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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Kinderpornografie</title>
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		<title>Bundeskriminalamt will weiterhin Stopp-Schilder im Internet aufstellen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mich verwundert es gerade ehrlich gesagt etwas, dass es dazu noch keine Stellungnahme von der Piratenpartei gab &#8211; aber dennoch ist es interessant, was von Seiten des Bundeskriminalamtes (BKA) zu h&#246;ren ist zum Thema Netzsperren und &#8220;Kampf gegen Kinderpornografie im Internet&#8221;: Wie Udo Vetter von lawblog.de und auch netzpolitik.org unter Berufung auf einen Artikel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mich verwundert es gerade ehrlich gesagt etwas, dass es dazu noch keine Stellungnahme von der Piratenpartei gab &#8211; aber dennoch ist es interessant, was von Seiten des Bundeskriminalamtes (BKA) zu h&#246;ren ist zum Thema Netzsperren und &#8220;Kampf gegen Kinderpornografie im Internet&#8221;: Wie Udo Vetter von <a  href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/15/schnell-sein-sollen-nur-die-anderen/">lawblog.de</a> und auch <a  href="http://www.netzpolitik.org/2010/bka-fordert-weiter-netzzensur/">netzpolitik.org</a> unter Berufung auf <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html">einen Artikel</a> in &#8220;Die Welt&#8221; berichten, schreien die Ermittler f&#246;rmlich danach, weiter an der Netzsperren-Infrastruktur zu bauen. 40 Prozent der beanstandeten Internetseiten vom BKA werden innerhalb von einer Woche nicht gel&#246;scht. Auf der anderen Seite muss das ja bedeuten, dass im selben Zeitraum 60 Prozent &#8211; also eine deutliche Mehrzahl der beanstandeten Seiten &#8211; von unserer gro&#223;en Datenautobahn verschwinden? Ist doch ein Erfolg! Und zurecht weist auch Udo Vetter darauf hin, dass deutsche Beh&#246;rden, insbesondere auch das BKA, nicht schneller reagieren. Hierzulande ist es schlie&#223;lich auch v&#246;llig normal, dass man Wochen oder gar Monate auf eine Reaktion von staatlichen Einrichtungen wartet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2291"></span>Kommen wir aber nun zu den Fakten, die der &#8220;Welt&#8221; offenbar vorliegen. Sie beziehen sich auf eine interne Studie des BKA. Demnach kommen die meisten L&#246;schungsbest&#228;tigungen aus Russland, gefolgt von den Staaten USA, Niederlande, Kanada, Schweden und Zypern, die in der Studie explizit benannt sein sollen (wo ist eigentlich das anscheinende &#8220;Bollwerk&#8221; der Kinderpornografie, Indien, in dieser Auflistung?). Nachdem es der Studie zur Folge zumindest mit Russland besser zu laufen scheint als mit den westlichen Staaten, fordern die Ermittler des BKA jetzt eine engere und verbesserte Kooperation mit den anderen Staaten. Der Innenminister Thomas de Maizière  (CDU) hatte allerdings zuletzt verk&#252;ndet, man habe sich beispielsweise mit den USA auf eine bessere Kooperation geeinigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls wie den Jungs von netzpolitik.org verwundert es mich nicht, dass keine weiteren Staaten &#8211; die wir aus der Zensursula-Porpaganda eigentlich kennen (wie Indien) &#8211; gezielt beim Namen genannt werden. Diese existieren zumeist in den kranken K&#246;pfen der Bef&#252;rworter von Netzsperren. Auch sehe ich nach wie vor keinen Milliardenmarkt, der mit illegaler Kinderpornografie Geld macht. Das kann man schon anhand der eingegangenen Meldungen beim BKA erkennen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Koalitionspolitiker streiten jetzt darum, ob das geltende Gesetz vollst&#228;ndig angewendet werden soll oder nicht. Den Ermittlern des BKA und den Kindern hilft das nicht: Sie erhalten rund </em><strong><em>150 Hinweise </em></strong><em><strong>im Monat,</strong> mit denen sich die Kinderpornografie im Internet bek&#228;mpfen l&#228;sst. 63 Prozent kommen von Hotlines und der „Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien“, 22 Prozent von Polizeidienststellen aus dem In- und Ausland, 14 Prozent direkt von B&#252;rgern und ein Prozent von Interpol oder Europol. </em></p>
