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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; zensur</title>
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		<title>EU-Rat will Zaun um europ&#228;isches Internet ziehen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 21:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!&#8221; &#8211; Dieser Satz tr&#228;llert in unseren Ohren, wenn wir an die Wiedervereinigung Deutschlands und den Fall der Berliner Mauer denken. &#196;hnliche Rufe d&#252;rften bald umso wichtiger werden, wenn es um das europ&#228;ische Internet geht. Eine Arbeitsgruppe f&#252;r Justiz und Inneres m&#246;chte einen &#8220;virtuellen Zaun&#8221; errichten, um ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!&#8221; &#8211; Dieser Satz tr&#228;llert in unseren Ohren, wenn wir an die Wiedervereinigung Deutschlands und den Fall der Berliner Mauer denken. &#196;hnliche Rufe d&#252;rften bald umso wichtiger werden, wenn es um das europ&#228;ische Internet geht. Eine Arbeitsgruppe f&#252;r Justiz und Inneres m&#246;chte einen &#8220;virtuellen Zaun&#8221; errichten, um ein sicheres europ&#228;isches Cyberspace mit &#8220;virtuellen Schengen-Grenzen&#8221; zu gew&#228;hrleisten. Welche Inhalte wir sehen d&#252;rfen k&#246;nnte also schon bald eine Kommission vordiktieren -  Kritiker bef&#252;rchten nicht umsonst hinter diesem Vorhaben eine chinesische L&#246;sung.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2889"></span><a  href="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/04/st07181.en11.pdf">Der Entwurf der Arbeitsgruppe</a> sieht vor, Internetangebote mit gesetzeswidrigen Inhalten im Netz zu sperren &#8211; &#228;hnlich, wie es Ursula von der Leyen (CDU) ihrerzeit als Bundesfamilienministerin unter dem Vorwand der Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie vorhatte. Einem Protokoll des Ausschusses ist zu entnehmen, dass mit diesem Vorhaben ein &#8220;sicherer und einheitlicher Cyberspace&#8221; in Europa geschaffen werden soll. Zu diesem Zweck soll eine schwarze Liste mit Internetangeboten angefertigt werden, die gegen europ&#228;isches Recht versto&#223;en &#8211; die Internetdiensteanbieter w&#228;ren dann in der Pflicht, entsprechende Inhalte zu sperren.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Politiker und auch Initiativen wie der <a  href="http://ak-zensur.de/2011/04/chinesische-loesung.html">AK Zensur</a> laufen in Deutschland inzwischen Sturm. Schlie&#223;lich hat man die Zensursula-Internetsperren erst erfolgreich abwehren k&#246;nnen. War sich die Bundesregierung aus CDU und FDP &#252;ber die Frage der Abschaffung des Zugangserschwerungsgesetzes vielleicht gerade deshalb letztlich so einig, weil man &#252;ber einen m&#246;glichen europ&#228;ischen Vorsto&#223; Bescheid wusste? Hat man klamm und heimlich darauf gesetzt, dass eine EU-Richtlinie m&#246;glicherweise viel tiefgr&#252;ndiger ist als das Zensursula-Gesetz?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklungen auf EU-Ebene sind auf jeden Fall be&#228;ngstigend. Irgendwie scheint mir dieser b&#252;rokratische Apparat inzwischen kommunistische Formen anzunehmen, die auch den freiheitlichen Grundfesten des Internets schaden. Staatliche Kontrolle von Inhalten f&#252;hrt zwangsl&#228;ufig immer zu Zensur &#8211; es gibt etwas, was uns verborgen werden muss. Ziel einer solchen europ&#228;ischen &#8220;Internetmauer&#8221; k&#246;nnten unter anderem wertvolle Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks sein, die den Menschen wertvolle Informationen &#252;ber die &#8220;Amtsgesch&#228;fte&#8221; unserer &#8220;Volksvertreter&#8221; bereithalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer das Internet beschneiden will, hat dessen Bedeutung nicht richtig verstanden. Ein unzensiertes Internet ist unabdingbar und daher geh&#246;rt der Cyberspace mittels Verfassung auf nationaler Ebene wie auf EU-Ebene ausdr&#252;cklich gesch&#252;tzt, sodass eine Beschneidung der Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit nicht stattfinden kann!</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong><a  href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html">Artikel 5</a>, Grundgesetz:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In Artikel 5 des Grundgesetzes ist daher noch der Aspekt des Internets mit aufzunehmen. Zum Zeitpunkt, als man das Grundgesetz ausgearbeitet hat (1949), war die digitale Welt noch zu weit weg als das man sie ad&#228;quat h&#228;tte ber&#252;cksichtigen k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,759378,00.html">Spiegel.de</a>)</p>
<h6 style="text-align: justify;">Titelbild:<br />
cc-by, JLogan / <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Justus_Lipsius_tout_le_nord-est_689.jpg&#038;filetimestamp=20090806154829">Wikipedia.de</a></h6>
