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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Meinungsfreiheit</title>
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	<description>Games, Technik, Politik, Medien, Internet, Wahrheitsforschung</description>
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		<title>EU-Rat will Zaun um europ&#228;isches Internet ziehen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 21:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!&#8221; &#8211; Dieser Satz tr&#228;llert in unseren Ohren, wenn wir an die Wiedervereinigung Deutschlands und den Fall der Berliner Mauer denken. &#196;hnliche Rufe d&#252;rften bald umso wichtiger werden, wenn es um das europ&#228;ische Internet geht. Eine Arbeitsgruppe f&#252;r Justiz und Inneres m&#246;chte einen &#8220;virtuellen Zaun&#8221; errichten, um ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!&#8221; &#8211; Dieser Satz tr&#228;llert in unseren Ohren, wenn wir an die Wiedervereinigung Deutschlands und den Fall der Berliner Mauer denken. &#196;hnliche Rufe d&#252;rften bald umso wichtiger werden, wenn es um das europ&#228;ische Internet geht. Eine Arbeitsgruppe f&#252;r Justiz und Inneres m&#246;chte einen &#8220;virtuellen Zaun&#8221; errichten, um ein sicheres europ&#228;isches Cyberspace mit &#8220;virtuellen Schengen-Grenzen&#8221; zu gew&#228;hrleisten. Welche Inhalte wir sehen d&#252;rfen k&#246;nnte also schon bald eine Kommission vordiktieren -  Kritiker bef&#252;rchten nicht umsonst hinter diesem Vorhaben eine chinesische L&#246;sung.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2889"></span><a  href="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/04/st07181.en11.pdf">Der Entwurf der Arbeitsgruppe</a> sieht vor, Internetangebote mit gesetzeswidrigen Inhalten im Netz zu sperren &#8211; &#228;hnlich, wie es Ursula von der Leyen (CDU) ihrerzeit als Bundesfamilienministerin unter dem Vorwand der Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie vorhatte. Einem Protokoll des Ausschusses ist zu entnehmen, dass mit diesem Vorhaben ein &#8220;sicherer und einheitlicher Cyberspace&#8221; in Europa geschaffen werden soll. Zu diesem Zweck soll eine schwarze Liste mit Internetangeboten angefertigt werden, die gegen europ&#228;isches Recht versto&#223;en &#8211; die Internetdiensteanbieter w&#228;ren dann in der Pflicht, entsprechende Inhalte zu sperren.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Politiker und auch Initiativen wie der <a  href="http://ak-zensur.de/2011/04/chinesische-loesung.html">AK Zensur</a> laufen in Deutschland inzwischen Sturm. Schlie&#223;lich hat man die Zensursula-Internetsperren erst erfolgreich abwehren k&#246;nnen. War sich die Bundesregierung aus CDU und FDP &#252;ber die Frage der Abschaffung des Zugangserschwerungsgesetzes vielleicht gerade deshalb letztlich so einig, weil man &#252;ber einen m&#246;glichen europ&#228;ischen Vorsto&#223; Bescheid wusste? Hat man klamm und heimlich darauf gesetzt, dass eine EU-Richtlinie m&#246;glicherweise viel tiefgr&#252;ndiger ist als das Zensursula-Gesetz?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklungen auf EU-Ebene sind auf jeden Fall be&#228;ngstigend. Irgendwie scheint mir dieser b&#252;rokratische Apparat inzwischen kommunistische Formen anzunehmen, die auch den freiheitlichen Grundfesten des Internets schaden. Staatliche Kontrolle von Inhalten f&#252;hrt zwangsl&#228;ufig immer zu Zensur &#8211; es gibt etwas, was uns verborgen werden muss. Ziel einer solchen europ&#228;ischen &#8220;Internetmauer&#8221; k&#246;nnten unter anderem wertvolle Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks sein, die den Menschen wertvolle Informationen &#252;ber die &#8220;Amtsgesch&#228;fte&#8221; unserer &#8220;Volksvertreter&#8221; bereithalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer das Internet beschneiden will, hat dessen Bedeutung nicht richtig verstanden. Ein unzensiertes Internet ist unabdingbar und daher geh&#246;rt der Cyberspace mittels Verfassung auf nationaler Ebene wie auf EU-Ebene ausdr&#252;cklich gesch&#252;tzt, sodass eine Beschneidung der Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit nicht stattfinden kann!</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong><a  href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html">Artikel 5</a>, Grundgesetz:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In Artikel 5 des Grundgesetzes ist daher noch der Aspekt des Internets mit aufzunehmen. Zum Zeitpunkt, als man das Grundgesetz ausgearbeitet hat (1949), war die digitale Welt noch zu weit weg als das man sie ad&#228;quat h&#228;tte ber&#252;cksichtigen k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,759378,00.html">Spiegel.de</a>)</p>
