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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Internetzensur</title>
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		<title>Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vorerst gestoppt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 20:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) wurde durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen vorerst gestoppt. Die Fraktionen der Gr&#252;nen, SPD, CDU, FDP und der Linken haben im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt. Damit liegt das umstrittene Werk vorerst auf Eis. Doch Landesf&#252;rst von Rheinland-Pfalz und Initiator des &#8220;Zensurwerks&#8221;, Kurt Beck (SPD), k&#252;ndigte postwendend an: &#8220;Falls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) wurde durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen vorerst gestoppt. Die Fraktionen der Gr&#252;nen, SPD, CDU, FDP und der Linken haben im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt. Damit liegt das umstrittene Werk vorerst auf Eis. Doch Landesf&#252;rst von Rheinland-Pfalz und Initiator des &#8220;Zensurwerks&#8221;, Kurt Beck (SPD), k&#252;ndigte postwendend an: <em>&#8220;Falls die Novellierung scheitert, wird der Weg der koregulierten Selbstregulierung nicht weiter beschritten, so dass die staatliche Regulierung von oben Platz greifen wird. Basierend auf den derzeitigen rechtlichen Grundlagen werden die Jugendschutzbeh&#246;rden Sperrverf&#252;gungen erlassen</em>.<em>&#8220;</em> Klar, dass das dem begnadeten Internetexperten nicht schmeckt. Wo er sich doch so viel M&#252;he damit gegeben hat, dass die Publikations- und Meinungsfreiheit &#8211; zu Gunsten des &#8220;Jugendschutzes&#8221; &#8211; im  &#8221;deutschen Internet&#8221; weichen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2667"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Freudenschreie d&#252;rften dagegen von zahlreichen Bloggern kommen. Denn gerade die &#8211; sowie Betreiber von Diskussionsforen &#8211; hatten gro&#223;e Sorge, dass sie ihre Angebote einstellen m&#252;ssen. Der neue JMStV h&#228;tte von jedem Inhalteanbieter eine starke Inhaltskontrolle sowie eine Alterseinstufung abverlangt. Inhalte, die f&#252;r Kinder unter zw&#246;lf Jahren nicht geeignet gewesen w&#228;ren, h&#228;tten notfalls sogar durch sogenannte &#8220;Sendezeitbeschr&#228;nkungen&#8221; unzug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Modell der Sendezeitbeschr&#228;nkung mag zwar im Rundfunk gut funktionieren, im dynamischen Internet, wo in Zeiten von Web 2.0 vor allem User Generated Content immer mehr Einfluss auf den Informationsfluss einnimmt, ist das aber unpraktikabel.</p>
<p style="text-align: justify;">Generell sollte das Ziel sowieso nicht sein, das Internet durch Zugriffsbeschr&#228;nkungen &#8220;jugendschutztauglich&#8221; zu machen. Der Appell sollte an Eltern und Schulen gehen, Kinder und Jugendliche medienp&#228;dagogisch im Umgang mit den Neuen Medien &#8211; und da geh&#246;rt das Internet unweigerlich dazu &#8211; zu schulen. Staatliche Regulierung in Sachen Jugendschutz ist grunds&#228;tzlich nicht zielf&#252;hrend, sondern m&#252;ndet unweigerlich in Zensur &#8211; beispielsweise, wie von Kurt Beck pers&#246;nlich angek&#252;ndigt, durch Sperrverf&#252;gungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Glaubhaft f&#252;r die Interessen der Netzgemeinde eingesetzt hat sich im &#220;brigen die <a  href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-101215-Der-Weg-ist-frei-fuer-einen-neuen-Jugendschutz">Piratenpartei</a>. Diese stellte sich von Anfang an klar gegen das neue Vertragswerk. Dagegen wurde der neue JMStV in zahlreichen Landesparlamenten unter anderem auch von den Gr&#252;nen abgenickt &#8211; von der SPD mal ganz zu schweigen. Aber auch hier zeigt sich, wie doppelz&#252;nglig die Gr&#252;nen wirklich sind &#8211; auch wenn sie in NRW, <strong>nachdem man zun&#228;chst der Novellierung zustimmen wollte,</strong> gerade noch so die Kurve gekriegt haben&#8230;</p>