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		<title>&#196;gypten: Obama gibt Mubarak Ratschl&#228;ge, die er selbst nicht einh&#228;lt</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 10:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen ist auch auf den Stra&#223;en &#196;gyptens so einiges los. Die Menschen im Land fordern den R&#252;cktritt des Pr&#228;sidenten und Diktators, Husni Mubarak, der seit mehreren Jahrzehnten von der US-Regierung gest&#252;tzt wird. Zehntausende gehen auf die Stra&#223;e, um ihren Unmut Luft zu machen &#8211; einige werden dabei von der Staatsgewalt niedergekn&#252;ppelt und erschossen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einigen Tagen ist auch auf den Stra&#223;en &#196;gyptens so einiges los. Die Menschen im Land fordern den R&#252;cktritt des Pr&#228;sidenten und Diktators, Husni Mubarak, der seit mehreren Jahrzehnten von der US-Regierung gest&#252;tzt wird. Zehntausende gehen auf die Stra&#223;e, um ihren Unmut Luft zu machen &#8211; einige werden dabei von der Staatsgewalt niedergekn&#252;ppelt und erschossen. &#220;ber dies hinaus, hat die &#228;gyptische Regierung jetzt auch noch die Nutzung des Internets massiv eingeschr&#228;nkt &#8211; darunter unter anderem Plattformen wie twitter oder Facebook, &#252;ber die sich die Demonstranten zum Gro&#223;teil organisierten. US-Pr&#228;sident Obama versucht jetzt als Heuchler des Westens, die &#228;gyptische Regierung zum Umlenken zu bewegen. Er forderte Mubarak in einer Ansprache am 28. Januar auf, das Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung und die informationelle Selbstbestimmung zu wahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2743"></span>Auf dem zweiten Blick fragt man sich, wie doppelz&#252;nglig die Amerikaner in dieser Hinsicht mal wieder sind. Sie fordern von anderen L&#228;ndern die Einhaltung bestimmter Freiheits- und B&#252;rgerrechte, w&#228;hrend sie im eigenen Land eben jene Rechte immer weiter abbauen. Gerade in Bezug auf WikiLeaks wurde hier von der US-Regierung massiv Druck auf die Whistleblower-Plattform ausge&#252;bt und auf die Firmen, die diese Plattform aktiv oder passiv unterst&#252;tzten. Ist das nicht auch eine Art von Einschr&#228;nkung des Internets, indem der Staat sich im eigenen Land die Gesetze so zurecht legt, wie er es gerade braucht?</p>
<p style="text-align: justify;">Leute wie Julian Assange, die brisante Dokumente ver&#246;ffentlichen und so f&#252;r mehr Transparenz sorgen, werden von den Amerikanern selbst verhaftet und mit der Todesstrafe bedroht. Im gleichen Atemzug fordert man den &#228;gyptischen Pr&#228;sidenten aber auf, der Bev&#246;lkerung die Rechte zuzustehen, die die Amerikaner nicht mal ihrem eigenen Volk zusprechen will.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz zu anderen L&#228;ndern darf die US-Regierung die Freiheitsrechte einschr&#228;nken, Leute verfolgen, einsperren und foltern, fremde L&#228;nder &#252;berfallen und Kriege f&#252;hren, die schon lange nichts mehr mit &#8220;Demokratisierung&#8221; oder einer humanit&#228;ren Hilfe an dem Volk zu tun haben, das sie gerade als n&#228;chstes &#252;berfallen.</p>
<h3>&#196;gypten ist Amerikas wichtigster Verb&#252;ndeter im Nahen Osten</h3>
<p style="text-align: justify;">Und das lassen sich die Amerikaner auch einiges kosten. Die &#228;gyptische Armee zum Beispiel wurde im vergangenen Jahr mit rund 1,3 Milliarden US-Dollar vom amerikanischen Steuerzahler subventioniert. <a  href="http://nachrichten.t-online.de/aegypten-mubarak-ernennt-neue-regierung/id_44205720/index">Wie t-online.de schreibt</a>, kn&#252;pft die US-Regierung <em>&#8220;die weiteren Zahlungen inzwischen an das Verhalten der Sicherheitskr&#228;fte bei den Demonstrationen.</em>&#8221; Das hei&#223;t: Wenn dir Aufstand der Bev&#246;lkerung nicht gewaltvoll niedergekn&#252;ppelt wird, damit die pro-amerikanische Diktatur in &#196;gypten weiterregieren kann, gibt es kein Geld mehr! Auch wieder so eine Doppelmoral, wo einem die Galle hochkommen k&#246;nnte. Die Gewaltbereitschaft der Sicherheitskr&#228;fte bei Milit&#228;r und Polizei lassen darauf schlie&#223;en, dass sich jene dem amerikanischen Druck beugen.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://nachrichten.t-online.de/aegypten-mubarak-ernennt-neue-regierung/id_44205720/index">t-online.de</a>, <a  href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/obama-gibt-mubarak-ratschlage-die-er.html">Alles Schall und Rauch</a>)</p>