<p style="text-align: justify;">(Aus dem Artikel <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html">&#8220;BKA kann Kinderpornografie nicht z&#252;gig l&#246;schen&#8221;</a> bei Welt.de)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">150 Hinweise im Monat, denen man erstmal nachgehen muss, klingt schon etwas wenig. Denn von den registrierten Hinweisen muss man zun&#228;chst dann noch die F&#228;lle abziehen, die sich als Irrtum erweisen. In Summe bleibt f&#252;r das BKA also eine recht &#252;berschaubare Zahl an Internetangeboten, die zur L&#246;schung anstehen und die dann gegebenenfalls den ausl&#228;ndischen Beh&#246;rden gemeldet werden m&#252;ssen. Im Umkehrschluss bleibt von der sprichw&#246;rtlichen &#8220;Verseuchung&#8221; des Internets durch Webseiten, auf denen Kinderpornografie zu Geld gemacht wird, nichts oder nur sehr wenig &#252;brig &#8211; ein Milliardenmarkt? Fehlanzeige!</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor also eine neue Debatte vom BKA &#252;ber Netzsperren zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie im Internet losgetreten wird, sollten die Verantwortlichen vor Ort in Wiesbaden mal &#252;ber die Effizienz ihrer Arbeit nachdenken und sich mal geh&#246;rig in den Arsch treten. Denn die &#252;berschaubare Zahl an F&#228;llen, die tats&#228;chlich zur L&#246;schung anstehen, stehen in keinem Verh&#228;ltnis dazu, deshalb eine Zensurinfrastruktur zu errichten und so umfangreich &#8211; und vor allem f&#252;r den Normalsterblichen unkontrollierbar &#8211; in das Grundrecht jedes Einzelnen auf Informationsfreiheit einzugreifen.</p>
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		<title>L&#252;gen haben kurze Beine: Ursula von der Leyen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 13:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2147" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="L&#252;gen haben kurze Beine - Ursula von der Leyen" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/06/Zensursula_150_Luegen.png" alt="" width="150" height="300" />Wir schreiben das Jahr 2009. Die Bundestagswahl steht kurz bevor, alle Parteien &#8211; auch die damalige schwarz-rote Koalition &#8211; befinden sich mitten im Wahlkampf. Noch kurz bevor es in die hei&#223;e Phase &#252;bergeht, werden Projekte von symbolischem Wert durchgeboxt. Eines dieser Symbolprojekte, was auf den ersten Blick einen guten Zweck verfolgt, aber auf dem Zweiten f&#252;r etwas ganz anderes zur Anwendung stand, sind die sogenannten Stopschilder f&#252;r Internetseiten, die kinderpornografische Schriften anbieten. In Gestalt des Zugangserschwerungsgesetzes wurde &#8211; unter Regie von Ursula von der Leyen (damalige Zensurministerin der CDU) &#8211; der erste Schritt in einen Zensurstaat gewagt und die Informationsfreiheit, die uns das Grundgesetz sichert, mit F&#252;&#223;en getreten. Das Gesetz sieht vor, dass Filterlisten vom Bundeskriminalamt angefertigt werden, die Internetseiten beinhalten, die von den Internetdienstanbietern (wie z. B. der Deutschen Telekom) gesperrt werden sollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2146"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Liste ist nicht transparent und nur das Bundeskriminalamt &#8211; und eine Hand voll &#8220;Kontrolleure&#8221; &#8211; haben Einblick darauf. Die Bef&#252;rchtung war (berechtigt), dass das Zugangserschwerungsgesetz auch daf&#252;r genutzt werden k&#246;nnte, um unangenehme au&#223;erparlamentarische Oppositionen auszuschalten und Regierungskritikern den Gar auszumachen. Au&#223;erdem weckte das Gesetz schon nach dessen Verabschiedung Begehrlichkeiten in den Reihen der CDU und selbst ernannten Jugendsch&#252;tzern. So forderten namhafte CDU-Politiker wie der Generalsekret&#228;r der CDU Baden-W&#252;rttembergs, Thomas Strobl, dass auch &#8220;Killerspiele&#8221; von den strittigen DNS-Sperren &#8211; die au&#223;erdem mit wenig technischem Hintergrundwissen leicht umgangen werden k&#246;nnen &#8211; <a  href="http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2009/juni/cdu-politiker_internetsperren_killerspiele/">erfasst werden sollten</a> <a  href="http://www.abgeordnetenwatch.de/thomas_strobl-650-5740--f193477.html#q193477">[2]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber Ursula von der Leyen selbst war es, die mit harten Bandagen gek&#228;mpft hat. So diffamierte sie unter anderem den Staat Indien, nichts gegen die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie zu unternehmen. Nur z&#246;gerlich, nachdem der indische Botschafter in Berlin sich zu Wort meldete, lie&#223; sie &#252;ber einen Ministeriumssprecher damals verlautbaren, man habe sich irrt&#252;mlicherweise auf Studiendaten aus dem Jahr 2006 berufen. Selbst hat sie sich f&#252;r ihre gestreuten L&#252;gen nie bei Indien entschuldigt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Indien sei ein Land, das &#8220;keinerlei Form von &#196;chtung von Kinderpornografie&#8221; habe, sagte Ursula von der Leyen im </em><a  href="http://www.sputnik.de/download/_audio/090709_dein_morgen_von_der_leyen_rohfassung.mp3"><em>Interview mit dem MDR-Radio Sputnik am 8.Juli</em></a><em> (2009, Anm. Lars Haise).