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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; jugendschutz.net</title>
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	<description>Games, Technik, Politik, Medien, Internet, Wahrheitsforschung</description>
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		<title>Kommentar: Die Diskussion um Jugend(medien)schutz aus einem ganz anderen Blickwinkel</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 13:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter der B&#252;rgerrechte, wie sie in Organisationen wie dem AK Zensur gruppiert sind, nicht an Zurechnungsf&#228;higkeit in der Bev&#246;lkerung zu verlieren. In erster Linie vertrete ich auf meinem Blog ohnehin nicht die Ansicht der Piratenpartei, sondern die meines eigenen Gedankengutes &#8211; deswegen m&#246;chte ich hier einfach mal das niederschreiben, was mir hinsichtlich der laufenden Debatte so aufst&#246;&#223;t.</p>
<p><span id="more-1798"></span></p>
<h4>Welches Ziel wird verfolgt?</h4>
<p style="text-align: justify;">In erster Linie verfolgt der AK Zensur das Ziel, die &#8220;Weiterentwicklung&#8221; des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV), was unter den L&#228;ndern eine Vereinbarung zu einheitlichen Standards im Jugendmedienschutz darstellt, <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html" target="_blank">ganz vom Tisch zu fegen</a>. Meiner Ansicht nach kann man es sich aber bei der Argumentation nicht zu einfach machen, indem man teilweise <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html" target="_blank">Punkte aufz&#228;hlt</a>, die bereits in der derzeit g&#252;ltigen Fassung des JMStV zur Geltung kommen. Ganz bitter aufgesto&#223;en sind mir beispielsweise folgende Punkte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es werden sowohl Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider, ISP) als auch Anbieter von Webspace (Hosting-Provider) mit den eigentlichen Inhalte-Anbietern gleich gesetzt. Sie werden als „Anbieter“ bezeichnet. Sie alle sind f&#252;r die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Schon aus der jetzt g&#252;ltigen Fassung des JMStV kann man ableiten, dass auch Anbieter von Webspace (sogenannte Hosting-Provider) zur Verantwortung gezogen werden k&#246;nnen, wenn ihnen Umfang und Inhalt von &#8220;entwicklungsbeeintr&#228;chtigenden&#8221; Internetangeboten bekannt ist. Im Klartext hei&#223;t es: Jedes Unternhemen steht schon mit einem Fu&#223; im Knast (&#252;berspitzt ausgedr&#252;ckt), wenn es Kenntnis &#252;ber solche Angebote erlangt und dabei unt&#228;tig bleibt. Entsprechende Angebote m&#252;ssten also schon heute von Hosting-Providern gel&#246;scht oder zumindest f&#252;r die Allgemeinheit unzug&#228;nglich gemacht werden. Die aktuelle Fassung des JMStV k&#246;nnt ihr im &#220;brigen <a  href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&#038;query=JMedienSchStVtrG+BW&#038;psml=bsbawueprod.psml&#038;max=true&#038;aiz=true" target="_blank">hier</a> nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin st&#246;&#223;t mir etwas bitter auf, dass der AK Zensur geradezu so argumentiert, dass die Kennzeichnungspflicht von Internetangeboten erst mit der Weiterentwicklung des JMStV in Kraft tritt. Auch diese Annahme ist falsch. Der Paragraf 12 des JMStV sieht Folgendes vor &#8211; wenn auch etwas schwammig formuliert:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Anbieter von Telemedien, die ganz oder im Wesentlichen inhaltsgleich sind mit bespielten Videokassetten und mit anderen zur Weitergabe geeigneten, f&#252;r die Wiedergabe auf oder das Spiel an Bildschirmger&#228;ten mit Filmen oder Spielen programmierten Datentr&#228;gern (Bildtr&#228;gern), die nach § 12 des Jugendschutzgesetzes gekennzeichnet oder f&#252;r die jeweilige Altersstufe freigegeben sind, m&#252;ssen auf eine vorhandene Kennzeichnung