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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Amoklauf</title>
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		<title>Wie die deutsche Politik das Leid der Norweger ausnutzt</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 15:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[CDU und CSU haben in meinen Augen eigentlich ihre Daseinsberechtigung schon seit langer Zeit verspielt. Sie sind demokratiefeindlich und lediglich daran interessiert, den B&#252;rgern in diesem Land nach und nach die Freiheit zu rauben. Freilich kann man sich hier auch nicht sch&#252;tzend vor die SPD oder die Gr&#252;nen stellen &#8211; denn die waren es, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">CDU und CSU haben in meinen Augen eigentlich ihre Daseinsberechtigung schon seit langer Zeit verspielt. Sie sind demokratiefeindlich und lediglich daran interessiert, den B&#252;rgern in diesem Land nach und nach die Freiheit zu rauben. Freilich kann man sich hier auch nicht sch&#252;tzend vor die SPD oder die Gr&#252;nen stellen &#8211; denn die waren es, die mit diesem Terrorhype unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&#246;der (SPD) und Innenminister Otto Schily (SPD) begonnen haben. Was folgte, waren die Anti-Terrorgesetze, die als &#8220;Reaktion&#8221; auf die inszenierten Anschl&#228;ge am 11. September 2001 folgten &#8211; auch bekannt unter dem Namen &#8220;Otto-Katalog&#8221; (abgeleitet vom damaligen Innenminister).</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3045"></span>So viel zur allgemeinen Vorgeschichte. Aber was hat das mit Norwegen zu tun? Nun: Hans-Peter Uhl (CSU), der ebenfalls irgendwann mal promovierte und sich in der CSU als sicherheitspolitischer Sprecher verantwortlich zeigt, hat im Anschluss an den schlimmen Amoklauf in Norwegen die in der Bev&#246;lkerung verachtete Vorratsdatenspeicherung neu ins Gespr&#228;ch gebracht. <em>&#8220;Im Vorfeld muss die &#220;berwachung von Internetverkehr und Telefongespr&#228;chen m&#246;glich sein. Nur wenn die Ermittler die Kommunikation bei der Planung von Anschl&#228;gen verfolgen k&#246;nnen, k&#246;nnen sie solche Taten vereiteln und Menschen sch&#252;tzen&#8221;,</em> sagte der Freiheitsberauber gegen&#252;ber der Passauer Neuen Presse. Fakt ist aber auch &#8211; und das hat Herr Uhl sicherlich nicht hinreichend recherchiert oder recherchieren lassen -, dass Norwegen im Vorfeld zu diesem Amoklauf bereits &#252;ber die Vorratsdatenspeicherung verf&#252;gte. Die Beh&#246;rden dort haben also schon recht umfassend Daten gesammelt &#8211; aber wie man sieht, hat diese Datensammelwut dieses Blutbad nicht verhindern k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: justify;">R&#252;ckendeckung erhielt Hans-Peter Uhl auch vom scheinbar selbst ernannten Terrorismusexperten Rolf Tophoven. Tophoven ist Leiter des Instituts f&#252;r Krisenpr&#228;vention in Essen und sagte doch tats&#228;chlich: <em>&#8220;Hier geht es nicht um einen Orwell&#8217;schen &#220;berwachungsstaat, sondern um notwendige Instrumente f&#252;r die Ermittler zur Verbrechensbek&#228;mpfung.&#8221;</em> Mit solchen Argumenten versucht man nat&#252;rlich auf raffinierte Weise, Kritiker mundtot zu machen. Wer w&#252;rde es denn schlie&#223;lich wagen, ein kritisches Wort gegen&#252;ber unseren Ermittlern zu erheben?</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Bruder hat auf Facebook zu diesem ganzen Wirken unserer werten Volksverhetzer &#8211; &#228;h&#8230; Volksvertreter &#8211; sehr passende Worte gefunden, wie ich finde:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Haben Politiker eigentlich kein Gewissen oder eine normale Vorstellung von Moral?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wie kann man versuchen sich durch schreckliche Ereignisse wie in Norwegen selbst zu profilieren oder politisch davon zu profitieren? [...] Was sollte die Vorratsdatenspeicherung bringen? Bei einem Fall wie in Norwegen wohl nichts.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Jedes Mal wenn was passiert h&#246;rt man den gleichen Schwachsinn.</strong></em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aber warum h&#246;rt man immer wieder den gleichen Schwachsinn, wenn solche Blutb&#228;der wie in Norwegen &#8211; oder auch wie vor einigen Jahren in Winnenden &#8211; passieren? Die Politiker selbst, auch der werte Herr Uhl, sind ratlos. Das ist die Antwort auf die Frage! Unsere Volksvertreter sind gut ge&#252;bt darin, unsere B&#252;rgerrechte weiter sinnlos zu beschneiden aber nicht darin, zu akzeptieren, dass es in jedem Leben eines Individuums ein sogenanntes &#8220;Lebensrisiko&#8221; gibt. Ein Lebensrisiko k&#246;nnte beispielsweise sein, dass man bei einer Autofahrt w&#228;hrend eines schweren Unfalls ums Leben kommt oder schwer verletzt wird. Ein anderes Risiko k&#246;nnte aber genauso gut ein Flugzeugabsturz oder Amoklauf sein &#8211; alles Eventualit&#228;ten, vor denen uns aber weder ein sch&#228;rferes Waffenrecht noch die Vorratsdatenspeicherung bewahren kann. Eine &#8220;sichere Gesellschaft&#8221;, die vor allen Eventualit&#228;ten abgeriegelt ist, gibt es nicht und kann es nie geben!</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.&#8221;</em><br />