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		<title>Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vorerst gestoppt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 20:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) wurde durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen vorerst gestoppt. Die Fraktionen der Gr&#252;nen, SPD, CDU, FDP und der Linken haben im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt. Damit liegt das umstrittene Werk vorerst auf Eis. Doch Landesf&#252;rst von Rheinland-Pfalz und Initiator des &#8220;Zensurwerks&#8221;, Kurt Beck (SPD), k&#252;ndigte postwendend an: &#8220;Falls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) wurde durch den Landtag in Nordrhein-Westfalen vorerst gestoppt. Die Fraktionen der Gr&#252;nen, SPD, CDU, FDP und der Linken haben im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt. Damit liegt das umstrittene Werk vorerst auf Eis. Doch Landesf&#252;rst von Rheinland-Pfalz und Initiator des &#8220;Zensurwerks&#8221;, Kurt Beck (SPD), k&#252;ndigte postwendend an: <em>&#8220;Falls die Novellierung scheitert, wird der Weg der koregulierten Selbstregulierung nicht weiter beschritten, so dass die staatliche Regulierung von oben Platz greifen wird. Basierend auf den derzeitigen rechtlichen Grundlagen werden die Jugendschutzbeh&#246;rden Sperrverf&#252;gungen erlassen</em>.<em>&#8220;</em> Klar, dass das dem begnadeten Internetexperten nicht schmeckt. Wo er sich doch so viel M&#252;he damit gegeben hat, dass die Publikations- und Meinungsfreiheit &#8211; zu Gunsten des &#8220;Jugendschutzes&#8221; &#8211; im  &#8221;deutschen Internet&#8221; weichen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2667"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Freudenschreie d&#252;rften dagegen von zahlreichen Bloggern kommen. Denn gerade die &#8211; sowie Betreiber von Diskussionsforen &#8211; hatten gro&#223;e Sorge, dass sie ihre Angebote einstellen m&#252;ssen. Der neue JMStV h&#228;tte von jedem Inhalteanbieter eine starke Inhaltskontrolle sowie eine Alterseinstufung abverlangt. Inhalte, die f&#252;r Kinder unter zw&#246;lf Jahren nicht geeignet gewesen w&#228;ren, h&#228;tten notfalls sogar durch sogenannte &#8220;Sendezeitbeschr&#228;nkungen&#8221; unzug&#228;nglich gemacht werden m&#252;ssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Modell der Sendezeitbeschr&#228;nkung mag zwar im Rundfunk gut funktionieren, im dynamischen Internet, wo in Zeiten von Web 2.0 vor allem User Generated Content immer mehr Einfluss auf den Informationsfluss einnimmt, ist das aber unpraktikabel.</p>
<p style="text-align: justify;">Generell sollte das Ziel sowieso nicht sein, das Internet durch Zugriffsbeschr&#228;nkungen &#8220;jugendschutztauglich&#8221; zu machen. Der Appell sollte an Eltern und Schulen gehen, Kinder und Jugendliche medienp&#228;dagogisch im Umgang mit den Neuen Medien &#8211; und da geh&#246;rt das Internet unweigerlich dazu &#8211; zu schulen. Staatliche Regulierung in Sachen Jugendschutz ist grunds&#228;tzlich nicht zielf&#252;hrend, sondern m&#252;ndet unweigerlich in Zensur &#8211; beispielsweise, wie von Kurt Beck pers&#246;nlich angek&#252;ndigt, durch Sperrverf&#252;gungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Glaubhaft f&#252;r die Interessen der Netzgemeinde eingesetzt hat sich im &#220;brigen die <a  href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-101215-Der-Weg-ist-frei-fuer-einen-neuen-Jugendschutz">Piratenpartei</a>. Diese stellte sich von Anfang an klar gegen das neue Vertragswerk. Dagegen wurde der neue JMStV in zahlreichen Landesparlamenten unter anderem auch von den Gr&#252;nen abgenickt &#8211; von der SPD mal ganz zu schweigen. Aber auch hier zeigt sich, wie doppelz&#252;nglig die Gr&#252;nen wirklich sind &#8211; auch wenn sie in NRW, <strong>nachdem man zun&#228;chst der Novellierung zustimmen wollte,</strong> gerade noch so die Kurve gekriegt haben&#8230;</p>
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		<title>WikiLeaks-Verbot in US-Ministerien</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 11:33:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die amerikanische Au&#223;enministerin Hillary Clinton entlarvt sich als Schn&#252;fflerin und Zensurbef&#252;rworterin. Nachdem WikiLeaks pikante Daten aus ihrem Ministerium &#252;ber die weltweite US-Diplomatie ver&#246;ffentlicht hat, hat sie allen Ministeriumsmitarbeitern weltweit verboten, auf die Seiten von WikiLeaks zuzugreifen. Dies berichten einige Beamte. Damit folgt sie der verzweifelt wirkenden Praxis des US-Verteidigungsministerium. Auch jenem Mitarbeiterstab wurde der Zugriff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2583" style="border: 1px solid black; margin: 15px 10px;" title="Hillary Clinton" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/12/hillary_clinton.jpg" alt="" width="154" height="150" />Die amerikanische Au&#223;enministerin Hillary Clinton entlarvt sich als Schn&#252;fflerin und Zensurbef&#252;rworterin. Nachdem WikiLeaks pikante Daten aus ihrem Ministerium &#252;ber die weltweite US-Diplomatie ver&#246;ffentlicht hat, hat sie allen Ministeriumsmitarbeitern weltweit verboten, auf die Seiten von WikiLeaks zuzugreifen. Dies berichten einige Beamte. Damit folgt sie der verzweifelt wirkenden Praxis des US-Verteidigungsministerium. Auch jenem Mitarbeiterstab wurde der Zugriff auf WikiLeaks nach Ver&#246;ffentlichung des &#8220;Afghan War Diary&#8221; verboten.