in ihrem Angebot deutlich hinweisen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch die Zust&#228;ndigkeiten unterschiedlicher staatsnaher oder staatsgetragenen Organisationen (wie jugendschutz.net, KJM, etc.) werden im bereits bestehenden Vertrag klar definiert, aber erst seit der Neufassung vom AK moniert. M&#246;glichkeiten der Zensur sind dadurch ebenfalls schon gegeben, wie man anhand einiger Beispiele sehen kann, anhand derer das schon versucht wurde (siehe auch <a  href="http://www.lars-haise.de/internet/00874-kjm-draengt-provider-zu-freiwilligen-internetsperren.html" target="_blank">diesen Artikel</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen wird einfach an der Wurzel falsch angesetzt. Denn die Frage ist doch eigentlich: <strong>BRAUCHEN</strong> wir in Deutschland einen so umfassenden Jugendschutz? Oder anders gefragt: Wer definiert Jugendschutz eigentlich? Meiner Ansicht nach hat der Schutz von Jugendlichen weniger damit zu tun, ihnen vorzuschreiben, was sie genau zu konsumieren haben. In &#214;sterreich klappt das alles schlie&#223;lich auch ohne einheitliche Abkommen ganz prima &#8211; Anarchie herrscht dort letztlich auch nicht und, soweit ich das als Au&#223;enstehender beurteilen kann, die Entwicklung &#246;sterreichischer Jugendlicher d&#252;rfte genauso wenig durch fehlende Standards beeintr&#228;chtigt sein als die unserer Jugendlichen, wenn es diesen strikten &#8220;Schutzkatalog&#8221; nicht g&#228;be. Wieso wird also von der Politik ein so gro&#223;es Bed&#252;rfnis heraufbeschworen, dass man unsere Kinder und Jugendliche in Watte einpacken muss?</p>
<p style="text-align: justify;">Meiner Auffassung nach ist es v&#246;llig ausreichend zu definieren, ab wann ein Jugendlicher Tabakwaren und alkoholische Getr&#228;nke konsumieren darf, ebenso, wann dieser an Gl&#252;cksspielen teilnehmen und eine Diskothek betreten darf. Das sind so die grunds&#228;tzlichen Sachen, die man schon aufgrund m&#246;glicher Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Gastwirte und H&#228;ndler festlegen sollte. Aber davon, die Medien zum Schutze unserer Jugend zu beschneiden, halte ich schon seit dem panischen Ausbau unseres Jugendschutzes aus den Zeiten des Amoklaufs in Erfurt schon nicht viel. Im Grunde genommen m&#252;ndete die mediale Zensur dort ja zum sprichw&#246;rtlichen Gipfel, als man penibel festlegte, dass die Freiwillige Selbstkontrolle keine Freiwillige Selbstkontrolle mehr ist, sondern eine verbindliche Vorgehensweise f&#252;r die Unterhaltungsindustrie, um ihre Produkte &#252;berhaupt frei in den Handel zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weit ausgeholt, vielleicht sogar etwas vom Kernpunkt abgewichen: Meine Meinung ist jedenfalls klar: Es sollte nicht dar&#252;ber diskutiert werden, ob der aktuelle Entwurf des JMStV vom Tisch sollte, sondern dass dieses Zensurinstrument &#8211; wie es schon seit langer Zeit besteht und nicht erst seit der Idee einer Weiterentwicklung &#8211; &#252;berhaupt erst wieder beseitigt werden sollte, da es den Sinn verfehlt. Es ist nicht Aufgabe des Staates darauf zu achten, welche Medien von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden, sondern die der Eltern im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht. Eine Verletzung dieser Pflicht ist bekanntlich schon strafbar und sollte es nach meinem Verst&#228;ndnis nicht nur dann sein, wenn Kinder mit Feuer gespielt haben oder in einer Wohnung verwahrlosen. Insofern braucht man sich doch &#252;berhaupt keinen Gedanken daran verschwenden, wie man sich seine Jugend zu sprichw&#246;rtlichen &#8220;Allesfressern&#8221; im Interesse der Politik &#8220;zurechtschneiden&#8221; kann, sondern wie die Eltern st&#228;rker in die Pflicht genommen werden k&#246;nnen. Im Grunde genommen behindert der deutsche Jugendschutz n&#228;mlich nicht nur Jugendliche bei der Informationsbeschaffung und dem