsgericht folgen, das dann ein Urteil oder einen Freispruch fällt…

    Protektionsmus gegenüber möglichen Straftätern ist meiner Ansicht nach jedoch der falsche Weg. Dieser Angriff hat unter der Zivilbevölkerung in Afghanistan genug Hass geschürt. Jetzt sollte auch eine reibungslose Aufklärung stattfinden, bei der mögliche Entscheidungsträger – wie Oberst Klein nun mal einer ist – dingfest gemacht werden.

  5. Landpirat schreibt:

    @Schwoab:

    Der Aussage Deines zweiten und dritten Absatzes stimme ich zu. Was den ersten Absatz angeht, scheinst Du einen anderen Artikel gelesen zu haben als ich ;-)

  6. Schwoab schreibt:

    Kann ja nicht sein, dass ich etwas anderes lese als das, was ich selbst geschrieben habe ^^

  7. Landpirat schreibt:

    Mir war nicht bewusst, dass Du der Verfasser bist. Aber wie ich das meine, kommt dennoch rüber, oder? Dein Beitrag, also der eigentliche Artikel, kommt bei mir offenbar anders an, als Du ihn gemeint hast.

  8. Fässla schreibt:

    @Landpirat:
    Deine Kritik ist natürlich grundsätzlich nachvollziehbar, sicherlich lässt sich über einzelne Begriffe immer streiten. Aber in diesem Fall sehe ich das eher als eine etwas überspitzte Formulierung, die auf einem privaten Blog im Zuge der Meinungsäußerung durchaus legitim sein sollte.

    Viel mehr frage ich mich aber, anhand welchen Maßstabes du die Seriosität von Quellen beurteilst. Gut, im Artikel oben ist SpiegelOnline verlinkt, wenn du dich darauf bezogen hast, dann stimme ich dir sogar zu. ;)

  9. Landpirat schreibt:

    @Fässla:

    Für mich ist jede Quelle “fragwürdig”, was nicht mit “unseriös” gleichzusetzen ist.

    Die Bundesregierung hat ihre Interessen, die Nato hat andere, die Amerikaner ebenso…und alles was sie zu dem Fall sagen, ist meiner Ansicht nach durch diese gesteuert. Der Oberst Klein ist bei diesem “Spiel” der Ball, der einfach ausgetauscht wird, wenn er aus dem Spielfeld fliegt oder im Wasserloch landet. Er ist den Akteuren völlig egal, Hauptsache die Interessen werden gewahrt. Deshalb fällt es mir schwer, aus deren Berichten irgendetwas für meine Meinungsbildung zu übernehmen – auch oder gar erst recht, wenn es zu meiner persönlichen Ausrichtung passt.

    Was SPON und die Medien an sich angeht, habe ich spätestens während des Wahlkampfs den Glauben an “Qualitäts-Journalismus” fast völlig verloren. Angekratzt war er schon vorher.

    Mein Maßstab ist also sehr streng, die Stufe “unfragwürdig” gibt es darauf nicht. Das macht die Meinungsbildung nicht einfach und gestaltet sie sehr dynamisch ;)

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