</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/von-der-leyen-brueskiert-indien/">taz.de</a> am 15.07.2009</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und auch im Wahlkampf machte sie keinen Hehl daraus, Freunde der Informationsfreiheit und unseres Grundgesetzes in die Ecke von P&#228;dophilen zu dr&#228;ngen. <a  href="http://www.lars-haise.de/internet/00935-ursula-von-der-leyen-auf-propaganda-tour.html">Auf ihrer Propaganda-Tour im saarl&#228;ndischen Sulzbach</a> versuchte sie unter anderem, Mitglieder der Piratenpartei als Verteidiger von Kinderpornografie darzustellen. Zitat:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Und dann kam das Tollste: Dann war da der Chaos Computer Club und die Piratenpartei, die pl&#246;tzlich schrien: &#8216;Dasssss ist Zensur!&#8217; Meine Damen und Herren, Kinderpornografie im Internet anzuschauen ist Kindesmissbrauch und ich rufe all denjenigen zu, die in diesem Zusammenhang von Zensur im Internet sprechen: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und das Recht gilt online genauso wie offline.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nicht nur die Piratenpartei, auch Organisationen wie der AK Zensur haben oft genug betont, dass es nicht um den Schutz von P&#228;dophilen ginge oder um die Verdeckung von Straftaten, sondern um <a  href="http://ak-zensur.de/gruende/">effektivere Mittel</a> im Kampf gegen Kinderpornografie. L&#246;schen statt Sperren sollte Vorrang genie&#223;en &#8211; zumal sich beweisen lie&#223;, dass viele, auch ausl&#228;ndische Provider &#8211; innerhalb k&#252;rzester Zeit einschl&#228;gige Inhalte aus dem Netz entfernen. Wozu also eine total intransparente Zensurinfrastruktur errichten, wenn es denn anders auch m&#246;glich ist? Wer f&#252;r die Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie im Internet eintritt, m&#252;sste doch vor allem dann hellh&#246;rig werden, wenn es noch besser geht als unter den beabsichtigten Vors&#228;tzen: Von der Leyen lie&#223; sich aber w&#228;hrend der ganzen Debatte nicht belehren, schlug sogar Gespr&#228;chstermine aus. Es wurde also zum Ende hin immer deutlicher, dass es der Bundesregierung &#8211; und auch von der Leyen pers&#246;nlich &#8211; selbst gar nicht um die Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie ging, sondern um die Erprobung einer Zensurinfrastruktur, die auch auf andere Bereiche ausdehnbar w&#228;re. Kinderpornografie war in den Augen der Bef&#252;rworter des Zugangserschwerungsgesetz immer nur ein Vorwand, gegen den niemand einen Widerspruch einlegen konnte &#8211; denn wer Sperren gegen Kinderpornografie ablehnt, m&#252;sste demnach ein Bef&#252;rworter sein. Mit dieser Methode, auch in der Diskussionskultur bei den CDU-Infost&#228;nden vor der Wahl, konnte man Kritikern den Gar aus machen und wer das durchschaut und dennoch &#246;ffentlich angesprochen hat, wurde indirekt eine Mitt&#228;terschaft vorgeworfen.</p>
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		<title>J&#246;rg Tauss verl&#228;sst die Piratenpartei</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 16:45:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der ehemalige Bundestagsabgeordnete J&#246;rg Tauss, dem im vergangenen Jahr kurz vor der Bundestagswahl der Besitz von kinderpornografischem Material vorgeworfen wurde, ist nach dem Urteil des Landgerichts Karlsruhe &#8211; das ihn f&#252;r schuldig und nicht befugt befand, als Abgeordneter des Deutschen Bundestages eigene Recherchen anzustellen, bevor er &#252;ber ein Gesetz abstimmt &#8211; aus der Piratenpartei ausgetreten: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2130" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="J&#246;rg Tauss" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/05/jt_pirat.png" alt="" width="170" height="182" />Der ehemalige Bundestagsabgeordnete J&#246;rg Tauss, dem im vergangenen Jahr kurz vor der Bundestagswahl der Besitz von kinderpornografischem Material vorgeworfen wurde, ist nach dem Urteil des Landgerichts Karlsruhe &#8211; das ihn f&#252;r schuldig und nicht befugt befand, als Abgeordneter des Deutschen Bundestages eigene Recherchen anzustellen, bevor er &#252;ber ein Gesetz abstimmt &#8211; aus der Piratenpartei ausgetreten: <em>&#8220;Wir m&#252;ssen an den Infost&#228;nden &#252;ber unsere Inhalte diskutieren k&#246;nnen und d&#252;rfen nicht durch eine &#8220;Tauss-Debatte&#8221; gel&#228;hmt werden&#8221;,</em> so der ehemalige Bundestagsabgeordnete. Gerade die Massenmedien machten es sich mit der Verurteilung besonders leicht. Anstatt sachgerecht und richtig zu berichten, wurde dem geneigten Leser in vielen Bl&#228;ttern ein entscheidender Punkt <a  href="http://www.landgericht-karlsruhe.de/servlet/PB/menu/1254838/index.html?ROOT=1160451" target="_blank">aus einer Pressemitteilung</a> des Landgerichts Karlsruhe nicht pr&#228;zise genug beschrieben: <em>&#8220;Die Kammer hat allerdings nicht festgestellt, dass der Angeklagte die Taten aufgrund eines sexuellen Interesses begangen hat; dies war f&#252;r die Tatbestandsverwirklichung  auch nicht erforderlich.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2129"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Mit J&#246;rg Tauss verliert die Piratenpartei zumindest formal ein Schwergewicht in Sachen Freiheits- und B&#252;rgerrechte. Er war einer der wenigen Politiker im Deutschen Bundestag, der &#252;berhaupt etwas mit der Materie &#8220;Internet&#8221; anzufangen wusste. In der kurzen Zeit seiner Mitgliedschaft war er bei Parteitagen (auf Bundes- und Landesebene) ein Mann der Vernunft, der die Piraten stets daran erinnert hat, dass sie sich nicht nur zur Selbstverwaltung gegr&#252;ndet haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine genaue Beurteilung des Urteils m&#246;chte ich mir an dieser Stelle ersparen. Wer es aus erster Hand erfahren m&#246;chte, der informiert sich am Besten &#252;ber <a  href="http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=1006">tauss-gezwitscher.de</a> <a  href="http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=989">[2]</a> &#8211; die Informationen dort sind sauber und ungefiltert und beziehen sich nicht nur auf Teilaspekte des Urteils wie das meiste, was man den Print- und Onlinemedien entnehmen kann. Auf der Internetseite von J&#246;rg Tauss kann man unter anderem auch <a  href="http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=980">nachlesen</a>, warum eigene Recherchen f&#252;r Abgeordnete in unseren Parlamenten besonders wichtig sind &#8211; insbesondere im Bezug darauf, dass von offiziellen Stellen (Beh&#246;rden, Bundesregierung, etc.) in den meisten F&#228;llen sowieso nicht die Wahrheit gesagt wird, wenn man sich &#252;ber bestimmte Dinge als Abgeordneter informieren will, bevor ein Gesetz verabschiedet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle auch noch mal mein pers&#246;nlicher Dank an J&#246;rg Tauss f&#252;r die geleistete Arbeit vor der Bundestagswahl und danach. Mit seinem Austritt d&#252;rfte auch der Altersdurchschnitt in der Partei (leider) wieder deutlich sinken &#8230;</p>
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		<title>Stoppschilder gestoppt oder nur ausgesetzt?</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 12:31:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Urspr&#252;nglich gingen die Liberalen, namentlich FDP genannt, mit den B&#252;rgerrechten in den Wahlkampf. Sie stellten sich als die B&#252;rgerrechtspartei dar, die vor allem dann, wenn es in eine Regierungsverantwortung mit der CDU geht, den Sicherheitswahnsinn der Union umlenkt. Was von alle dem, was sie den W&#228;hlern vor der Bundestagswahl versprachen, ist &#252;brig geblieben? Nicht viel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Urspr&#252;nglich gingen die Liberalen, namentlich FDP genannt, mit den B&#252;rgerrechten in den Wahlkampf. Sie stellten sich als <strong><em>die</em></strong> B&#252;rgerrechtspartei dar, die vor allem dann, wenn es in eine Regierungsverantwortung mit der CDU geht, den Sicherheitswahnsinn der Union umlenkt. Was von alle dem, was sie den W&#228;hlern vor der Bundestagswahl versprachen, ist &#252;brig geblieben? Nicht viel. In vielerlei Hinsicht hat sich die FDP f&#252;r halbherzige Kompromisse verkauft. Bestes Beispiel d&#252;rfte hier das umstrittene Zugangserschwerungsgesetz sein, mit dem (zun&#228;chst) Internetseiten mit kinderpornografischem Material gesperrt werden sollten. Schaut man sich die aktuellen Entwicklungen bei den Koalitionsverhandlungen an, wird man schnell feststellen, dass die FDP hier keinen klaren Sieg errungen hat. Die Euphorie darum, dass das Gesetz jetzt um ein weiteres Jahr &#8220;aufgeschoben&#8221; wird, verstehe ich nicht. Die Diskussion um Netzsperren sollte eigentlich erst komplett vom Tisch gefegt sein, ehe man in Jubel ausbricht.