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		<title>Bundeskriminalamt will weiterhin Stopp-Schilder im Internet aufstellen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mich verwundert es gerade ehrlich gesagt etwas, dass es dazu noch keine Stellungnahme von der Piratenpartei gab &#8211; aber dennoch ist es interessant, was von Seiten des Bundeskriminalamtes (BKA) zu h&#246;ren ist zum Thema Netzsperren und &#8220;Kampf gegen Kinderpornografie im Internet&#8221;: Wie Udo Vetter von lawblog.de und auch netzpolitik.org unter Berufung auf einen Artikel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mich verwundert es gerade ehrlich gesagt etwas, dass es dazu noch keine Stellungnahme von der Piratenpartei gab &#8211; aber dennoch ist es interessant, was von Seiten des Bundeskriminalamtes (BKA) zu h&#246;ren ist zum Thema Netzsperren und &#8220;Kampf gegen Kinderpornografie im Internet&#8221;: Wie Udo Vetter von <a  href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/15/schnell-sein-sollen-nur-die-anderen/">lawblog.de</a> und auch <a  href="http://www.netzpolitik.org/2010/bka-fordert-weiter-netzzensur/">netzpolitik.org</a> unter Berufung auf <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html">einen Artikel</a> in &#8220;Die Welt&#8221; berichten, schreien die Ermittler f&#246;rmlich danach, weiter an der Netzsperren-Infrastruktur zu bauen. 40 Prozent der beanstandeten Internetseiten vom BKA werden innerhalb von einer Woche nicht gel&#246;scht. Auf der anderen Seite muss das ja bedeuten, dass im selben Zeitraum 60 Prozent &#8211; also eine deutliche Mehrzahl der beanstandeten Seiten &#8211; von unserer gro&#223;en Datenautobahn verschwinden? Ist doch ein Erfolg! Und zurecht weist auch Udo Vetter darauf hin, dass deutsche Beh&#246;rden, insbesondere auch das BKA, nicht schneller reagieren. Hierzulande ist es schlie&#223;lich auch v&#246;llig normal, dass man Wochen oder gar Monate auf eine Reaktion von staatlichen Einrichtungen wartet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2291"></span>Kommen wir aber nun zu den Fakten, die der &#8220;Welt&#8221; offenbar vorliegen. Sie beziehen sich auf eine interne Studie des BKA. Demnach kommen die meisten L&#246;schungsbest&#228;tigungen aus Russland, gefolgt von den Staaten USA, Niederlande, Kanada, Schweden und Zypern, die in der Studie explizit benannt sein sollen (wo ist eigentlich das anscheinende &#8220;Bollwerk&#8221; der Kinderpornografie, Indien, in dieser Auflistung?). Nachdem es der Studie zur Folge zumindest mit Russland besser zu laufen scheint als mit den westlichen Staaten, fordern die Ermittler des BKA jetzt eine engere und verbesserte Kooperation mit den anderen Staaten. Der Innenminister Thomas de Maizière  (CDU) hatte allerdings zuletzt verk&#252;ndet, man habe sich beispielsweise mit den USA auf eine bessere Kooperation geeinigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls wie den Jungs von netzpolitik.org verwundert es mich nicht, dass keine weiteren Staaten &#8211; die wir aus der Zensursula-Porpaganda eigentlich kennen (wie Indien) &#8211; gezielt beim Namen genannt werden. Diese existieren zumeist in den kranken K&#246;pfen der Bef&#252;rworter von Netzsperren. Auch sehe ich nach wie vor keinen Milliardenmarkt, der mit illegaler Kinderpornografie Geld macht. Das kann man schon anhand der eingegangenen Meldungen beim BKA erkennen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Koalitionspolitiker streiten jetzt darum, ob das geltende Gesetz vollst&#228;ndig angewendet werden soll oder nicht. Den Ermittlern des BKA und den Kindern hilft das nicht: Sie erhalten rund </em><strong><em>150 Hinweise </em></strong><em><strong>im Monat,</strong> mit denen sich die Kinderpornografie im Internet bek&#228;mpfen l&#228;sst. 63 Prozent kommen von Hotlines und der „Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien“, 22 Prozent von Polizeidienststellen aus dem In- und Ausland, 14 Prozent direkt von B&#252;rgern und ein Prozent von Interpol oder Europol. </em></p>
<p style="text-align: justify;">(Aus dem Artikel <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html">&#8220;BKA kann Kinderpornografie nicht z&#252;gig l&#246;schen&#8221;</a> bei Welt.de)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">150 Hinweise im Monat, denen man erstmal nachgehen muss, klingt schon etwas wenig. Denn von den registrierten Hinweisen muss man zun&#228;chst dann noch die F&#228;lle abziehen, die sich als Irrtum erweisen. In Summe bleibt f&#252;r das BKA also eine recht &#252;berschaubare Zahl an Internetangeboten, die zur L&#246;schung anstehen und die dann gegebenenfalls den ausl&#228;ndischen Beh&#246;rden gemeldet werden m&#252;ssen. Im Umkehrschluss bleibt von der sprichw&#246;rtlichen &#8220;Verseuchung&#8221; des Internets durch Webseiten, auf denen Kinderpornografie zu Geld gemacht wird, nichts oder nur sehr wenig &#252;brig &#8211; ein Milliardenmarkt? Fehlanzeige!</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor also eine neue Debatte vom BKA &#252;ber Netzsperren zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie im Internet losgetreten wird, sollten die Verantwortlichen vor Ort in Wiesbaden mal &#252;ber die Effizienz ihrer Arbeit nachdenken und sich mal geh&#246;rig in den Arsch treten. Denn die &#252;berschaubare Zahl an F&#228;llen, die tats&#228;chlich zur L&#246;schung anstehen, stehen in keinem Verh&#228;ltnis dazu, deshalb eine Zensurinfrastruktur zu errichten und so umfangreich &#8211; und vor allem f&#252;r den Normalsterblichen unkontrollierbar &#8211; in das Grundrecht jedes Einzelnen auf Informationsfreiheit einzugreifen.</p>