<h6 style="text-align: justify;">Titelbild:<br />
cc-by, JLogan / <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Justus_Lipsius_tout_le_nord-est_689.jpg&#038;filetimestamp=20090806154829">Wikipedia.de</a></h6>
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		<title>EU r&#252;gt China wegen Internet-Filter</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 18:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Blockieren oder Filtern bestimmter Internet-Inhalte ist f&#252;r die Europ&#228;ische Union v&#246;llig inakzeptabel.&#8221; Diese Worte hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding der chinesischen Regierung ins Stammbuch geschrieben. (via dradio.de) Wer jetzt hofft, dass die deutsche Bundesregierung in Sachen &#8220;Internetzensur&#8221; von der Europ&#228;ischen Union eine R&#252;ge erfahren hat, den muss ich entt&#228;uschen. Diese Nachricht hinterlie&#223; die EU-Medienkommissarin lediglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>&#8220;Das Blockieren oder Filtern bestimmter Internet-Inhalte ist f&#252;r die Europ&#228;ische Union v&#246;llig inakzeptabel.&#8221;</em></strong> Diese Worte hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding der chinesischen Regierung ins Stammbuch geschrieben.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.dradio.de/kulturnachrichten/200906261600/3" target="_blank">dradio.de</a>)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wer jetzt hofft, dass die deutsche Bundesregierung in Sachen &#8220;Internetzensur&#8221; von der Europ&#228;ischen Union eine R&#252;ge erfahren hat, den muss ich entt&#228;uschen. Diese Nachricht hinterlie&#223; die EU-Medienkommissarin lediglich im Stammbuch der chinesischen Regierung. Peking plant zur Zeit einen Internet-Filter. Laut Ansicht von Viviane Reding ziele dieses Vorgehen lediglich darauf ab, das Internet zu zensieren und die Meinungsfreiheit weiter einzuschr&#228;nken.</p>
<p style="text-align: justify;">China h&#228;lt jedoch dagegen, dass diese Filter lediglich daf&#252;r benutzt werden, um gegen pornografische Internetseiten vorzugehen und so einen weiteren Teil in Sachen Jugendschutz zu tun. F&#228;llt euch was auf?</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-626"></span>Unter einem &#228;hnlichen Vorwand &#8211; dem Schutz von Kindern vor Vergewaltigung und Ver&#246;ffentlichung der Bilder &#8211; hat man erst j&#252;ngst in Deutschland eine solche Sperrliste beschlossen. Wundert mich eigentlich, warum Reding dann ihre Worte nicht zeitgleich auch gen Deutschland gerichtet hat.</p>
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		<title>Das Stopp-Schild wird kommen (vorerst)</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 15:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss schon sehr naiv gewesen sein, als ich in einem meiner Beitr&#228;ge dar&#252;ber sprach, dass mit der SPD nun etwas Bewegung in die Stopp-Schild-Thematik von Ursula von der Leyen (Bundesfamilienministerin, CDU) eingekehrt ist. Sicherlich mussten die Vorreiter in dieser Debatte nun einige Schlappen hinnehmen, damit das Gesetz &#252;berhaupt noch vor der Sommerpause den Bundestag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich muss schon sehr naiv gewesen sein, als ich <a  href="http://www.lars-haise.net/internet/00498-internet-zensur-spd-bringt-bewegung-ins-spiel.html" target="_self">in einem meiner Beitr&#228;ge</a> dar&#252;ber sprach, dass mit der SPD nun etwas Bewegung in die Stopp-Schild-Thematik von Ursula von der Leyen (Bundesfamilienministerin, CDU) eingekehrt ist. Sicherlich mussten