Benjamin Franklin</p>
<p style="text-align: justify;">Die wahren Terroristen sitzen im Bundestag. Sie nennen sich Volksvertreter und sind dritten Interessen unterworfen. Sie handeln nicht im Namen des Volkes, sondern f&#252;r die eigene Tasche. Wenn daf&#252;r unsere Freiheit draufgeht, ist ihnen das gleichg&#252;ltig. Mit ihren gebetsm&#252;hlenartigen Terrordrohungen spiegeln sie nicht die Wahrheit wieder, sondern sie wollen uns bewusst in Angst halten, damit wir &#8220;williger&#8221; f&#252;r Grundrechtseinschnitte sind. Ziel ist der &#220;berwachungsstaat.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Mit Informationen von <a  href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Uhl-fordert-erneut-Vorratsdatenspeicherung_aid_1015597.html">rp-online.de</a></p>
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		<title>Polizei attackiert baden-w&#252;rttembergischen Justizminister Ulrich Goll</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 12:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Amoklauf in Winnenden steckt allen noch in den F&#252;&#223;en. Nachdem im vergangenen Jahr an der Albertville-Realschule in Winnenden die Sch&#252;sse fielen, war der Aufschrei gro&#223;, dass (auch illegal gehaltene) Schusswaffen bei der Polizei abgegeben und vernichtet werden. Jetzt kam ans Tageslicht, dass ausgerechnet der baden-w&#252;rttembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) zwei Schusswaffen zu &#8220;seiner eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Amoklauf in Winnenden steckt allen noch in den F&#252;&#223;en. Nachdem im vergangenen Jahr an der Albertville-Realschule in Winnenden die Sch&#252;sse fielen, war der Aufschrei gro&#223;, dass (auch illegal gehaltene) Schusswaffen bei der Polizei abgegeben und vernichtet werden. Jetzt kam ans Tageslicht, dass ausgerechnet der baden-w&#252;rttembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) zwei Schusswaffen zu &#8220;seiner eigenen Sicherheit&#8221; zu Hause aufbewahren soll. Die Polizei schreit, die Medien machen mit. Die Polizeigewerkschaft fordert jetzt, dass der baden-w&#252;rttembergische Justizminister seine Waffen abgeben und seine k&#246;rperliche Unversehrtheit in die H&#228;nde von Personensch&#252;tzern der Polizei legen solle. Nach Angaben der Gewerkschaft w&#252;rde Goll so dann ein gutes Beispiel vorgeben nach alle dem, was in Winnenden geschehen ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2063"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_der_Polizei">GdP</a>-Landeschef R&#252;diger Seidenspinner kritisierte den Minister scharf: <em>&#8220;Hier sieht man, wie er als Beispiel vorangeht: n&#228;mlich als Negativbeispiel.&#8221;</em> Zus&#228;tzlich ziehe Goll mit seinem Verhalten die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen aus dem Personenschutz der Landespolizei durch den sprichw&#246;rtlichen &#8220;Kakao&#8221;, so Seidenspinner.</p>
<p style="text-align: justify;">Was den Personenschutz in Baden-W&#252;rttemberg angeht, hatte Ulrich Goll auf einen Zwischenfall mit einer Studentin auf G&#252;nther Oettinger Ende 2007 verwiesen. Goll sagte: <em>&#8220;Wenn man dem G&#252;nther Oettinger eine Torte auf die Brust werfen kann, dann wei&#223; ich eigentlich schon alles. Und die Personensch&#252;tzer machen erstaunte Gesichter.&#8221;</em> Seidenspinner von der GdP entgegnet wiederum: <em>&#8220;Da m&#252;sste man ihn fragen, ob er in diesem Fall geschossen h&#228;tte.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Tats&#228;chlich ist es interessant, dass ausgerechnet der Justizminister, der die Bev&#246;lkerung zur Abgabe von Schusswaffen aufforderte, selbst nicht bereit ist, seinen Selbstschutz aufzugeben. Berechtigterweise stellt sich dann nat&#252;rlich die Frage, ob nicht auch jeder B&#252;rger das Recht hat, sich angemessen vor Angriffen Dritter zu sch&#252;tzen.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6315904/1vrrjue/index.html" target="_blank">SWR.de</a>)</p>
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		<title>Winnenden: Ein Jahr Bedenkzeit hat der Landesregierung nichts gebracht</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 18:21:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 11. M&#228;rz 2010 hat sich die dramatische Bluttat an der Albertville-Realschule in Winnenden gej&#228;hrt. Politikprominenz war vor Ort und hat mit Opfern, Freunden und Einwohnern von Winnenden den Toten gedacht, die vor einem Jahr von Tim K. bei dieser Tat erschossen wurden. Was hat sich in diesem einen Jahr getan? Nicht besonders viel, au&#223;er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am 11. M&#228;rz 2010 hat sich die dramatische Bluttat an der Albertville-Realschule in Winnenden gej&#228;hrt. Politikprominenz war vor Ort und hat mit Opfern, Freunden und Einwohnern von Winnenden den Toten gedacht, die vor einem Jahr von Tim