Medienkonsum, sondern auch gestandene Erwachsene, die bestimmte Medien &#252;ber das Ausland beschaffen m&#252;ssen, da sie in Deutschland auf dem Index stehen. Und eine Duldung von verschiedenen Indexen &#8211; wie sie schon seit etlichen Jahren existieren &#8211; kann genauso wenig die L&#246;sung sein wie die Filterung von Internetseiten unter dem Deckmantel Kinderpornografie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn der AK Zensur weiterhin in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung ernst genommen werden will, sollte er sich daher &#252;berlegen, wohin die Reise &#252;berhaupt gehen soll.</p>
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		<title>Innenminister aus Bayern fordert Netzsperren f&#252;r rechtsextreme Internetseiten</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 10:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem Ursula von der Leyen (CDU) bereits ein Totschlagsargument zur Einf&#252;hrung von Netzsperren hervorgebracht hat, versucht es die bayerische Schwester CSU in Form von Innenminister Joachim Herrmann mit der ber&#252;hmt ber&#252;chtigten Nazi-Keule. heise.de, Bayers Innenminister fordert Sperren f&#252;r rechtsextreme Web-Seiten: Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat eine Ausweitung der Web-Sperren auf rechtsextreme Intenet-Seiten gefordert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem Ursula von der Leyen (CDU) bereits ein Totschlagsargument zur Einf&#252;hrung von Netzsperren hervorgebracht hat, versucht es die bayerische Schwester CSU in Form von Innenminister Joachim Herrmann mit der ber&#252;hmt ber&#252;chtigten Nazi-Keule. heise.de, <a  href="http://www.heise.de/newsticker/Bayers-Innenminister-fordert-Sperren-fuer-rechtsextreme-Web-Seiten--/meldung/143559" target="_blank">Bayers Innenminister fordert Sperren f&#252;r rechtsextreme Web-Seiten</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat eine Ausweitung der Web-Sperren auf rechtsextreme Intenet-Seiten gefordert, meldet die Presseagentur dpa unter Berufung auf die Bild-Zeitung. Gegen&#252;ber Bild sagte der Politiker: &#8220;Die Zahlen zeigen, dass wir zur Bek&#228;mpfung h&#228;rtere Ma&#223;nahmen wie eine Sperrung von rechtsextremen Internetseiten dringend brauchen&#8221;. Herrmann bezieht sich dabei auf einen Bericht der Organisation jugendschutz.net, der im Jahr 2008 1707 rechtsextreme Seiten im Internet ausmachte. Ein Jahr davor hatte jugendschutz.net 1635 derartige Seiten gefunden.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">F&#252;r alle, die sich von den Mainstream-Medien nicht einlullen lassen m&#246;chten, empfehle ich an dieser Stelle eine Ver&#246;ffentlichung von <a  href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank">netzpolitik.org</a> unter der &#220;berschrift <a  href="http://netzpolitik.org/2009/naziwebseiten-glaube-nie-einer-statistik/" target="_blank">&#8220;Naziwebseiten: Glaube nie einer Statistik, &#8230;&#8221;</a>. Wer sich diesen Artikel etwas genauer betrachtet, wird auch verstehen, warum diese Zahl im Vergleich zu den in Deutschland unter einer .de-Domain registrierten Internetseiten doch &#8220;recht wenig&#8221; erscheint:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Auch die Angabe, mit “1707 Szene-Websites” g&#228;be es “weltweit” soviele Angebote, “wie nie zuvor”, sollte bei kurzem Nachdenken Stirnrunzeln hervorrufen. Das w&#228;ren &#8211; nicht nur angesichts von gut <a  href="http://www.denic.de/" target="_blank">13 Millionen registrierten .de-Domains</a> &#8211; erstaunlich wenige, oder? Und das &#252;brigens auch im Vergleich mit den Werten, die sonst im Rahmen der Diskussion genannt werden.