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		<title>Kommentar: Die Diskussion um Jugend(medien)schutz aus einem ganz anderen Blickwinkel</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 13:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter der B&#252;rgerrechte, wie sie in Organisationen wie dem AK Zensur gruppiert sind, nicht an Zurechnungsf&#228;higkeit in der Bev&#246;lkerung zu verlieren. In erster Linie vertrete ich auf meinem Blog ohnehin nicht die Ansicht der Piratenpartei, sondern die meines eigenen Gedankengutes &#8211; deswegen m&#246;chte ich hier einfach mal das niederschreiben, was mir hinsichtlich der laufenden Debatte so aufst&#246;&#223;t.</p>
<p><span id="more-1798"></span></p>
<h4>Welches Ziel wird verfolgt?</h4>
<p style="text-align: justify;">In erster Linie verfolgt der AK Zensur das Ziel, die &#8220;Weiterentwicklung&#8221; des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV), was unter den L&#228;ndern eine Vereinbarung zu einheitlichen Standards im Jugendmedienschutz darstellt, <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html" target="_blank">ganz vom Tisch zu fegen</a>. Meiner Ansicht nach kann man es sich aber bei der Argumentation nicht zu einfach machen, indem man teilweise <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html" target="_blank">Punkte aufz&#228;hlt</a>, die bereits in der derzeit g&#252;ltigen Fassung des JMStV zur Geltung kommen. Ganz bitter aufgesto&#223;en sind mir beispielsweise folgende Punkte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es werden sowohl Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider, ISP) als auch Anbieter von Webspace (Hosting-Provider) mit den eigentlichen Inhalte-Anbietern gleich gesetzt. Sie werden als „Anbieter“ bezeichnet. Sie alle sind f&#252;r die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Schon aus der jetzt g&#252;ltigen Fassung des JMStV kann man ableiten, dass auch Anbieter von Webspace (sogenannte Hosting-Provider) zur Verantwortung gezogen werden k&#246;nnen, wenn ihnen Umfang und Inhalt von &#8220;entwicklungsbeeintr&#228;chtigenden&#8221; Internetangeboten bekannt ist. Im Klartext hei&#223;t es: Jedes Unternhemen steht schon mit einem Fu&#223; im Knast (&#252;berspitzt ausgedr&#252;ckt), wenn es Kenntnis &#252;ber solche Angebote erlangt und dabei unt&#228;tig bleibt. Entsprechende Angebote m&#252;ssten also schon heute von Hosting-Providern gel&#246;scht oder zumindest f&#252;r die Allgemeinheit unzug&#228;nglich gemacht werden. Die aktuelle Fassung des JMStV k&#246;nnt ihr im &#220;brigen <a  href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&#038;query=JMedienSchStVtrG+BW&#038;psml=bsbawueprod.psml&#038;max=true&#038;aiz=true" target="_blank">hier</a> nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin st&#246;&#223;t mir etwas bitter auf, dass der AK Zensur geradezu so argumentiert, dass die Kennzeichnungspflicht von Internetangeboten erst mit der Weiterentwicklung des JMStV in Kraft tritt. Auch diese Annahme ist falsch. Der Paragraf 12 des JMStV sieht Folgendes vor &#8211; wenn auch etwas schwammig formuliert:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Anbieter von Telemedien, die ganz oder im Wesentlichen inhaltsgleich sind mit bespielten Videokassetten und mit anderen zur Weitergabe geeigneten, f&#252;r die Wiedergabe auf oder das Spiel an Bildschirmger&#228;ten mit Filmen oder Spielen programmierten Datentr&#228;gern (Bildtr&#228;gern), die nach § 12 des Jugendschutzgesetzes gekennzeichnet oder f&#252;r die jeweilige Altersstufe freigegeben sind, m&#252;ssen auf eine vorhandene Kennzeichnung in ihrem Angebot deutlich hinweisen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch die Zust&#228;ndigkeiten unterschiedlicher staatsnaher oder staatsgetragenen Organisationen (wie jugendschutz.net, KJM, etc.) werden im bereits bestehenden Vertrag klar definiert, aber erst seit der Neufassung vom AK