K. bei dieser Tat erschossen wurden. Was hat sich in diesem einen Jahr getan? Nicht besonders viel, au&#223;er dass sich die Forderungen des baden-w&#252;rttembergischen Innenministers Heribert Rechs (CDU) gebetsm&#252;hlenartig zu Wiederholen scheinen: Computerspiele sind b&#246;se, Computerspiele m&#252;ssen aus dem Verkehr gezogen werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1823"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.piratenpartei-bw.de/2010/03/04/piratenpartei-lehnt-gefordertes-verbot-von-computerspielen-als-wirkungslos-ab/">Auch die Piratenpartei in Baden-W&#252;rttemberg hat erkannt</a>, dass das Verbot von anerkanntem Kulturgut nicht der richtige Weg in der Frage ist, wie man pr&#228;ventiv solchen Amoktaten entgegenwirken kann.<em> &#8220;Gewaltverherrlichende Computerspiele sind in Deutschland schon lange verboten; die auf dem Markt befindlichen Spiele werden eingehend von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) gepr&#252;ft und in entsprechende Alterszulassungen eingeteilt. Die einfachste Forderung ist selten die richtige. Computerspiele sind Teil unserer Kultur, und es wird Zeit, dass die Politik dies begreift&#8221;,</em> so Sabine Satore, Bezirkssekret&#228;rin aus Karlsruhe. Und damit hat sie recht: Es muss endlich ein Diskurs &#252;ber die Ursachen stattfinden, um das Problem an der Wurzel zu packen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Kinder oder Jugendliche zu M&#246;rder werden, so findet sich nicht zwangsl&#228;ufig auch eine Verbindung zu den Videospielen. Und wenn doch, dann liegt das schlicht und einfach an der enormen Verbreitung dieses Kulturguts. Mittlerweile d&#252;rfte sich in so ziemlich jedem Kinder- und Jugendzimmer in Deutschland ein Ger&#228;t befinden, mit dem gleichzeitig auch Computerspiele gespielt werden k&#246;nnen. Und sie werden auch gespielt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Landesregierung in Baden-W&#252;rttemberg hatte jetzt ein Jahr Zeit, um die Ursachen f&#252;r solche Bluttaten zu er&#246;rtern. Was dabei herauskam war lediglich ein Sonderausschuss im Landtag, der gebetsm&#252;hlenartig die Forderungen Heribert Rechs unterstreicht und die vieler Unionspolitiker, die eben selbiges schon seit den Amoktaten in Erfurt und Emsdetten fordern. Dabei stellt sich die Landesregierung in ganz elementaren Fragen quer: Beispielsweise bei der Schulsozialarbeit, dessen Ausweitung die CDU aus Kostengr&#252;nden ablehnt. Dabei steht der Deutsche Kulturrat schon seit 2008 f&#252;r eine verst&#228;rkte Vermittlung von Medienkompetenzen an deutschen Schulen ein. Zus&#228;tzlich geh&#246;rt das Bildungssystem auch in Baden-W&#252;rttemberg dringend reformiert <a  href="http://www.qualitaetsoffensive-bildung.de/">und nicht nur durch Hochglanzbrosch&#252;ren sch&#246;ngeredet</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die CDU-Politiker handeln nach dem Motto, dass ihre Forderungen glaubw&#252;rdiger werden, wenn man sie nur oft genug in der &#214;ffentlichkeit wiederholt. Pers&#246;nlich finde ich es auch sehr schade, dass selbst unser Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler die elementaren Probleme nicht erkennt, die auch tief in unserer &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221; sitzen, die dazu neigt, bestimmte Personengruppen auszugrenzen und zur&#252;ckliegen zu lassen. Die Realit&#228;t sieht nun mal so aus, dass sich an deutschen Schulen viel Hass aufstaut, weil eben zur&#252;ckbleibende Personen oft ausgegrenzt und in der Klassengemeinschaft gemobbt werden. Wenn dann Ansprechpartner wie Sozialarbeiter und Schulpsychologen fehlen, die diese Personen auffangen k&#246;nnten, sind Gewalttaten allgemein &#8211; nicht unbedingt ein Amoklauf &#8211; vorprogrammiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dass CDU und FDP allerdings eher dazu bereit sind Hoteliers und anderen Unternehmen mit milliardenschweren Steuererleichterungen unter die Arme zu greifen als den Schulen bei ihrer Sozialarbeit zu helfen, sollte weitgehend bekannt sein &#8230;<br />
</strong></p>
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		<title>Justiz-Skandal in Baden-W&#252;rttemberg aufgekl&#228;rt</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 20:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn man davon ausgeht, dass rund ein Promill aller Bundesb&#252;rger kriminell ist, so m&#252;ssen sich auch rund ein Promill unserer Polizeibeamten in diese Statistik einreihen&#8221;, so oder so &#228;hnlich habe ich einen denkw&#252;rdigen Satz von Andreas Hauss im Kopf, der im Sommer 2009 zum Thema Amoklauf in Winnenden referierte. Das heute gesprochene Urteil in Mannheim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wenn man davon ausgeht, dass rund ein Promill aller Bundesb&#252;rger kriminell ist, so m&#252;ssen sich auch rund ein Promill unserer Polizeibeamten in diese Statistik einreihen&#8221;, </em>so oder so &#228;hnlich habe ich einen denkw&#252;rdigen Satz von Andreas Hauss im Kopf, der im Sommer 2009 zum Thema <a  href="http://www.lars-haise.net/videos/001018-winnenden-der-gemachte-taeter-und-die-unterdrueckten-beweise.html" target="_blank">Amoklauf in Winnenden</a> referierte. Das heute gesprochene Urteil in Mannheim passt zwar nicht zu der Trag&#246;die in Winnenden, doch wurde heute genauso ein Justiz-Skandal aufgedeckt, der sich gegebenenfalls auch hinter der gesamten Amoktat in Winnenden verbergen k&#246;nnte. Der Installateur Harry W&#246;rz wurde zw&#246;lf Jahre lang f&#252;r eine Straftat beschuldigt, die er nicht beging. Indizien sollen vernichtet worden sein und die Polizei k&#246;nnte den wahren T&#228;ter wissentlich gedeckt haben. Ein Skandal, der da in der baden-w&#252;rttembergischen Justiz einerseits (Staatsanwaltschaft) und bei der Polizei andererseits zu beklagen ist.