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2582"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem US-Au&#223;enministerium verschickte auch das Wirtschaftsministerium eine E-Mail mit der &#220;berschrift &#8220;Regeln betreffend WikiLeaks&#8221; an alle Mitarbeiter, in der stand:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;</em><em>Aktuelle Berichte zeigen, dass eine Anzahl Regierungsdokumente&#8221;</em> von Julian Assanges Organistaion gepostet wurden und die Dokumente <em>&#8220;beinhalten geheime Informationen&#8221;.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Diese <em>&#8220;Informationen d&#252;rfen NICHT von Ihren Computern, Laptops, Blackberries oder anderen Kommunikationsger&#228;ten heruntergeladen, angeschaut, ausgedruckt, verarbeitet, kopiert oder versendet werden&#8221;</em>. Damit k&#246;nnen Sie ein<em> &#8220;m&#246;gliches Sicherheitsereignis ausl&#246;sen&#8221;.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: <a  href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/12/wikileaks-verbot-in-den-us-ministerien.html">Alles Schall und Rauch</a>)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Beamten der betroffenen US-Ministerien werden mit dieser Entscheidung ganz klar in ihrer Informationsfreiheit eingeschr&#228;nkt. Ist man im Bollwerk &#8220;westlicher Freiheit und Demokratie&#8221; nun schon so weit gekommen? Im Grunde genommen wird mit der Ver&#246;ffentlichung der Kriegsdaten, aber auch der Diplomateninformationen, nur eines deutlich: Die USA ist alles andere als eine Demokratie &#8211; die USA ist in Wirklichkeit eine Diktatur, gef&#252;hrt von wenigen Konzernen, einem m&#228;chtigen Polizeistaat, der weltweit doppelz&#252;nglig auftritt und auf der einen Seite in &#8220;Schurkenstaaten&#8221; wir dem Iran, China oder Nordkorea f&#252;r mehr Pressefreiheit und die Menschenrechte k&#228;mpft, aber selbst ist man noch nicht mal in der Lage, seinen eigenen Laden sauber zu halten. Bevor man Verbesserungen fordert, sollte man bekanntlich zuerst vor der eigenen Haust&#252;r aufr&#228;umen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und genau das, was die USA heute repr&#228;sentiert, ist auch Hillary Clinton in Person. Sie ist doppelz&#252;nglig und falsch. Wie ist sie in der Vergangenheit &#252;ber die Internetzensur der chinesischen Regierung hergezogen oder &#252;ber die Informationseinschr&#228;nkungen des Irans? Noch am 11. M&#228;rz 2010 prangerte Clinton eine &#8220;Menschenrechtsm&#228;ngelliste&#8221; an, die 190 Staaten ganz massiv in die Kritik genommen hat und jetzt steht man nach den ver&#246;ffentlichten Diplomateninformationen vor einem Scherbenhaufen, der die Wirklichkeit zeigt und m&#246;chte selbst massiv zensieren? Sehr doppelz&#252;nglig, wenn ihr mich fragt und das zeigt ganz deutlich: Hillary Clinton ist eine falsche Schlange! Denn das Recht auf Informations- und Pressefreiheit verteidigt die USA nur, wenn es um die ber&#252;hmt ber&#252;chtigten Schurkenstaaten geht &#8211; im eigenen Land ist man aber kaum besser.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Schn&#252;ffelbefehl gegen UN-Diplomaten und Diplomaten aus anderen L&#228;ndern</h3>
<p style="text-align: justify;">Aber die neu ver&#246;ffentlichten Dokumente auf WikiLeaks zeigen noch etwas ganz anderes deutlich auf: Die Schn&#252;ffelmethoden des DDR-Regimes sind ein sprichw&#246;rtlicher Kindergarten verglichen mit den Ma&#223;nahmen, die Hillary Clinton in ihrem Amt als Au&#223;enministerin befohlen hat, um an Informationen &#252;ber Diplomaten anderer L&#228;nder oder auch UN-Diplomaten herangekommen. Sie selbst hat in Auftrag gegeben, Diplomaten auszuspionieren &#8211; selbst den Generalsekret&#228;r der UNO &#8211; Ban Ki-moon &#8211; hat sie nicht au&#223;en vor gelassen. Sie hat pers&#246;nliche Kreditkarteninformationen, Vielflieger-Kundennummern sowie E-Mail und Telefonverzeichnisse &#252;ber internationale Diplomaten und UN-Diplomaten sammeln lassen. Auch biometrische Daten wie Fingerabdr&#252;cke, Portr&#228;tfotos oder Scans der Augeniris forderte die US-Au&#223;enministerin, die international f&#252;r die &#8220;freie westliche Welt&#8221; wirbt.