moniert. M&#246;glichkeiten der Zensur sind dadurch ebenfalls schon gegeben, wie man anhand einiger Beispiele sehen kann, anhand derer das schon versucht wurde (siehe auch <a  href="http://www.lars-haise.de/internet/00874-kjm-draengt-provider-zu-freiwilligen-internetsperren.html" target="_blank">diesen Artikel</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen wird einfach an der Wurzel falsch angesetzt. Denn die Frage ist doch eigentlich: <strong>BRAUCHEN</strong> wir in Deutschland einen so umfassenden Jugendschutz? Oder anders gefragt: Wer definiert Jugendschutz eigentlich? Meiner Ansicht nach hat der Schutz von Jugendlichen weniger damit zu tun, ihnen vorzuschreiben, was sie genau zu konsumieren haben. In &#214;sterreich klappt das alles schlie&#223;lich auch ohne einheitliche Abkommen ganz prima &#8211; Anarchie herrscht dort letztlich auch nicht und, soweit ich das als Au&#223;enstehender beurteilen kann, die Entwicklung &#246;sterreichischer Jugendlicher d&#252;rfte genauso wenig durch fehlende Standards beeintr&#228;chtigt sein als die unserer Jugendlichen, wenn es diesen strikten &#8220;Schutzkatalog&#8221; nicht g&#228;be. Wieso wird also von der Politik ein so gro&#223;es Bed&#252;rfnis heraufbeschworen, dass man unsere Kinder und Jugendliche in Watte einpacken muss?</p>
<p style="text-align: justify;">Meiner Auffassung nach ist es v&#246;llig ausreichend zu definieren, ab wann ein Jugendlicher Tabakwaren und alkoholische Getr&#228;nke konsumieren darf, ebenso, wann dieser an Gl&#252;cksspielen teilnehmen und eine Diskothek betreten darf. Das sind so die grunds&#228;tzlichen Sachen, die man schon aufgrund m&#246;glicher Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Gastwirte und H&#228;ndler festlegen sollte. Aber davon, die Medien zum Schutze unserer Jugend zu beschneiden, halte ich schon seit dem panischen Ausbau unseres Jugendschutzes aus den Zeiten des Amoklaufs in Erfurt schon nicht viel. Im Grunde genommen m&#252;ndete die mediale Zensur dort ja zum sprichw&#246;rtlichen Gipfel, als man penibel festlegte, dass die Freiwillige Selbstkontrolle keine Freiwillige Selbstkontrolle mehr ist, sondern eine verbindliche Vorgehensweise f&#252;r die Unterhaltungsindustrie, um ihre Produkte &#252;berhaupt frei in den Handel zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weit ausgeholt, vielleicht sogar etwas vom Kernpunkt abgewichen: Meine Meinung ist jedenfalls klar: Es sollte nicht dar&#252;ber diskutiert werden, ob der aktuelle Entwurf des JMStV vom Tisch sollte, sondern dass dieses Zensurinstrument &#8211; wie es schon seit langer Zeit besteht und nicht erst seit der Idee einer Weiterentwicklung &#8211; &#252;berhaupt erst wieder beseitigt werden sollte, da es den Sinn verfehlt. Es ist nicht Aufgabe des Staates darauf zu achten, welche Medien von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden, sondern die der Eltern im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht. Eine Verletzung dieser Pflicht ist bekanntlich schon strafbar und sollte es nach meinem Verst&#228;ndnis nicht nur dann sein, wenn Kinder mit Feuer gespielt haben oder in einer Wohnung verwahrlosen. Insofern braucht man sich doch &#252;berhaupt keinen Gedanken daran verschwenden, wie man sich seine Jugend zu sprichw&#246;rtlichen &#8220;Allesfressern&#8221; im Interesse der Politik &#8220;zurechtschneiden&#8221; kann, sondern wie die Eltern st&#228;rker in die Pflicht genommen werden k&#246;nnen. Im Grunde genommen behindert der deutsche Jugendschutz n&#228;mlich nicht nur Jugendliche bei der Informationsbeschaffung und dem Medienkonsum, sondern auch gestandene Erwachsene, die bestimmte Medien &#252;ber das Ausland beschaffen m&#252;ssen, da sie in Deutschland auf dem Index stehen. Und eine Duldung von verschiedenen Indexen &#8211; wie sie schon seit etlichen Jahren existieren &#8211; kann genauso wenig die L&#246;sung sein wie die Filterung von Internetseiten unter dem Deckmantel Kinderpornografie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn der AK Zensur weiterhin in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung ernst genommen werden will, sollte er sich daher &#252;berlegen, wohin die Reise &#252;berhaupt gehen soll.</p>