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-einig-bei-innenpolitik/" target="_blank">Netzpolitik.org</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Tolle Infos gibt es bei der Netzzensur. Hier soll tats&#228;chlich das Bundeskriminalamt “zun&#228;chst versuchen”, kinderpornographische Seiten zu l&#246;schen statt zu sperren. Nach einem Jahr soll mit die Erfahrung mit der L&#246;schung ausgewertet werden.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch das Thema Vorratsdatenspeicherung ist noch nicht komplett vom Tisch gefegt. Hier hat man sich lediglich auf einen Kompromiss, nicht jedoch auf einen kompletten Verzicht verst&#228;ndigt. Bis zum Urteil des Bundesverfassungsgericht seien die Pl&#228;ne, so <a  href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-einig-bei-innenpolitik/" target="_blank">netzpolitik.org</a> in einem Artikel, zun&#228;chst ausgesetzt, was nichts anderes bedeutet als das die Daten aus der Vorratsdatenspeicherung nur in besonders schweren F&#228;llen benutzt werden d&#252;rfen. Auch ist das Wort &#8220;Aussetzung&#8221; im rechtsstaatlichen Sinne mit Vorsicht zu genie&#223;en, wie auch der Fachanwalt Thomas Stadler <a  href="http://www.internet-law.de/2009/10/nichtanwendungserlass-fur-das.html" target="_blank">in einem Blogeintrag feststellt</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Es handelt sich dabei um eine rechtsstaatlich &#228;u&#223;erst fragw&#252;rdige L&#246;sung, weil es nicht Sache der Exekutive ist, &#252;ber die Anwendung eines Gesetzes zu entscheiden. Es gilt hier der Verfassungsgrundsatz der Gesetzm&#228;&#223;igkeit der Verwaltung. Gerade derartige L&#246;sungen sind der Grund daf&#252;r, dass die Position des Parlaments immer st&#228;rker geschw&#228;cht wird und die Gewaltenteilung zunehmend ins Wanken ger&#228;t. Das gibt Anlass zur Besorgnis, die weit &#252;ber den konkreten Fall der Netzsperren hinausreicht.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die gro&#223;en Ver&#228;nderungen werden allerdings auch nicht mit der FDP kommen. Dass zeigen zumindest die z&#228;hen Verhandlungen und die zahlreichen Kompromisse, die ganz entgegen dem W&#228;hlerauftrag sind. Der Schutz von B&#252;rgerrechten sieht anders aus.</p>
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		<title>Rette deine Freiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 17:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Rette deine Freiheit&#8221; hat Alexander Lehmann einen w&#252;rdigen Nachfolger f&#252;r &#8220;Du bist Terrorist&#8221; kreiert. Schaut selbst:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit &#8220;Rette deine Freiheit&#8221; hat <a  href="http://www.rettedeinefreiheit.de/" target="_blank">Alexander Lehmann</a> einen w&#252;rdigen Nachfolger f&#252;r &#8220;Du bist Terrorist&#8221; kreiert. Schaut selbst:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/OwrMroEiHj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/OwrMroEiHj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>ZAPP: Wenig Sachverstand &#8211; Der Kampf gegen Kinderpornografie im Netz</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange war es still um unsere Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen auf meinem Weblog. Gerade bin ich &#252;ber einen neuen Bericht des Medienmagazins &#8220;ZAPP&#8221; gestolpert, der vor allem die wahlkampftaktische Seite der Netzsperren beleuchtet hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Lange war es still um unsere Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen auf meinem Weblog. Gerade bin ich &#252;ber einen neuen Bericht des Medienmagazins &#8220;ZAPP&#8221; gestolpert, der vor allem die wahlkampftaktische Seite der Netzsperren beleuchtet hat.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/26b_eUfC1dY&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/26b_eUfC1dY&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Rede von J&#246;rg Tauss bei der Demo &#8220;Wir sind Gamer!&#8221; in Karlsruhe</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 20:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[J&#246;rg Tauss, Mitglied des Deutschen Bundestages und der Piratenpartei, hat bei einer Demonstration in Karlsruhe am 25.07.2009 unter dem Motto &#8220;Wir sind Gamer!&#8221; eine Rede gehalten. Nat&#252;rlich ist diese zwischenzeitlich auch schon auf YouTube zu finden:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">J&#246;rg Tauss, Mitglied des Deutschen Bundestages und der Piratenpartei, hat bei einer Demonstration in Karlsruhe am 25.07.2009 unter dem Motto &#8220;Wir sind Gamer!&#8221; eine Rede gehalten. Nat&#252;rlich ist diese zwischenzeitlich auch schon auf YouTube zu finden:</p>