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit hat sie aber nicht nur ihr wahres Gesicht gezeigt, sondern die USA hat mit dieser Aktion auch ganz klar den Vertrag zwischen der UNO und den Vereinigten Staaten gebrochen &#252;ber dessen eigene Hoheit und Unversehrtheit auf amerikanischem Boden. Das Mindeste, was Clinton jetzt machen kann, ist von ihrem Amt als Au&#223;enministerin zur&#252;ckzutreten &#8211; aber eigentlich sollte sie sich im gleichen Atemzug einem Strafverfahren vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag stellen. Was sie dort befohlen hat ist ein Verbrechen an der ganzen UNO und damit an allen dort involvierten Mitgliedsstaaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Ver&#246;ffentlichung der War Diaries, aber auch von den Diplomateninformationen, ist nur eines klar geworden: Die h&#228;ssliche Fratze des US-amerikanischen Faschismus kommt zum Vorschein. Der Vorhang &#8220;Demokratie&#8221; ist gefallen und die Wahrheit kommt allen unzensiert und ungesch&#246;nt zu Gesicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier noch eine kleine Geschmacksprobe, wie es derzeit um die Informationsfreiheit in den USA steht:</p>
<p style="text-align: justify;">Die Library of Congress (LoC) ist &#8211; nachdem zahlreiche US-Ministerien WikiLeaks blockieren &#8211; die n&#228;chste Institution in den Vereinigten Staaten, die den Zugriff auf WikiLeaks verbietet und damit ganz klar zensiert. Die LoC ist die Forschungsbibliothek des US-Kongresses und ist vom Medienbestand her die zweitgr&#246;&#223;te, vom B&#252;cherbestand her die gr&#246;&#223;te und damit eine der bedeutendsten Bibliotheken auf der Welt. Allerdings, wie schon vorweg genannt, nicht f&#252;r die Dokumente von WikiLeaks &#8211; diese werden dort nicht zu finden sein.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/12/wikileaks-verbot-in-den-us-ministerien.html">Alles Schall und Rauch</a>)</p>
<h5 style="text-align: justify;">Bild: cc-by-sa Calebrw | <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hillary_Clinton_Feb_3_2008.jpg&#038;filetimestamp=20080423222158">Wikipedia.org</a></h5>
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		<title>Keine Angst vor M&#228;nnern mit B&#228;rten</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 11:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute wird &#252;berall in Deutschland wegen der aufkeimenden Terrorhysterie, verursacht durch die Sicherheitsfetischisten in den Fraktionen der CDU, CSU und FDP, f&#252;r den Erhalt unserer B&#252;rgerrechte und gegen den st&#228;ndigen Raubbau an unserem Rechtsstaat demonstriert. Unter dem Motto &#8220;Keine Angst vor M&#228;nnern mit B&#228;rten&#8221; hat die Piratenpartei zu dieser Protestaktion, bestehend aus Demonstrationen und Mahnwachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2574" style="margin: 2px 10px;" title="Terrorpanik? Nein Danke!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/12/Terrorpanik_nein_danke.png" alt="" width="120" height="120" />Heute wird &#252;berall in Deutschland wegen der aufkeimenden Terrorhysterie, verursacht durch die Sicherheitsfetischisten in den Fraktionen der CDU, CSU und FDP, f&#252;r den Erhalt unserer B&#252;rgerrechte und gegen den st&#228;ndigen Raubbau an unserem Rechtsstaat demonstriert. Unter dem Motto <em>&#8220;Keine Angst vor M&#228;nnern mit B&#228;rten&#8221;</em> hat die Piratenpartei zu dieser Protestaktion, bestehend aus Demonstrationen und Mahnwachen in vielen deutschen Gro&#223;st&#228;dten, aufgerufen (siehe <a  href="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/12/Flyer_terrorhysterie_monitor.pdf" target="_blank">PDF</a> und <a  href="http://www.weihnachtstattangst.de/">Webseite</a>). Demonstriert wird in Berlin (14 Uhr), D&#252;sseldorf (15 Uhr), Frankfurt (14 Uhr), Hamburg (18 Uhr), Koblenz (13:30 Uhr) und M&#252;nchen (13:30 Uhr). Es wird Zeit f&#252;r einen Faktencheck gegen die Unverh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit, der man uns aussetzt!</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2575"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Tatsachen im Kurz&#252;berblick</h3>
<ul>
<li>50.000 Menschen starben von 2001 bis heute in Europa durch falsche Medikamentengabe.</li>
<li>4.000 Menschen starben bei Verkehrsunf&#228;llen.</li>
<li><strong>247 Menschen starben in den letzten neun Jahren bis heute durch Terrorismus in Europa.</strong></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Risiken, die den Terrorismus &#8211; und die daraus resultierende Bedrohung &#8211; betreffen, werden von deutschen &#8220;Spitzenpolitikern&#8221; stark &#252;berbewertet. Dabei trifft die Falschbewertung der Bedrohungslage nicht nur eine beschr&#228;nkte Anzahl an Menschen &#8211; auch das w&#228;re schon schlimm genug &#8211; sondern alle B&#252;rgerinnen und B&#252;rger in Deutschland:</p>
<ul>
<li>Rechtsstaat und B&#252;rgerrechte werden immer weiter ausgeh&#246;hlt.</li>