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		<title>Bundespr&#228;sident macht Weg frei f&#252;r Zensursula-Gesetz</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:08:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lange war es ruhig um das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz, was im vergangenen Jahr unter dem Schlagwort &#8220;Zensursula-Gesetz&#8221; einen traurigen Weg in die deutsche Parlamentsgeschichte gefunden hat, unter anderem durch das doch sehr chaotische Gesetzgebungsverfahren verbunden. Horst K&#246;hler, Bundespr&#228;sident der Bundesrepublik Deutschland und damit oberster Repr&#228;sentant der Bundesb&#252;rger, war die letzte Bastion der Hoffnung der Netzbewegung, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Lange war es ruhig um das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz, was im vergangenen Jahr unter dem Schlagwort &#8220;Zensursula-Gesetz&#8221; einen traurigen Weg in die deutsche Parlamentsgeschichte gefunden hat, unter anderem durch das doch sehr chaotische Gesetzgebungsverfahren verbunden. Horst K&#246;hler, Bundespr&#228;sident der Bundesrepublik Deutschland und damit oberster Repr&#228;sentant der Bundesb&#252;rger, war die letzte Bastion der Hoffnung der Netzbewegung, um ein m&#246;gliches Inkrafttreten dieses Gesetzes doch noch abzuwenden. Heute stellte sich Horst K&#246;hler offiziell gegen die Netzgemeinde und damit gegen eine der gr&#246;&#223;ten B&#252;rgerrechtsbewegungen der letzten Jahre &#252;berhaupt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1792"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der Bundespr&#228;sident <a  href="http://bundespraesident.de/Journalistenservice/Pressemitteilungen-,11107.662222/Ausfertigung-des-Gesetzes-zur-.htm?global.back=/Journalistenservice/-%2c11107%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbpr_liste" target="_blank">lie&#223; &#252;ber seinen Internetauftritt mitteilen</a>, dass<em> &#8220;keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken&#8221;</em> best&#252;nden, <em>&#8220;die ihn an einer Ausfertigung gehindert h&#228;tten&#8221;.</em> Er gehe davon aus, dass die deutsche Bundesregierung entsprechend ihrer Stellungnahme vom 4. Februar 2010 nunmehr<em> &#8220;auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes&#8221;</em> Kinderpornografie im Internet nachhaltig und effektiv bek&#228;mpft.</p>
<p style="text-align: justify;">K&#246;hler lag das Gesetz bereits seit vorigem Sommer vor. In einem h&#246;chst chaotischen und von vielen &#196;nderungen geplagten Verfahren hatte die damalige gro&#223;e Koaliton (bestehend aus CDU, CSU und SPD) das Gesetz noch vor der Bundestagswahl im September durch den Deutschen Bundestag gepeitscht. Im November bat der Bundespr&#228;sident dann im Rahmen der Pr&#252;fung des Gesetzes um &#8220;erg&#228;nzende Informationen&#8221;. Das Bundeskanzleramt teilte K&#246;hler mit, dass man nicht mehr vor habe, die im Zugangserschwerungsgesetz festgeschriebenen Internetsperren weiter zu verfolgen. Kinderpornos sollen stattdessen direkt von den betreffenden Servern gel&#246;scht werden &#8211; mit gesetzlicher Untermalung. Die Bundestagsfraktion der Gr&#252;nen reagierte zugleich mit einem Entwurf zur Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetz.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Die Reaktion der FDP bleibt abzuwarten. Mit der Abwendung &#8211; oder zumindest vor&#252;bergehenden Aussetzung des Gesetzes &#8211; konnte die vormals als &#8220;B&#252;rgerrechtspartei&#8221; in den Wahlkampf gezogene Partei zumindest einen Punkt hinsichtlich der B&#252;rgerrechte im Koalitionsvertrag durchboxen. Wenn die jetzt schon schw&#228;chelnden Liberalen nicht auch noch ihre Glaubw&#252;rdigkeit im umfassenden Themengebiet B&#252;rgerrechte verspielen will, tut sie sich gut daran, zu ihren programmatischen Punkten aus dem Wahlkampf zu stehen. Da jedoch die Landesverb&#228;nde der FDP schon hinsichtlich des umstrittenen Jugendmedienschutzstaatsvertrages nur wenig Ambitionen zu einer &#220;berarbeitung dieses noch m&#228;chtigeren Zensurwerkes gezeigt haben, wird die Reaktion auf das Inkrafttreten des Zensursula-Gesetzes &#228;hnlich ausfallen.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundespraesident-unterzeichnet-Websperren-Gesetz-933180.html" target="_blank">heise.de</a>)</p>