<p style="text-align: center;"><object width="320" height="265"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0ygbnicc6Eo&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0ygbnicc6Eo&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="320" height="265"></embed></object></p>
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		<title>Finger weg von No-Kids.org</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 19:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Hamburger Werbeagentur hat eine auf den ersten Blick clevere Idee im Kampf gegen Kinderpornographie gehabt. No-Kids.org schimpft sich das Projekt, das &#252;ber einen integrierten Tauschb&#246;rsen-Client verf&#252;gt, &#252;ber den wiederum gef&#228;lschte Kinderporno-Dateien und Pr&#252;fsummen verschickt werden: No-Kids.org beinhaltet einen integrierten Tauschb&#246;rsen-Client (ein Programm, das jeder Tauschb&#246;rsennutzer ben&#246;tigt, um am Dateienaustausch teilzunehmen). Jedes Mal, wenn ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine Hamburger Werbeagentur hat eine auf den ersten Blick clevere Idee im Kampf gegen Kinderpornographie gehabt. No-Kids.org schimpft sich das Projekt, das &#252;ber einen integrierten Tauschb&#246;rsen-Client verf&#252;gt, &#252;ber den wiederum gef&#228;lschte Kinderporno-Dateien und Pr&#252;fsummen verschickt werden:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>No-Kids.org beinhaltet einen integrierten Tauschb&#246;rsen-Client (ein Programm, das jeder Tauschb&#246;rsennutzer ben&#246;tigt, um am Dateienaustausch teilzunehmen). Jedes Mal, wenn ein User No-Kids.org aufruft, verbindet sich die Website mit der Tauschb&#246;rse. … Jeder Computer, auf dem No-Kids.org gestartet wurde, dockt sich automatisch an eines dieser Netzwerke an. Und t&#228;uscht dann vor, exakt die Datei zu haben, nach der Kinderporno-Konsumenten suchen.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em><span id="more-717"></span></em>Man k&#246;nnte wirklich meinen, dass es sich hierbei um eine gute Idee handelt, um im Kampf gegen Kinderpornographie an diejenigen zu kommen, die diese Inhalte konsumieren. Aber Achtung: Warum man die Finger davon lassen sollte, beschreibt Udo Vetter in einem seiner Blogbeitr&#228;ge: <a  href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/07/07/ins-offene-messer/" target="_blank">&#8220;Ins offene Messer&#8221;</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher ist erstmal Vorsicht geboten, zumal man die Ermittlungsarbeiten und entsprechende Ma&#223;nahmen hierf&#252;r den Ermittlungsbeh&#246;rden &#252;berlassen sollte.</p>
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		<title>Zensursula hat es mit Geographie nicht so richtig &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 19:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist alles, was Ursula von der Leyen (Bundesfamilienministerin, CDU) in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit Internetsperren und Kinderpornografie von sich gelassen, h&#246;chst zweifelhaft anzusehen. Auch die fragw&#252;rdige Veranstaltung, die sie k&#252;rzlich erst in Berlin abhielt: Hier warb sie zusammen mit Europol, dem Bundeskriminalamt, den Kinderschutzorganisationen Innocence in Danger, ECPAT, Save the Children und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eigentlich ist alles, was Ursula von der Leyen (Bundesfamilienministerin, CDU) in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit Internetsperren und Kinderpornografie von sich gelassen, h&#246;chst zweifelhaft anzusehen. <a  href="http://www.child-protection-conference.org/" target="_blank">Auch die fragw&#252;rdige Veranstaltung</a>, die sie k&#252;rzlich erst in Berlin abhielt: Hier warb sie zusammen mit Europol, dem Bundeskriminalamt, den Kinderschutzorganisationen Innocence in Danger, ECPAT, Save the Children und UNICEF Deutschland unter anderem f&#252;r weitere Netzsperren im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und die Ver&#246;ffentlichung dieser grausamen Taten im Internet (siehe auch <a  href="http://www.lars-haise.net/wp-content/uploads/2009/07/090630-abschlusserklaerung-deutsch.pdf" target="_blank">Abschlusserkl&#228;rung [PDF]</a>).