<li>Bundesminister fordern den Einsatz der Bundeswehr im Innern &#8211; aus guten Gr&#252;nden, die im Nationalsozialismus zu suchen sind, hat man sich bei der Gr&#252;ndung der Bundesrepublik Deutschland <span style="text-decoration: underline;"><strong>gegen</strong></span> den Einsatz der Armee im Innern entschieden!</li>
<li>Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Deutschen Bundestag erw&#228;gt die Einschr&#228;nkung der Pressefreiheit.</li>
</ul>
<p>Dabei wird Folgendes in der Diskussion gerne vergessen:</p>
<p style="text-align: center;">100 Prozent Sicherheit kann es <span style="text-decoration: underline;"><strong>nie</strong></span> geben! <strong>Das Fundament einer stabilen Demokratie ist die Freiheit seiner B&#252;rgerinnen und B&#252;rger!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Angst vor einem terroristischen Anschlag wird dieser Tage besonders kr&#228;ftig gesch&#252;rt, ganz besonders in Deutschland. Der Reichstag wurde abgesperrt, schwer bewaffnete Polizisten bewachen &#246;ffentliche Pl&#228;tze und vor allem die etablierten Massenmedien werden nicht m&#252;de dabei vor <em>&#8220;b&#246;sen M&#228;nnern mit B&#228;rten&#8221;</em> oder<em> &#8220;Omas mit Paketen&#8221;</em> zu warnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch nie zuvor wurde Menschen in der Geschichte so umfassend durchleuchtet, wie es bereits heute der Fall ist &#8211; und die &#220;berwachungsma&#223;nahmen werden immer weiter ausgebaut.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Reale Gefahr durch Terrorhysterie</h3>
<p style="text-align: justify;">Seit dem Kernereignis am 11. September 2001 in New York &#8211; dem Einsturz des World Trade Centers durch &#8220;mutma&#223;liche Terroristen&#8221; &#8211; versuchen die Regierenden auf der einen Seite und die Beh&#246;rden auf der Anderen die eigenen Befugnisse auf Kosten der B&#252;rgerrechte und unserer Freiheit auszuweiten und immer mehr die Kontrolle &#252;ber die gesamte Gesellschaft zu erlangen. Die rationelle Abw&#228;gung von Risiken wird von einer Ausnutzung irrationaler Angst abgel&#246;st, um die &#8211; teils verfassungswidrigen &#8211; Vorhaben durch zu kriegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wirklichen Gefahren sind banaler als Terror, sie lauern bei der Verabreichung von falschenn Medikamenten und im Stra&#223;enverkehr. <strong>Tausende Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr sinnlos auf Grund handfester Lobbyinteressen. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Terrorhysterie ist von unserer Politik so gewollt und stellt seit 2001 eine reale Gefahr f&#252;r unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland &#8211; aber auch im Rest Europas &#8211; dar. Die Aush&#246;hlung unserer Grundrechte durch ihre eigenen H&#252;ter (in der Politik) ist der gr&#246;&#223;te Triumpf des sogenannten &#8220;Terrrorismus&#8221;.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Vorratsdatenspeicherung und Netzsperren</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Gr&#252;nde f&#252;r die Terrorhysterie liegen in einer sicherheitspolitischen Agenda, die in den letzten Jahren nur durch eine <strong>starke au&#223;erparlamentarische Opposition</strong> einged&#228;mmt werden konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Vorratsdatenspeicherung wurde vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt, das Zugangserschwerungsgesetz ist bis heute nicht zur Anwendung gekommen. Diese &#220;berwachungsma&#223;nahmen haben aber weiterhin hohe Priorit&#228;t.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so ist es kein Zufall, dass zur Zeit Verhandlungen der EU zum Thema Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung und Terrorismusbek&#228;mpfung stattfinden. Die Terrorwarnungen dienen der Legitimation einer Versch&#228;rfung der Sicherheitsgesetze. Mit dem Sch&#252;ren von Angst soll die Bev&#246;lkerung &#8220;willig&#8221; gemacht werden f&#252;r neue Verbrechen an unserer demokratischen Grundordnung. Die wahren Terroristen sitzen in unserer Regierung!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wehrt euch jetzt, geht zu den Demos! </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Denn wie sagte Benjamin Franklin einst?</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Wer Freiheit f&#252;r Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren.&#8221;</em></p>
<h5 style="text-align: justify;">(Text: Mit Ausz&#252;gen von <a  href="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/12/Flyer_terrorhysterie_monitor.pdf" target="_blank">hier</a> [PDF] &#8211; angepasst durch eigene politische Eindr&#252;cke von Lars Haise)<em><br />
</em></h5>