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		<title>Zensursula-Gesetz vorerst gekippt: K&#246;hler verweigert Unterschrift</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie der Spiegel meldet, wird das von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Zugangserschwerungsgesetz zun&#228;chst nicht in Kraft treten. Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler hat weitere Informationen zu diesem Gesetz von der Bundesregierung angefordert, die er auswerten m&#246;chte, ehe er seine Unterschrift unter das Gesetz setzt. Das Gesetz ist auch trotz seiner zahlreichen Ver&#228;nderungen w&#228;hrend des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,663980,00.html" target="_blank">Wie der Spiegel meldet</a>, wird das von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Zugangserschwerungsgesetz zun&#228;chst nicht in Kraft treten. Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler hat weitere Informationen zu diesem Gesetz von der Bundesregierung angefordert, die er auswerten m&#246;chte, ehe er seine Unterschrift unter das Gesetz setzt. Das Gesetz ist auch trotz seiner zahlreichen Ver&#228;nderungen w&#228;hrend des Gesetzgebungsverfahrens sehr umstritten, da dessen Verfassungsm&#228;&#223;igkeit stark angezweifelt wird.</p>
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		<title>Stoppschilder sind gesetzeswidrig: Gericht stoppt Zensursula</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 15:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat die Internetsperren, die zur Zeit nur durch Sperrvertr&#228;ge zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und Internet-Provider existieren, gestoppt. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass die Sperrvertr&#228;ge gesetzeswidrig sind und zur Durchf&#252;hrung eine gesetzliche Grundlage fehlt. Damit ist es dem BKA somit untersagt, bis zur Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch den Bundespr&#228;sidenten, Sperrlisten an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat die Internetsperren, die zur Zeit nur durch Sperrvertr&#228;ge zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und Internet-Provider existieren, gestoppt. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass die Sperrvertr&#228;ge gesetzeswidrig sind und zur Durchf&#252;hrung eine gesetzliche Grundlage fehlt. Damit ist es dem BKA somit untersagt, bis zur Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch den Bundespr&#228;sidenten, Sperrlisten an die Internet-Provider auszuliefern und diese zur Durchf&#252;hrung von DNS-Sperren aufzufordern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.cynamite.de/index.cfm?pid=784&#038;pk=82331" target="_blank">Begr&#252;ndung des Urteils</a>:</p>
<blockquote style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Das Gesetz sei zwar von Bundestag und Bundesrat verabschiedet, bisher aber noch nicht ver&#246;ffentlicht worden. Somit gebe es keine rechtliche Grundlage f&#252;r die Auslieferung der BKA-Sperrlisten.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bis 8. Oktober befand sich das Zugangserschwerungsgesetz noch in einem Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission in Br&#252;ssel. Da aus Br&#252;ssel jedoch keine Widerworte zu vernehmen waren, fehlt letztlich nur noch die Unterschrift von Horst K&#246;hler. <a  href="http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2009/oktober/koehler_zugangserschwerungsgesetz/" target="_blank">Mit seiner Unterschrift und nach der Ver&#246;ffentlichung des Gesetzes</a> d&#252;rfen auch die Sperrlisten an die Internet-Provider ausgeliefert werden. Bis dahin wurden der BKA-Pr&#228;sident und sein Referatsleiter dazu aufgefordert, eine eidesstattliche Versicherung abzugeben, die garantieren soll, dass bis zur Ver&#246;ffentlichung des Gesetzes keinerlei Aktivit&#228;ten im Rahmen der Sperrvertr&#228;ge stattfinden.</p>
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		<title>Piraten Infostand in Schorndorf ein voller Erfolg!</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 18:18:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute fand in der Zeit zwischen 08.30 Uhr und 13.00 Uhr in Schorndorf der dort bislang zweite Infostand der Piratenpartei statt. In der Johann-Philipp-Palm-Stra&#223;e 8 hatten wir unseren Stand zwischen dem der CDU zu unserer Linken und der SPD zu unserer Rechten. Unter das Volk gebracht wurden neben unserem Wahlprogramm auch ein ganzer Stapel Flyer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute fand in der Zeit zwischen 08.30 Uhr und 13.00 Uhr in Schorndorf der dort bislang zweite Infostand der Piratenpartei statt. In der Johann-Philipp-Palm-Stra&#223;e 8 hatten wir unseren Stand zwischen dem der CDU zu unserer Linken und der SPD zu unserer Rechten. Unter das Volk gebracht wurden neben unserem Wahlprogramm auch ein ganzer Stapel Flyer, Fahnen, Kugelschreiber, Aufkleber, Buttons sowie einige andere Kleinigkeiten. Vor allem die Kinder erfreuten sich an unseren kleinen Schwenkf&#228;hnchen, sodass diese sich gleichm&#228;&#223;ig in Richtung CDU- bzw. SPD-Stand verstreuten und so f&#252;r ein etwas anderes Bild sorgten.