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Zur Erinnerung: Seit 1997 versucht die Staatsanwaltschaft, dem 1966 geborenen Installateur nachzuweisen, dass er in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1997 seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Andrea heimt&#252;ckisch zu ermorden versucht habe. Die Frau erlitt durch minutenlange Drosselung irreparable Hirnsch&#228;den. Zeitlebens wird sie ein Schwerstpflegefall bleiben.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>[...] Konnten die Sachverst&#228;ndigen des Landeskriminalamts DNA-Spuren W&#246;rz nicht oder nicht eindeutig zuordnen &#8211; f&#252;r die Staatsanwaltschaft blieb er der T&#228;ter. Traten immer weitere Ermittlungsfehler der Pforzheimer Polizei an den Tag &#8211; f&#252;r die Staatsanwaltschaft blieb W&#246;rz der T&#228;ter. Hatte die Kammer f&#252;r den Geliebten Andreas ein &#252;berzeugendes, ja &#252;berw&#228;ltigendes Tatmotiv herausgearbeitet, woran es bei W&#246;rz fehlt &#8211; f&#252;r die Staatsanwaltschaft blieb der Angeklagte der T&#228;ter.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(<a  href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,656792,00.html" target="_blank">Spiegel.de</a>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Panne um Panne. Da bin ich ja mal gespannt, inwieweit noch Licht ins Dunkel gebracht werden kann hinsichtlich des Amoklaufs in Winnenden. <a  href="http://www.fileuploadx.de/181093" target="_blank">Einige berechtigte Zweifel</a> scheint es dort schlie&#223;lich auch zu geben.</p>
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		<title>Konservativ und ohne Sachverstand: Die Stuttgarter Zeitung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 09:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angesichts der massenhaften Megafails hinsichtlich der Berichterstattung rund um die fragw&#252;rdige Verbrennungsaktion des Aktionsb&#252;ndnisses Amoklauf Winnenden verwundert es keinen, dass ausgerechnet konservative und vor allem CDU-lastige Bl&#228;tter, wie beispielsweise unsere Stuttgarter Zeitung, &#252;berhaupt nicht f&#228;hig sind, sachlich &#252;ber den Amoklauf an sich und &#252;ber Kulturgut in Verbindung mit Computer- und Videospielen zu berichten. Bestes Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Angesichts der massenhaften Megafails hinsichtlich der Berichterstattung rund um die fragw&#252;rdige Verbrennungsaktion des Aktionsb&#252;ndnisses Amoklauf Winnenden verwundert es keinen, dass ausgerechnet konservative und vor allem CDU-lastige Bl&#228;tter, wie beispielsweise unsere Stuttgarter Zeitung, &#252;berhaupt nicht f&#228;hig sind, sachlich &#252;ber den Amoklauf an sich und &#252;ber Kulturgut in Verbindung mit Computer- und Videospielen zu berichten. Bestes Beispiel ist da <a  href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2243435" target="_blank">folgender Artikel</a> aus der Online-Ausgabe der Zeitung:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>In den aufgestellten M&#252;llcontainer hatten bis zum fr&#252;hen Nachmittag vor allem Jugendliche etwa zwei Dutzend Computerspiele wie das umstrittene Counter-Strike reingeworfen. B&#252;ndnis-Vorstand Hardy Schober geht es weniger um die Masse, denn um die Symbolik: &#8220;Wir wollen, dass diskutiert wird und ein Zeichen setzen, dass Killerspiele aus den Kinderzimmern verbannt werden.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn man solche Zeilen liest, fragt man sich doch unweigerlich, wie viel Geld f&#252;r diesen Werbeartikel geflossen sein muss. So d&#228;mlich kann doch beim besten Willen kein Redakteur der Welt sein, dass er sowas schreibt. Naja doch, au&#223;er er geh&#246;rt vielleicht dem Aktionsb&#252;ndnis selbst oder der CDU an.  Die Diskussion rund um Amokl&#228;ufe wird doch gar nicht erst versucht auf sachlicher Ebene zu f&#252;hren. Man m&#246;chte das alte System nicht sch&#228;digen, ja sogar nicht in Frage stellen, dass es die Gesellschaft ist, die f&#252;r diese Bluttaten einen erheblichen Teil mit beitragen. Dass es vielleicht auch ein Verschulden unserer (vorwiegend von CDU gef&#252;hrten) Landesregierungen ist, die sukzessive seelsorgerische Stellen an den Schulen &#252;ber Jahre hinweg abgebaut haben und somit f&#252;r labile Personen jede M&#246;glichkeit der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Problemen genommen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Fail ist dann ja noch folgender Satz im ersten Absatz des StZ-Artikels:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>[...] hatten bis zum fr&#252;hen Nachmittag vor allem Jugendliche etwa zwei Dutzend Computerspiele wie das umstrittene Counter-Strike reingeworfen.