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		<title>Electronic Arts vs. Deutscher Jugendschutz</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 11:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Medal of Honor ist ein &#8220;Antikriegsspiel&#8221;. Dies sieht der Publisher des Ego-Shooters, Electronic Arts (EA), so. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) verweigerte der Uncut-Version des Spiels jedoch die Altersfreigabe. Rechtliche Schritte sollen deshalb folgen. EA hatte vor, auch in Deutschland eine ungeschnittene Version des neu aufgelegten Medal of Honor, das am 20. Oktober 2010 f&#252;r alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2526" style="border: 1px solid black; margin: 2px 10px;" title="Deutsche Firmenzentrale von Electronic Arts" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/11/EA.jpg" alt="" width="107" height="118" />Medal of Honor ist ein &#8220;Antikriegsspiel&#8221;. Dies sieht der Publisher des Ego-Shooters, Electronic Arts (EA), so. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) verweigerte der Uncut-Version des Spiels jedoch die Altersfreigabe. Rechtliche Schritte sollen deshalb folgen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2525"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">EA hatte vor, auch in Deutschland eine ungeschnittene Version des neu aufgelegten Medal of Honor, das am 20. Oktober 2010 f&#252;r alle aktuellen Plattformen erschien, zu ver&#246;ffentlichen. Zu diesem Zweck legte der amerikanische Spieleriese der deutschen USK eine Uncut-Fassung des Ego-Shooters &#8211; angeblich zeitgleich mit der geschnittenen Version &#8211; zur Pr&#252;fung vor. Das Ergebnis: keine Altersfreigabe. Das juckt EA nat&#252;rlich tierisch unter den N&#228;geln, da man sich schon in der Vergangenheit oft &#252;ber das &#8220;besondere&#8221; deutsche Jugendschutzsystem beklagt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Kennzeichnung hat auch die Uncut-Fassung von Medal of Honor bereits erhalten &#8211; jedoch nicht von der USK. Lediglich die Pan European Game Information (PEGI) verpasste dem Shooter schon einen 18er-Stempel. Das ist zwar, grob betrachtet, immer noch kein Hindernis f&#252;r EA, das Spiel dennoch ungeschnitten nach Deutschland zu bringen, allerdings ist das &#8211; dem deutschen Jugendschutzrecht sei Dank &#8211; mit unangenehmen H&#252;rden im Vertrieb verbunden. Unter anderem w&#228;re in dem Fall, dass EA das Spiel ohne USK-Rating in deutsche L&#228;den bringt, untersagt, das Spiel aktiv zu bewerben. Wertlos also, wenn die Software nur unter der Ladentheke und ohne Werbekampagne den Besitzer wechseln darf. Ein weiteres Handicap: Sollte eine besorgte Mutter irgendwann den Gedanken hegen, dass Medal of Honor doch zu brutal f&#252;r Deutschland ist, l&#228;uft die Uncut-Fassung Gefahr von der Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien (BPjM) einkassiert und indexiert zu werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">EA pr&#252;ft rechtliche Schritte</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Der Kanal ist voll&#8221;,</em> k&#246;nnte man meinen. In einer Mitteilung betont der Unternehmenssprecher von EA, Martin Lorber, dass die &#8220;film&#228;hnliche Grafik&#8221; des Spiels den Kriegsalltag in keiner Weise besch&#246;nige: <em>&#8220;Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuf&#252;hren haben. Das Spiel folgt der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie beispielsweise &#8216;Soldat James Ryan&#8217; oder &#8216;Inglourious Basterds&#8217;, die mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="484" height="399" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/STi79QpD7mI" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="484" height="399" src="http://www.youtube.com/v/STi79QpD7mI"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">In Medal of Honor nennt EA &#8211; im Gegensatz zu anderen Kriegsspielen &#8211; das Kind beim Namen. Der Spieler ist in diesem modernen Szenario nicht in einem Fantasiestaat unterwegs, sondern k&#228;mpft sich als amerikanischer Elitesoldat durch verschiedene Kriegsst&#228;tten in Afghanistan. Gegen&#252;ber der unzensierten Originalfassung wurde die deutsche Version um einige visuelle Elemente erleichtert. Beispielsweise k&#246;nnen in der hiesigen Variante des Spiels keine Gliedma&#223;en durch einzelne Sch&#252;sse abgetrennt werden. Auch die sogenannten &#8220;Ragdoll-Physikeffekte&#8221; wurden entfernt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">EA k&#228;mpft f&#252;r das PEGI-System</h3>