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-921"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Zwar muss man jugendschutz.net zugute halten, dass sie in ihrem Bericht nicht explizit nach Internetsperren geschrien haben, <a  href="http://www.lars-haise.net/internet/00874-kjm-draengt-provider-zu-freiwilligen-internetsperren.html" target="_blank">wie es die Jungs von der KJM taten</a>. Aber das musste jugendschutz.net in diesem Fall auch nicht. Bei einem so klassischen Totschl&#228;ger war es den Mainzern vermutlich schon vorab klar, wie unsere Laien-Politiker darauf reagieren w&#252;rden. Die CSU demonstriert wieder auf sehr sch&#246;ne Weise, wie viel Tiefgang unsere Politiker im Bereich Internet zu haben scheinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Herr Herrmann, vielleicht wird es auch f&#252;r Sie endlich mal Zeit, dass Sie sich Ihre Rente beantragen, solange Sie noch k&#246;nnen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>KJM dr&#228;ngt Provider zu freiwilligen Internetsperren</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 18:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die rechte Hand von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz (KJM), will sich f&#252;r eine Versch&#228;rfung der Gesetze in Richtung Zugangssperren im Internet einsetzen, sofern Internet Service Provider (ISP) nicht freiwillig dazu bereit w&#228;ren &#8220;unzul&#228;ssige und jugendgef&#228;hrdende Inhalte&#8221; zu sperren. Dies geht aus dem T&#228;tigkeitsbericht [PDF] der KJM f&#252;r die Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die rechte Hand von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU), die <a  href="http://www.kjm-online.de/public/kjm/" target="_blank">Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz</a> (KJM), will sich f&#252;r eine Versch&#228;rfung der Gesetze in Richtung Zugangssperren im Internet einsetzen, sofern Internet Service Provider (ISP) nicht freiwillig dazu bereit w&#228;ren <strong>&#8220;unzul&#228;ssige und jugendgef&#228;hrdende Inhalte&#8221; </strong>zu sperren. Dies geht aus dem <a  href="http://www.lars-haise.net/wp-content/uploads/2009/08/KJM_Bericht_2007_2008.pdf" target="_blank">T&#228;tigkeitsbericht [PDF]</a> der KJM f&#252;r die Jahre 2007 und 2008 hervor. Dazu <a  href="http://www.heise.de/newsticker/KJM-draengt-Provider-zu-freiwilligen-Internetsperren--/meldung/142972" target="_blank">heise.de</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sp&#228;testens zum Fr&#252;hjahr kommenden Jahres wird mit der Vorlage des Neuentwurfs f&#252;r den auslaufenden Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) gerechnet. Darin lie&#223;e sich etwa die M&#246;glichkeit schaffen, dass die Beh&#246;rde die Provider direkt in die Pflicht nimmt, ohne zuerst den eigentlichen Inhalteanbieter abzumahnen. Weitere Themen, denen sich die KJM k&#252;nftig besonders intensiv widmen will, sind Online-Spiele, Chats und Casting-Shows.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zwar ist es jetzt schon g&#228;ngige Praxis, dass Inhalte-Anbieter im Internet beispielsweise &#252;ber die von Friedemann Schindler betriebene <a  href="http://jugendschutz.net/" target="_blank">jugendschutz.net</a> abgemahnt werden. Jedoch ist damit nicht zwangsl&#228;ufig eine Sperrung der Inhalte verbunden, da ein Teil der Internetangebote &#8211; in den vergangenen Jahren unter anderem viele Videospiel-Portale wie <a  href="http://www.onpsx.net/" target="_blank">onpsx.net</a> <a  href="http://www.derwesten.de/nachrichten/games/2008/9/16/news-77064744/detail.html" target="_blank">[2]</a> &#8211; auch einfach ins Ausland umziehen k&#246;nnen und somit f&#252;r die Beh&#246;rden in Deutschland nicht mehr greifbar sind. Eine &#196;nderung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags (JMStV) nach den W&#252;nschen der KJM h&#228;tte zur Folge, dass mit dem Jugendschutz als Vorwand Zensur durch die Hintert&#252;r betrieben werden kann, also auch &#252;ber die von der Bundesregierung in Umsetzung befindlichen Zugangssperren hinaus.</p>
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