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das nachfolgende Video entstand um ca. 14:30 Uhr, also gegen den oben beschriebenen &#8220;fr&#252;hen Nachmittag&#8221;. Von einem Dutzend Spiele kann da &#252;berhaupt nicht die Rede sein:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/kR8FMLw5IR4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/kR8FMLw5IR4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Den Vogel schie&#223;t die Stuttgarter Zeitung dann mit folgendem Satz ab, in dem sie dezent durch die Blume &#8211; f&#252;r den Leser <strong><em>nat&#252;rlich</em></strong> <strong><em>kaum ersichtlich</em></strong> -  den Kulturgut-Status von Videospielen in Frage stellt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Ein Aktivist des Spieler-Verbandes demonstrierte derweil gegen die &#196;chtung von Computerspielen und gegen Vernichtung von <strong>&#8220;Kulturgut&#8221;.</strong></em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">F&#252;r die ganzen grauen Greise bei der Stuttgarter Zeitung: Der Deutsche Kulturrat hat im vergangenen Jahr 2008 Videospiele ganz offiziell zu Kulturgut erkl&#228;rt, wie auch einer <a  href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1630&#038;rubrik=72" target="_blank">dementsprechenden Pressemitteilung</a> zu entnehmen ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1187"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Aber wenn wir gerade schon so sch&#246;n dabei sind, die Qualit&#228;tsmedien zu kristisieren, so sollte sich jeder mal folgendes YouTube-Video anschauen, bei dem ein Kameramann aufgenommen wurde, der f&#252;r die beste Aufnahme f&#252;r die Abendnachrichten auch kleine Kinder nicht verschont lie&#223;:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LW68hN9LTGo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/LW68hN9LTGo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Sowas nennt sich dann &#252;brigens Qualit&#228;tsjournalismus, nur mal so am Rande. Auf &#228;hnliche Art und Weise entstehen nat&#252;rlich s&#228;mtliche Filmaufnahmen f&#252;r die (20-Uhr)-Nachrichten. Das Bild muss immer passen! W&#228;re nat&#252;rlich v&#246;llig unspektakul&#228;r gewesen, wenn man nur den (beinahe) leeren M&#252;llcontainer in der Landesschau des SWR gezeigt h&#228;tte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>DFB distanziert sich vom Aktionsb&#252;ndnis Amoklauf Winnenden</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 11:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Aktionsb&#252;ndnis Amoklauf Winnenden hat f&#252;r den heutigen Samstag zu der fragw&#252;rdigen Aktion &#8220;Familien gegen Killerspiele&#8221; vor der Stuttgarter Staatsoper eingeladen. Im Rahmen dieser Aktion sind Eltern dazu aufgerufen worden, gewalthaltige Videospiele ihrer Kinder  in einem Container zu entsorgen, dessen Inhalt im Anschluss im MHKW G&#246;ppingen bei Temperaturen um 850 °C verbrannt werden sollen: Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Aktionsb&#252;ndnis Amoklauf Winnenden hat f&#252;r den heutigen Samstag zu der fragw&#252;rdigen Aktion <a  href="http://www.memo-software.de/aaw/index.php/aktionen/148-familien-gegen-killerspiele" target="_blank">&#8220;Familien gegen Killerspiele&#8221;</a> vor der Stuttgarter Staatsoper eingeladen. Im Rahmen dieser Aktion sind Eltern dazu aufgerufen worden, gewalthaltige Videospiele ihrer Kinder  in einem Container zu entsorgen, dessen Inhalt im Anschluss im MHKW G&#246;ppingen bei Temperaturen um 850 °C verbrannt werden sollen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Das “Aktionsb&#252;ndnis Amoklauf Winnenden” (AAW) ruft dazu auf am 17.10.2009 zwischen 10 und 19 Uhr vor der Staatsoper in Stuttgart Videospiele im Rahmen einer &#246;ffentlichen Zeremonie in einem Container zu sammeln, um sie anschlie&#223;end in dem MHKW G&#246;ppingen bei Temperaturen von mehr als 850 °C zu verbrennen. <strong>Unter den Teilnehmern wird ein vom WM-Kader signiertes Trikot der deutschen Fu&#223;ballnationalmannschaft verlost.