die Vorreiter in dieser Debatte nun einige Schlappen hinnehmen, damit das Gesetz &#252;berhaupt noch vor der Sommerpause den Bundestag passieren kann. Aber die sind eher klein als umfangreich, wie man <a  href="http://www.heise.de/netze/Koalition-in-entscheidenden-Punkten-ueber-Kinderporno-Sperren-einig--/news/meldung/140195" target="_blank">einem Bericht auf heise.de</a> entnehmen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-549"></span>An dem sehr umk&#228;mpften Gesetzentwurf &#8220;zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen&#8221; wurden jetzt erste Einigungen erzielt. Nach den Vorstellungen der Regierungsfraktionen (CDU und SPD) sollen Nutzerdaten, die durch den (ungewollten) Zugriff auf die Stopp-Seiten entstehen, nicht zur Strafverfolgung genutzt werden. Dies gab der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, Martin D&#246;rmann, gegen&#252;ber heise.de zu erkennen. Ein separater Absatz im Telekommunikationsgesetz (TKG) soll dar&#252;ber hinaus ein Verbot f&#252;r eine &#8220;Echtzeit-Kommunikations&#252;berwachung&#8221; aussprechen. Diese &#196;nderungen werden damit begr&#252;ndet, dass man mit diesem Vorgehen den Bedenken aus der Internet-Gemeinde entgegenwirken will, die unter anderem die Sorge hatten, dass schon der versehentliche Zugriff eine Hausdurchsung zur Folge h&#228;tte.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Abstriche muss auch das Bundeskriminalamt (BKA) hinnehmen: Ein unabh&#228;ngiges Gremium soll die Negativlisten der Kriminalbeamten in Wiesbaden &#252;berwachen. Aber wer &#252;berwacht die &#220;berwacher? Wie unabh&#228;ngig ist dieses Gremium wirklich und aus welchen Personen setzt es sich zusammen?</p>
<p style="text-align: justify;">Heise schreibt au&#223;erdem:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es sei zwar zweifelhaft, ob diese auf Dr&#228;ngen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zustande gekommenen Vereinbarungen den rechtsstaatlichen Anforderungen gen&#252;gen. Doch eine m&#246;gliche gerichtliche &#220;berpr&#252;fung k&#246;nne Jahre in Anspruch nehmen. Daher sei das Gesetz n&#246;tig, um die Sperren zumindest in geordnete rechtliche Bahnen zu bringen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Indirekt gibt man zwar mittlerweile zumindest zu, dass es im Hinblick auf unser Grundgesetz verfassungsrechtliche Bedenken gibt. Da eine &#220;berpr&#252;fung der vertraglichen &#8220;&#220;bergangsl&#246;sung&#8221; von Frau von der Leyen vermutlich eine jahrelange Gerichtsverhandlung zur Folge h&#228;tte, ist das Gesetz notwendig. Aha. Und das entspricht dann den Grundlagen unseres Grundgesetzes? Da ich davon ausgehe, dass es nach Umsetzung dieses Gesetzentwurfs &#228;hnlich wie bei der Vorratsdatenspeicherung zu einer Sammelklage kommen wird, wird diese Problematik ohnehin noch fr&#252;her oder sp&#228;ter in Karlsruhe debattiert werden, gegebenenfalls mit der Folge, dass das Gesetz gekippt wird. Wieso l&#228;sst man es also dann nicht, wie oftmals angeregt, gleich bleiben?</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Witz &#252;brigens:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die gro&#223;e Koalition will die Bundesregierung auffordern, das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit weltweit durchzusetzen und der Internetzensur entgegentreten. Das geht aus einem Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD hervor, den der Bundestag am gestrigen Donnerstag in erster Lesung beriet. Schwarz-Rot moniert in dem Papier, dass das Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung in vielen Staaten in Gefahr oder gar nicht gegeben sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a  href="http://www.heise.de/newsticker/Grosse-Koalition-will-Internetzensur-entgegentreten--/meldung/106996" target="_blank">heise.de</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Liebe Politiker: Mit der bevorstehenden Errichtung einer Zensurinfrastruktur in Deutschland sind auch wir auf dem besten Wege, Presse- und Meinungsfreiheit f&#252;r den populistischen Wahlkampf unserer Bundesfamilienministerin aufzugeben!</p>
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