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1084"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a  href="http://www.lars-haise.net/wp-content/uploads/2009/09/IMG_0369.JPG" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1085" style="border: 1px solid black;" title="Piraten Infostand in Schorndorf" src="http://www.lars-haise.net/wp-content/uploads/2009/09/IMG_0369-300x225.jpg" alt="Piraten Infostand in Schorndorf" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zwar hatten wir am Anfang einige kleine Anlaufschwierigkeiten, aber gegen 10.00 Uhr habe ich mir ein paar Flyer und Fahnen geschnappt, die ich unter den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern verteilte, die entweder vom Wochenmarkt kamen oder die in die Richtung des Marktes liefen. Dabei entstanden auch sehr interessante Gespr&#228;che. Einerseits konnte ich den Eindruck einer &#8220;Kinderpornopartei&#8221; sehr schnell durch gute Argumente entkr&#228;ften, zum anderen auch vermitteln, was uns Piraten &#8211; insbesondere bei der Behandlung von Kinderpornografie im Internet &#8211; wichtig ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Gr&#252;&#223;e auch an den CDU-Vorsitzenden aus Schorndorf, der sich irgendwann auch dazu breitgeschlagen hat, zumindest kurz am Stand der Piraten vorbeizuschauen. Ingo Sombrutzki ist mir noch aus meiner Zeit in der Jungen Union bekannt. Auch wenn der Versuch vergebens war, mich wieder auf die f&#252;r Ingo &#8220;richtige Seite&#8221; zu zerren, so konnte ich ihm doch versichern, dass meine Entscheidung, zu den Piraten &#8220;&#252;berzusiedeln&#8221;, doch die bessere war.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aber zum Stand an sich festzuhalten ist: Uns gingen am Ende sowohl Fahnen, Kugelschreiber als auch Buttons aus. Insgesamt kann man also sagen, dass wir uns in Schorndorf gut in die K&#246;pfe der Menschen gebrannt haben, nicht nur durch das Verteilen von Flyern, sondern auch durch eine Vielzahl an sehr konstruktiven Gespr&#228;chen mit den Menschen vor Ort.</p>
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		<title>Rette deine Freiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 17:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Rette deine Freiheit&#8221; hat Alexander Lehmann einen w&#252;rdigen Nachfolger f&#252;r &#8220;Du bist Terrorist&#8221; kreiert. Schaut selbst:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit &#8220;Rette deine Freiheit&#8221; hat <a  href="http://www.rettedeinefreiheit.de/" target="_blank">Alexander Lehmann</a> einen w&#252;rdigen Nachfolger f&#252;r &#8220;Du bist Terrorist&#8221; kreiert. Schaut selbst:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/OwrMroEiHj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/OwrMroEiHj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Nach Internetzensur jetzt auch noch der r&#252;ckverfolgbare Internetausweis?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 19:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die CDU ist sich ja wirklich f&#252;r nichts zu Schade. Nachdem man sich die junge Generation und die aktive Internetgemeinde nahezu g&#228;nzlich vergrault hat, scheint diese Zielgruppe auch gar nicht mehr interessant f&#252;r sie zu sein (Anmerkung: ob sie das jemals waren, sei mal dahingestellt). Nachdem die Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) bereits ank&#252;ndigte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die CDU ist sich ja wirklich f&#252;r nichts zu Schade. Nachdem man sich die junge Generation und die aktive Internetgemeinde nahezu g&#228;nzlich vergrault hat, scheint diese Zielgruppe auch gar nicht mehr interessant f&#252;r sie zu sein (Anmerkung: ob sie das jemals waren, sei mal dahingestellt). Nachdem die Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) <a  href="http://www.abendblatt.de/politik/article1120772/Kampf-gegen-Schmutz-im-Internet-wird-verschaerft.html" target="_blank">bereits ank&#252;ndigte</a>, das Zugangserschwerungsgesetz ausweiten zu wollen, da das Internet sonst zu einem<strong> &#8220;rechtsfreien Chaosraum&#8221;</strong> verkomme, <strong>in dem gemobbt, beleidigt und betrogen wird,</strong> kommen jetzt schon die ersten Forderungen nach einem r&#252;ckverfolgbaren Internetausweis aus Unionskreisen. Eine der prominentesten Stimmen d&#252;rfte die des Kanzleramtsministers Thomas de Maizière sein, der f&#252;r das Internet &#228;hnliche Verkehrsregeln einfordert, wie es sie auf dem Finanzmarkt geben w&#252;rde.