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(<a  href="http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2946" target="_blank">Stigma Videospiele</a>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der DFB hat tats&#228;chlich ein Trikot der deutschen Fu&#223;ball-Nationalmannschaft zur Verf&#252;gung gestellt. Allerdings wird dieses &#8211; offiziellen Angaben des DFB-Pressechefs nach &#8211; mit dieser Aktion zweckentfremdet. Wie der DFB in einer E-Mail an einen Piraten bekannt gab &#8211; dessen Inhalt ich als wahr verifizieren kann, da ich sie selbst gelesen habe -, sei der urspr&#252;ngliche Zweck eine karitative Veranstaltung gewesen, im Verlauf derer das Trikot h&#228;tte versteigert werden m&#252;ssen. Der Erl&#246;s aus der Versteigerung w&#228;re dann den betroffenen Familien direkt zugegangen. Hier der Original-Text der E-Mail (Name des Empf&#228;ngers zensiert):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Herr XXXXXX,</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>herzlichen Dank f&#252;r Ihre Anfrage. Wir haben in diesem Fr&#252;hjahr dem &#8220;Aktionsb&#252;ndnis Amoklauf Winnenden&#8221; ein Nationalmannschaftstrikot zur Verf&#252;gung gestellt, um es im Rahmen einer karitativen Veranstaltung versteigern zu k&#246;nnen. Wir gehen davon aus, dass der Erl&#246;s betroffenen Familien zugute kommt. Die konkrete Aktion, bei der dieses Trikot nun versteigert wird, war uns damals nicht bekannt. Dass wir das Trikot f&#252;r einen guten Zweck zur Verf&#252;gung gestellt haben, bedeutet nicht, dass wir uns mit der &#8220;Initiative Familie gegen Killerspiele&#8221; identifizieren.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Freundliche Gr&#252;&#223;e</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Harald Stenger<br />
DFB-Pressechef</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1173"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Auch das Aktionsb&#252;ndnis Amoklauf Winnenden muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass nicht die Videospiele Ursache solcher tragischen Bluttaten sind, sondern gesellschaftliche, soziale und pers&#246;nliche Umst&#228;nde des jeweiligen Amokl&#228;ufers. Die Verbrennung von Kulturgut &#8211; wie es Videospiele nun mal sind &#8211; erinnern doch eher an vergangene Tage aus der Nazi-Zeit. Die Ursachen m&#252;ssen erforscht und die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Einer dieser Schritte w&#228;re beispielsweise die Aufstockung seelsorgerischen Personals an allen Schulen in der Bundesrepublik. Diese Stellen wurden in der Vergangenheit sukzessive aus einem falschen &#8220;Einsparverst&#228;ndnis&#8221; heraus abgebaut.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Amoklauf in Ansbach: Seitenhieb in eine andere Richtung</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 14:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige von euch werden vermutlich &#8211; wie meine Wenigkeit &#8211; das Vergn&#252;gen gehabt haben, dass sie gestern via twitter so ziemlich reingelegt wurden. Zur Vorgeschichte: Gestern fand im bayerischen Ansbach an einem Gymnasium ein Amoklauf statt, bei dem es zwar Verletzte gab, aber Gott sei Dank (noch) keine Todesopfer, (zwei M&#228;dchen k&#228;mpfen noch ums &#220;berleben) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einige von euch werden vermutlich &#8211; wie meine Wenigkeit &#8211; das Vergn&#252;gen gehabt haben, dass sie gestern via twitter so ziemlich reingelegt wurden. Zur Vorgeschichte: Gestern fand im bayerischen Ansbach an einem Gymnasium <a  href="http://www.focus.de/panorama/welt/tid-15556/amoklauf-in-ansbach-elf-minuten-allmaechtig_aid_436705.html" target="_blank">ein Amoklauf statt</a>, bei dem es zwar Verletzte gab, aber Gott sei Dank (noch) keine Todesopfer, (<a  href="http://www.focus.de/panorama/welt/ansbach-aerzte-kaempfen-um-leben-von-zwei-maedchen_aid_436641.html" target="_blank">zwei M&#228;dchen k&#228;mpfen noch ums &#220;berleben</a>) die eine neuerliche Diskussion um gewalthaltige Videospiele hervorgerufen h&#228;tte. Oder aber diese Diskussionen folgen noch? Man wei&#223; es nicht. Insbesondere die protektionistische Landespolitik des Freistaates Bayern sollte man nicht untersch&#228;tzen. Wie auch immer: Was dann auf twitter geschah, war weder der Diskussion um die l&#228;cherlichen &#8220;Killerspiel&#8221;-Debatten dienlich, noch hat es in irgendeiner Weise der Wahrheit entsprochen. Die Rede ist von diesem Bild:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1063" src="http://www.lars-haise.net/wp-content/uploads/2009/09/picture_fbb25e1.jpg" alt="" width="429" height="600" /></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1062"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ein geschulter Blick wird euch sagen, dass dieses Bild ein Fake ist. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an <a  href="http://twitter.com/KiGaNa" target="_blank">KaGiNa</a> und <a  href="http://twitter.com/andiheimann" target="_blank">andiheimann</a>, die mich &#252;ber ihre replys auf twitter darauf aufmerksam machten, dass an diesem Bild etwas nicht stimmte.