Wie ich an anderen Stellen auf meinem Weblog bereits berichtet habe [1] [2], ist zumindest ein Austritt aus der Jungen Union (JU) beziehungsweise CDU im Rems-Murr-Kreis nicht besonders einfach. Der gesamte Austrittsprozess hat sich über mehr als zwölf Monate hingezogen und hatte mehrere Austrittsbitten meinerseits zur Folge, jeweils aus ziemlich unterschiedlichen Gründen, da sich bundespolitisch immer mehr ins Negative ergeben hat. Zu Beginn war es die Vorratsdatenspeicherung, dann das bevorstehende Verbot von Action-Videospielen und zu guter letzt die Zensursula-Debatte mit den hübschen Stopp-Schildern. Ich denke mal, dass einige Unentschlossene, die immer noch in der JU (oder CDU) sind, also von meinen Erfahrungen profitieren können, um möglichst schnell aus der – wie Ronald Pofalla nach den Wahlen in Sachsen, Thüringen und Saarland im ZDF sagte – “einzigen Volkspartei Deutschlands” auszutreten. Die Zeit ist nämlich reif! Wir brauchen keine zweite SED, die sich über die Hintertür versucht ein “Ein-Parteien-Regime” aufzubauen.
Wahnsinn. Nachdem jetzt nicht nur die CDU auf YouTube vertreten ist, hat mittlerweile auch die Junge Union – die bekanntlich den politischen Nachwuchs der CDU produziert – das Web 2.0 für sich entdeckt. Überschattet von “Hackerangriffen”. In einer Pressemitteilung ruft die Polit-Elite daher zu einem fairen Wahlkampf auf und das ganze wäre natürlich nicht so lustig, wenn da nicht noch der rechtsfreie Raum im Internet wäre, Zitat Pressemitteilung:
Das Internet ist kein moral- oder rechtsfreier Raum. Deshalb fordert die Junge Union einen fairen Internetwahlkampf und tritt gerade in Wahlkampfzeiten für einen offenen und freien Meinungsaustausch im Netz ein.
Ich hoffe, dass ich das auch schon sagen kann, obwohl auf meinen kürzlich versendeten Aufnahmeantrag noch keine Rückmeldung kam. Wie dem auch sei: Nach gut zweijähriger Mitgliedschaft in der Jungen Union (JU) bin ich am Montag der Piratenpartei beigetreten. Was mich dazu brachte?
Nachdem ich ja bereits im vergangenen Jahr schon einmal versucht habe, aus der Jungen Union auszutreten und daraufhin keine Reaktion der Verantwortlichen erfolgte, frischte ich dieses Ersuchen Anfang 2009 noch einmal auf. Natürlich hat der Kreisverband Rems-Murr auch bis heute noch nicht durchsickern lassen, ob mein Austritt endlich durch ist.
Dass die GEZ nicht gerade der sauberste Verein ist, sollte mittlerweile so ziemlich jedem klar sein. Besser sind aber dagegen nicht zwangsläufig diejenigen, die auf irgendeine Art und Weise versuchen uns – das Volk – zu diktieren: Die Parteien. Seit geraumer Zeit bin ich Mitglied in der Jungen Union (JU) im Ortsverband Winterbach, bzw. durch diese Mitgliedschaft auch zwangsläufig im Kreisverband Rems-Murr. Die JU ist die Partei, die den Nachwuchs für die CDU produziert. Und wie wir wissen produzierte die CDU in den vergangenen zwölf Monaten sehr viel Müll, der auch in absehbarer Zeit noch Auswirkungen auf unser “heiliges Grundgesetz” haben könnte (siehe auch: Zensursula).













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