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-916"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Aber halt, Stopp! Regeln, wie wir sie vom Finanzmarkt kennen? Wenn die <strong>&#8220;Verkehrsregeln f&#252;r das Internet&#8221;</strong> in den Augen von de Maizière &#228;hnlich aussehen wie die des Finanzmarktes, dann d&#252;rfte das Internet wahrlich zu einem rechtsfreien Chaosraum verkommen. Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise beweist doch, wo die Machtverh&#228;ltnisse liegen: Gewiss nicht beim Gestzgeber, sondern bei Lobby und Gro&#223;konzernen &#8211; <a  href="http://www.lars-haise.net/politik/00901-juergen-elsaesser-ueber-den-wirtschaftskrieg.html" target="_blank">im Fall der Finanzkrise bei den Gro&#223;banken</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Unwesentlich beruhigender ist da ein Statement einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Nachtrag vom 11. August 2009, 16:28 Uhr:</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte Golem.de: &#8220;Die Einf&#252;hrung eines Internetausweises, der die Nutzer r&#252;ckverfolgbar macht, ist nicht geplant.&#8221;. Sie k&#246;nne aber nur f&#252;r ihr Haus sprechen, nicht f&#252;r alle Ministerien, betonte sie ausdr&#252;cklich. Die Rheinische Post hatte sich auf Informationen aus Regierungskreisen berufen. Auch der elektronische Personalausweis mit Online-Identit&#228;tsnachweis erlaube eine anonyme Nutzung im Internet durch die M&#246;glichkeit, Pseudonyme zu verwenden.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(via <a  href="http://www.golem.de/0908/68966.html" target="_blank">golem.de</a>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Denn eines ist klar: Die n&#228;chsten kranken, v&#246;llig &#252;berzogenen Forderungen schwirren schon in irgendwelchen K&#246;pfen der Unionspolitiker umher. Ich bin ja bis jetzt immer noch gespannt, wie die Verhaltensregeln von Ursula von der Leyen aussehen sollen. Dabei reguliert sich das Internet doch weitestgehend schon selbst, beispielsweise durch die ber&#252;hmt ber&#252;chtigte <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette" target="_blank">Netiquette</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Schritt in Richtung r&#252;ckverfolgbare Internetausweise w&#228;re nur der n&#228;chste logische Schritt der Massenkontrolle. Nachdem man schon sechs Monate einen Teil der Nutzerdaten von 82 Millionen Bundesb&#252;rgern im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung abspeichert, k&#246;nnten daraus auch nette Nutzungsprofile f&#252;r einen solchen Ausweis erstellt werden.</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Zeigt der CDU das STOPP-Schild, w&#228;hlt Piraten!</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zensursula-Gesetz tritt vorerst nicht in Kraft</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 13:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zugangserschwerungsgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte das von CDU/CSU und SPD im Juni verabschiedete &#8220;Zugangserschwerungsgesetz&#8221;, unter anderem auch als Zensursula-Gesetz bekannt, bereits ab 1. August 2009 in Kraft treten. Die Betonung liegt auf eigentlich. Denn die Verantwortlichen haben vergessen, dass einige nationale Gesetze vor der Europ&#228;ischen Union einem Notifizierungsverfahren unterliegen [1] [2]. Im Klartext hei&#223;t das, dass die EU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eigentlich sollte das von CDU/CSU und SPD im Juni verabschiedete &#8220;Zugangserschwerungsgesetz&#8221;, unter anderem auch als Zensursula-Gesetz bekannt, bereits ab 1. August 2009 in Kraft treten. Die Betonung liegt auf eigentlich. Denn die Verantwortlichen haben vergessen, dass einige nationale Gesetze vor der Europ&#228;ischen Union einem Notifizierungsverfahren unterliegen <a  href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/01/dateientausch-im-gesetzesverfahren/" target="_blank">[1]</a> <a  href="http://blog.beck.de/2009/07/30/netzsperre-gegen-kinderpornografie-tritt-vorerst-nicht-in-kraft" target="_blank">[2]</a>. Im Klartext hei&#223;t das, dass die EU &#8211; noch bevor der Bundespr&#228;sident seinen Segen gibt &#8211; das Gesetz abnicken muss. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass das von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Gesetzesvorhaben fr&#252;hestens in drei Monaten in Kraft tritt, also lange nach der Bundestagswahl.</p>
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