</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen ist es eine ungeheurliche Frechheit, solche Bilder &#252;ber twitter zu verbreiten. Insbesondere dann, wenn gerade erst wieder ein Amoklauf stattfand, der gerade noch mit einem blauen Auge beendet werden konnte. Es hilft auch nichts in der Debatte um Videospiele, ob ein gewisses Genre verboten geh&#246;rt oder nicht. &#8220;Die Sims&#8221; m&#246;gen jetzt zwar nicht in das Raster eines blutr&#252;nstigen Killerspiels passen, aber lebende Fossile wie Dr. Christian Pfeiffer haben schlie&#223;lich auch schon in TV-Sendungen behauptet, dass World of Warcraft ein Kriegsspiel ist, innerhalb dessen man sich in modernen Milit&#228;rstrukturen wieder findet. Deswegen w&#228;re diese fiktive Meldung des Focus Online nicht mal so daneben gewesen, wenn sie tats&#228;chlich diese Zeilen geschrieben h&#228;tten. Haben sie aber nicht, was eine ganze Reihe an <a  href="http://twitpic.com/i31iy" target="_blank">Beweisbildern</a> <a  href="http://twitpic.com/i34cc" target="_blank">[2]</a> von Leuten belegt, die sich mal die Zeilenabst&#228;nde etwas gr&#252;ndliches angeschaut haben als ich das getan habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Verantwortlichen f&#252;r diesen Fake sollten sich einfach mal kollektiv in eine Ecke stellen und sich sch&#228;men. Sch&#228;men daf&#252;r, dass sie so viele Leute aufs Glatteis gef&#252;hrt haben. Sch&#228;men daf&#252;r, dass sie keinen konstruktiven Beitrag geleistet haben. Sch&#228;men daf&#252;r, dass sie ihren Humor auf den K&#246;pfen der Videospiel-Gemeinde ausgetreten haben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Winnenden &#8211; Der gemachte T&#228;ter und die unterdr&#252;ckten Beweise</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 20:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ich vor einiger Zeit bereits schrieb, habe ich vor zwei Wochen den Stuttgarter Schall und Rauch Stammtisch besucht, um dort einen Vortrag von Andreas Hau&#223; anzuh&#246;ren. Dieser hat unter anderem die tragischen Ereignisse von Winnenden etwas genauer unter die Lupe genommen. Auch das Film-Team von NuoViso war vor Ort und hat den Vortrag festgehalten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.lars-haise.net/diary/00963-schall-und-rauch-stammtisch-am-27-08-2009-in-stuttgart.html" target="_blank">Wie ich vor einiger Zeit bereits schrieb</a>, habe ich vor zwei Wochen den <a  href="http://stammtischstuttgart.blogspot.com/" target="_blank">Stuttgarter Schall und Rauch Stammtisch</a> besucht, um dort einen Vortrag von Andreas Hau&#223; anzuh&#246;ren. Dieser hat unter anderem die tragischen Ereignisse von Winnenden etwas genauer unter die Lupe genommen. Auch das Film-Team von <a  href="http://www.nuoviso.tv" target="_blank">NuoViso</a> war vor Ort und hat den Vortrag festgehalten. Einen Zusammenschnitt mit den wesentlichen Inhalten gibt es auf YouTube:</p>
<p style="text-align: center;"><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/gf81pPf5KWA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/gf81pPf5KWA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schall und Rauch Stammtisch am 27.08.2009 in Stuttgart</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 20:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Bin heute mehr aus Zufall mal wieder &#252;ber den Stammtisch Stuttgart zum Schall und Rauch Weblog gestolpert und habe da doch gleich einen Vortrag entdeckt, der auch mein Interesse geweckt hat: WINNENDEN &#8211; EIN Amoklauf? Tim K. war nicht der T&#228;ter von Winnenden und Wendlingen. Er spielte  den S&#252;ndenbock, war somit  ein weiteres Opfer des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Bin heute mehr aus Zufall mal wieder &#252;ber den <a  href="http://stammtischstuttgart.blogspot.com/" target="_blank">Stammtisch Stuttgart</a> zum <a  href="http://www.schallundrauch.info" target="_blank">Schall und Rauch Weblog</a> gestolpert und habe da doch gleich einen Vortrag entdeckt, der auch mein Interesse geweckt hat:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>WINNENDEN &#8211; EIN Amoklauf?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Tim K. war nicht der T&#228;ter von Winnenden und Wendlingen. Er spielte  den S&#252;ndenbock, war somit  ein weiteres Opfer des Massenmordes vom 11.3. dieses Jahres. Das weist Andreas Hau&#223;, Buchautor, Historiker und Publizist, anhand unz&#228;hliger Aspekte nach, die frei zug&#228;nglich und vielen Interessierten wahrscheinlich sogar noch erinnerlich sind.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Am 11.3. hatte Tim erst noch in einem &#8220;Feuergefecht mit der Polizei&#8221; den Tod gefunden &#8211; abends  handelte es sich um Selbstmord. Tags&#252;ber verbreitete der T&#228;ter in Kampfuniform Angst und Schrecken in der Region &#8211; danach ergab sich, dass Tim so gekleidet war, wie er morgens das Haus verlassen hatte. Wie konnte er aber so schnell als &#8220;T&#228;ter&#8221; identifiziert werden? Entweder durch Wiedererkennen seitens der Sch&#252;ler: nur dann w&#228;re die Beschreibung &#8220;Kampfuniform&#8221; eine &#252;ble Irreleitung der Fahndung &#8211; oder durch Ausweise im Rucksack, der Wochen sp&#228;ter &#8220;gefunden&#8221; worden sein soll</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><a  href="http://stammtischstuttgart.blogspot.com/2009/08/vortrag-andreas-hau-winnenden.html" target="_blank">Weitere Informationen zum Vortrag</a></em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich werde mich morgen aller Voraussicht nach spontan zu diesem Stammtisch einfinden, alleine um das Thema mitzuverfolgen. Vor allem auf die Erkl&#228;rungen des Herrn Hau&#223; bin ich sehr gespannt. F&#252;r alle Zweifler des Amoklaufs von Winnenden &#8211; insbesondere f&#252;r deren Angeh&#246;rigen &#8211; ein Gang wert. Denn die Wahrheit erf&#228;hrt man schon lange nicht mehr &#252;ber die manipulativen Massenmedien.