</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-642"></span>Dies m&#252;sse man unter anderem deshalb tun weil &#8211; <a  href="http://www.heise.de/newsticker/Familienministerium-Kinderschuetzer-und-Europol-fordern-mehr-Web-Sperren--/meldung/141322" target="_blank">so berichtet heise online</a> &#8211; es in den Augen von Zensursula von den Laien nur 160 Staaten gibt, die &#252;berhaupt &#252;ber eine Gesetzgebung verf&#252;gen, mit deren Hilfe man gegen die Vergewaltigung von Kindern vorgehen kann. 95 weitere Staaten sollen dagegen freie Rahmenbedingungen f&#252;r die Verbreitung von Kinderpornografie bieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt wird es allerdings ein wenig mathematisch: Zensursula spricht von 160 Staaten, die bereits Gesetze gegen den Missbrauch von Kindern umgesetzt haben. 95 weitere Staaten sollen solche Gesetze nicht eingef&#252;hrt haben. Mit dieser Rechnung k&#228;men wir also insgesamt auf 255 Staate auf dem gesamten Globus, zumindest nach dem Verst&#228;ndnis unserer Bundesfamilienministerin. <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staat#Anzahl" target="_blank">Wikipedia</a> hilft uns da allerdings ein bisschen auf die Spr&#252;nge:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Insgesamt gibt es 193 vollst&#228;ndig (von der UNO) anerkannte souver&#228;ne Staaten, siehe Liste der Staaten der Erde. Darunter fallen die 192 Mitglieder der UN sowie der Staat Vatikanstadt.</em></p>
<p><em>Weitere Staaten werden nicht von den Vereinten Nationen anerkannt, allerdings von einer Minderheit der weltweiten Staaten:</em></p>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li> <em>Abchasien (nur von Russland und Nicaragua anerkannt[14])</em></li>
<li><em> Republik China (Taiwan) (derzeit von 23 Staaten anerkannt)</em></li>
<li><em> Kosovo (derzeit von 57 Staaten anerkannt,[15] unter anderem von Deutschland[16], Liechtenstein[17], &#214;sterreich[18] und der Schweiz[19])</em></li>
<li><em> T&#252;rkische Republik Nordzypern (nur von der T&#252;rkei[20] anerkannt)</em></li>
<li><em> Sahara (DARS) (derzeit von 45 Staaten anerkannt)</em></li>
<li><em> S&#252;dossetien (nur von Russland und Nicaragua anerkannt[14])</em></li>
</ul>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Selbst wenn man die Staaten hinzuz&#228;hlt, die von der UN nicht anerkannt werden, ist die Gesamtzahl, die sich daraus ergibt, wesentlich niedriger als das, was uns Frau von der Leyen da vorgerechnet hat. Mal ganz abgesehen davon, dass sie ganz offensichtlich nicht den <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nation#.E2.80.9ENation.E2.80.9C_v.C3.B6lkerrechtlich" target="_blank">v&#246;lkerrechtlichen</a> beziehungsweise <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nation#.E2.80.9ENation.E2.80.9C_politikwissenschaftlich" target="_blank">politikwissenschaftlichen</a> Hintergrund zwischen Staaten und Nationen kennt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Nur rund 160 Staaten [...] &#252;berhaupt eine Gesetzgebung gegen die Vergewaltigung von Kindern, die von den T&#228;tern aufgenommen und &#252;bers Netz “massenhaft verbreitet wird”, monierte von der Leyen auf der Tagung; 95 Nationen h&#228;tten keine solche Gesetze.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(<a  href="http://www.heise.de/newsticker/Familienministerium-Kinderschuetzer-und-Europol-fordern-mehr-Web-Sperren--/meldung/141322" target="_blank">heise.de</a>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aber wir wollen mal nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Oder doch? Bei Zensursula kann man sich nicht sicher genug sein. Schlie&#223;lich kam unter anderem durch eine Verkettung gro&#223;er Missverst&#228;ndnisse erst k&#252;rzlich die Zensur-Gesetzgebung von CDU/CSU und SPD auf den Weg.</p>
<p style="text-align: justify;">Wobei auf der anderen Seite 193 L&#228;nder wesentlich mehr sind als 160. Hier l&#228;ge zumindest auch unsere Zensurministerin ausnahmsweise richtig. Man muss aber auch beachten, dass &#8211; abgesehen von den Vereinigten Staaten und Somalia &#8211; alle Mitgliedsstaaten der UN die <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechtskonvention" target="_blank">Kinderrechtskonvention</a> unterschrieben haben, die in <a  href="http://keil.mndatio.de/index.php?page=unokr34" target="_blank">Artikel 34</a> auch den Schutz vor sexuellem Missbrauch gegen Kindern vorsieht. Gerade UNICEF Deutschland sollte dieser Punkt als Organisation der UN doch gel&#228;ufig sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Beruhigend ist auf der anderen Seite &#252;brigens, dass &#8211; anders  als zun&#228;chst &#252;ber <a  href="http://twitter.com/FranziskaHeine/status/2350773917" target="_blank">twitter</a> und <a  href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-social-networks-sagen-ja-zu-zensursula/" target="_blank">Blogger</a> oftmals voreilig behauptet &#8211; keines der gr&#246;&#223;eren &#8220;Social Network&#8221;-Plattformen diese Abschlusserkl&#228;rung mit unterschrieben hat. Dazu <a  href="http://www.heise.de/newsticker/Familienministerium-Kinderschuetzer-und-Europol-fordern-mehr-Web-Sperren--/meldung/141322" target="_blank">heise online</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Der Jugendschutzbeauftragte von StudiVZ, Philipp Gr&#246;tschel, r&#228;umte gegen&#252;ber heise online mit Ger&#252;chten auf, dass Anbieter sozialer Netzwerke die Konferenzerkl&#228;rung unterzeichnet h&#228;tten oder dies planten. Das Dokument enthalte “zweifelhafte Punkte”, sodass die Unternehmen bislang nicht im Boot seien.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ziel &#252;ber eine Unterzeichnung durch Anbieter wie beispielsweise StudiVZ k&#246;nnte gewesen sein, &#252;ber diese Plattformen die Zensur des Internets &#8220;popul&#228;rer&#8221; zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie Ursula von der Leyen sich &#252;brigens ihre Zahlen zusammenreimt, ist nicht so ganz nachvollziehbar. Einige Quellen, darunter <a  href="http://netzpolitik.org/2009/laender-zaehlen-mit-zensursula/" target="_blank">unter anderem auch netzpolitik.org</a>, hegen den Verdacht, dass diese Zahlen aus einem Bericht der UNICEF bez&#252;glich der Umsetzung der Kinderrechtskonvention stammen. Die darin enthaltenen Zahlen sind allerdings weniger aktuell und stammen aus dem Jahr 2002.</p>
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		<title>Franziska Heine vs. Ursula von der Leyen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 23:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderpornografie]]></category>
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		<description><![CDATA[Franziska Heine, Initiatorin der bislang erfolgreichsten Online-Petition beim Deutschen Bundestag, und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) haben sich in einem Gespr&#228;ch mit der &#8220;Zeit&#8221; einer direkten Konfrontation ausgesetzt. Neben den vielen anderen wichtigen und teils auch lustigen (leider auch traurigen) Passagen fand sich unter anderem folgende Aussage: ZEIT ONLINE: Frau von der Leyen, verstehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a  href="http://twitter.com/FranziskaHeine" target="_blank">Franziska Heine</a>, Initiatorin der bislang <a  href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">erfolgreichsten Online-Petition beim Deutschen Bundestag</a>, und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) haben sich <a  href="http://www.zeit.de/online/2009/26/leyen-heine-netzsperren" target="_blank">in einem Gespr&#228;ch mit der &#8220;Zeit&#8221;</a> einer direkten Konfrontation ausgesetzt. Neben den vielen anderen wichtigen und teils auch lustigen (leider auch traurigen) Passagen fand sich unter anderem folgende Aussage:</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-634"></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT ONLINE: </strong>Frau von der Leyen, verstehen Sie die Entt&#228;uschung, wenn Frau Heine sagt: Wir sind so viele, und niemand h&#246;rt auf uns?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>von der Leyen: </strong>Ich kann das Gef&#252;hl schon nachvollziehen, aber eine Onlinepetition ist mit einem Klick unterschrieben &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Heine:</strong> &#8230; das stimmt nicht!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>von der Leyen:</strong> Okay, vielleicht braucht es zwei, drei Minuten. Nat&#252;rlich kann Frustration entstehen, wenn man merkt, dass da auch andere demokratische Prozesse laufen, zum Beispiel Ausschussberatungen, in denen gew&#228;hlte Vertreter Entscheidungen f&#228;llen, oder ein SPD-Parteitag, auf dem ein Beschluss anders f&#228;llt, als Sie sich das gew&#252;nscht h&#228;tten. Aber &#252;ber diesen Punkt m&#252;ssen Sie hinweg und sagen: Wir beteiligen uns weiter an den Diskussionen. Protest nutzt wenig, wenn man nicht auch Mehrheiten &#252;berzeugt. Daf&#252;r steht die Demokratie, die wir haben.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Frau von der Leyen: Sind f&#252;r Sie Petitionsstimmen &#8220;wertloser&#8221;, wenn diese &#252;ber das Internet abgegeben werden? Aber es ist lustig: Mit jeder Debatte setzt diese Frau noch mal einen drauf.</p>
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