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Schall und Rauch Stammtisch findet am <strong>Mittleren Schlossgarten, <a  href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=embed&#038;hl=en&#038;geocode=&#038;q=Stuttgart,+Am+Schlossgarten+26&#038;sll=48.785435,9.184957&#038;sspn=0.008242,0.017467&#038;g=Stuttgart,+Am+Schlossgarten+27&#038;ie=UTF8&#038;ei=8Y1vSv-lFIeWsAbQxYzBBw&#038;sig2=5peqihwV3BOfnjnuVLsL1g&#038;cd=1&#038;cid=17927093917876854348&#038;li=lmd&#038;ll=48.788997,9.183884&#038;spn=0.022619,0.042915&#038;z=13&#038;iwloc=A" target="_blank">Nil &#8211; Cafe am See</a> (U-Bahn-Station Neckartor) ab 18.00 Uhr</strong> statt.</p>
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		<title>Kommen bald auch Internetsperren f&#252;r Gewaltspiele?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 17:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie bereits schon zu Beginn der Debatte um die Sperrung von kinderpornografischen Internetseiten vermutet wurde, scheint sich der G&#252;rtel um weitere Themenfelder wie Videospiele immer enger zu schnallen. Nachdem k&#252;rzlich auf einer Innenministerkonferenz <a  href="http://www.lars-haise.net/gaming/00536-die-hetzjagd-geht-weiter.html" target="_self">ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot f&#252;r Spiele mit besonders hohem Gewaltanteil beschlossen wurde</a>, geht es den Online-Spielen des selben Genres vermutlich auch bald an den Kragen. Zumindest hat <a  href="http://www.abgeordnetenwatch.de/thomas_strobl-650-5740.html" target="_blank">Thomas Strobl</a>, Bundestagsabgeordneter der CDU und Rechtsanwalt aus Heilbronn, erstmals konkretisiert, <a  href="http://www.heise.de/newsticker/CDU-Bundestagsabgeordneter-erwaegt-Internetsperren-fuer-Online-Gewaltspiele--/meldung/140273" target="_blank">dass der Gesetzentwurf dahingehend angepasst werden k&#246;nnte</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-567"></span>Heise berichtet:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Auf die Frage, wie es zu einem Amoklauf wie dem von Winnenden (das in der N&#228;he von Heilbronn liegt) kommen k&#246;nne, gebe es nicht eine einzelne Antwort. Es m&#252;sse unter anderem &#252;berlegt werden, ob der Konsum von Gewaltvideos und gewalthaltigen Spielen einem &#8220;verantwortlichen und selbstverantwortlichen Handeln&#8221; entspreche. Die &#8220;virtuelle Brutalisierung&#8221; markiere bei vielen jugendlichen Gewaltt&#228;tern und Amokl&#228;ufern den Beginn der realen Brutalisierung, meint Strobl.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch <a  href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785.html" target="_blank">Dieter Wiefelsp&#252;tz</a>, Bundestagsabgeordneter der SPD, kam erst k&#252;rzlich aufgrund eines Berichts der Berliner Zeitung in die Negativ-Schlagzeilen der Internet-Gemeinde.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.heise.de/newsticker/Wiefelspuetz-will-Internet-Sperren-ausweiten--/meldung/140008" target="_blank">Heise</a> schreibt &#252;ber diesen Zeitungsbericht:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Nat&#252;rlich werden wir mittel- und l&#228;ngerfristig auch &#252;ber andere kriminelle Vorg&#228;nge reden&#8221;, &#228;u&#223;erte sich Wiefelsp&#252;tz in Bezug auf Webseiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten und f&#252;gte hinzu: &#8220;Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Tats&#228;chlich sollen seine Angaben von der Berliner Zeitung falsch wiedergegeben worden sein, wie Wiefelsp&#252;tz &#252;ber Abgeordnetenwatch verlauten lie&#223;.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch sind die aufflammenden Diskussionen mehr als besorgniserregend. Gleichzeitig waren sie auch vorhersehbar. Es zeigt, dass unsere Politiker mit keinem der Amokl&#228;ufe in den vergangenen zehn Jahren &#252;berhaupt dazugelernt haben, was die Ursachenforschung angeht. Letztlich m&#246;chte man nur eine Altlast loswerden, die in den Massenmedien im Zusammenhang mit Amokl&#228;ufen immer wieder thematisiert wird: Gewalthaltige Videospiele (oder auch &#8220;Killerspiele&#8221; genannt). Dass man Spiele wie Counter-Strike, Call of Duty und Crysis vermutlich in nahezu jedem Jugendzimmer heute vorfindet und 99,999999999 Prozent aller Spieler keine Vorstellungen dar&#252;ber &#252;ben, einen Amoklauf zu planen, entzieht sich nat&#252;rlich der Kenntnis unserer werten Volksvertretung. Es sind also auch die Massenmedien ma&#223;geblich daran beteiligt, wie sich politische Diskussionen entwickeln, nat&#252;rlich auch zum Nachteil von Unschuldigen. Daraus resultiert Schubladendenken und wenn diese alten Narren an der Spitze nicht gestoppt werden, k&#246;nnen sich Spieler von Ego-Shooter bald dick und fett &#8220;Amokl&#228;ufer&#8221; auf die Stirn schreiben.</p>
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