<p style="text-align: justify;">Electronic Arts ist schon seit geraumer Zeit unzufrieden mit dem deutschen Jugendschutzsystem. Mehrfach forderte das Unternehmen, auch in Deutschland, das gro&#223;fl&#228;chig in Europa geltende PEGI-System einzuf&#252;hren. Der gro&#223;e Unterschied zur deutschen USK ist folgender: Publisher geben ihre Alterseinstufung selbst&#228;ndig &#252;ber ein Online-Formular ab und klassifizieren die Spiele nach eigenen Gesichtspunkten. Sofern keine groben Fehler vorliegen, erh&#228;lt das Spiel dann die gew&#252;nschte Altersfreigabe &#8211; ganz ohne Zensur. In Deutschland m&#252;ssen s&#228;mtliche Videospiele jedoch an die USK zur Pr&#252;fung eingebracht werden. Dies verursacht hohe Kosten, da die Spiele &#8211; neben den Pr&#252;fkosten selbst &#8211; oft mehrfach &#252;berarbeitet werden m&#252;ssen, ehe sie eine Altersfreigabe erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.golem.de/1011/79164.html">Golem.de</a>)</p>
<h5 style="text-align: justify;">Bild:<br />
(cc-by-sa) Raimond Spekking / <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rheinauhafen_-_The_Bench_-_Rheinseite_%281828-30%29.jpg&#038;filetimestamp=20090726204154">Wikipedia.org</a></h5>
<p style="text-align: justify;"><del datetime="2010-11-06T11:41:32+00:00"></del></p>
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		<title>Jugendmedienschutz &#8211; Die Zensur &#252;ber die Hintert&#252;r!</title>
		<link>http://www.lars-haise.de/politik/jugendschutz/001843-jugendmedienschutz-die-zensur-ueber-die-hintertuer.html</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Entwicklungen hinsichtlich des deutschen Jugendschutzes werden &#252;berschattet von vielerlei tragischen Zwischenf&#228;llen, die diesen negativen Prozess beg&#252;nstigt haben. Amokl&#228;ufe wie in Erfurt, Emsdetten und im baden-w&#252;rttembergischen Winnenden haben sich in den K&#246;pfen der B&#252;rger festgebrannt. Unsere Politiker &#8211; sowohl auf Landes- und Bundesebene &#8211; machen sich diese Bluttaten zu eigen, um die Medienlandschaft zu beeinflussen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1844" title="Jugendmedienschutz - Zensur &#252;ber die Hintert&#252;r!" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/03/484x150_JMS_Zensur.jpg" alt="" width="484" height="150" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklungen hinsichtlich des deutschen Jugendschutzes werden &#252;berschattet von vielerlei tragischen Zwischenf&#228;llen, die diesen negativen Prozess beg&#252;nstigt haben. Amokl&#228;ufe wie in Erfurt, Emsdetten und im baden-w&#252;rttembergischen Winnenden haben sich in den K&#246;pfen der B&#252;rger festgebrannt. Unsere Politiker &#8211; sowohl auf Landes- und Bundesebene &#8211; machen sich diese Bluttaten zu eigen, um die Medienlandschaft zu beeinflussen &#8211; mit dem Jugendschutz durch die Hintert&#252;r.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/116-zensur/495-jugendmedienschutz-die-zensur-ueber-die-hintertuer.html" target="_blank">Mehr zu diesem Thema findet ihr in meinem Gastbeitrag auf theintelligence.de&#8230;</a></p>
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		<title>Kommentar: Die Diskussion um Jugend(medien)schutz aus einem ganz anderen Blickwinkel</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 13:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In den vergangenen Tagen hatte ich des &#246;fteren mal Gelegenheit, mit dem einen oder anderen pers&#246;nlich, aber auch per ICQ, das eine oder andere Gespr&#228;ch hinsichtlich des neuen &#8220;Jugendmedienschutzstaatsvertrages&#8221; aufzubauen. Dabei kamen unterschiedliche Ansichten zu Tage, unter anderem auch, wie mit dieser Diskussion richtigerweise umgegangen werden m&#252;sste, um sowohl als Pirat und als freier Verfechter der B&#252;rgerrechte, wie sie in Organisationen wie dem AK Zensur gruppiert sind, nicht an Zurechnungsf&#228;higkeit in der Bev&#246;lkerung zu verlieren. In erster Linie vertrete ich auf meinem Blog ohnehin nicht die Ansicht der Piratenpartei, sondern die meines eigenen Gedankengutes &#8211; deswegen m&#246;chte ich hier einfach mal das niederschreiben, was mir hinsichtlich der laufenden Debatte so aufst&#246;&#223;t.</p>
<p><span id="more-1798"></span></p>
<h4>Welches Ziel wird verfolgt?</h4>
<p style="text-align: justify;">In erster Linie verfolgt der AK Zensur das Ziel, die &#8220;Weiterentwicklung&#8221; des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV), was unter den L&#228;ndern eine Vereinbarung zu einheitlichen Standards im Jugendmedienschutz darstellt, <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html" target="_blank">ganz vom Tisch zu fegen</a>. Meiner Ansicht nach kann man es sich aber bei der Argumentation nicht zu einfach machen, indem man teilweise <a  href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html" target="_blank">Punkte aufz&#228;hlt</a>, die bereits in der derzeit g&#252;ltigen Fassung des JMStV zur Geltung kommen. Ganz bitter aufgesto&#223;en sind mir beispielsweise folgende Punkte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es werden sowohl Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider, ISP) als auch Anbieter von Webspace (Hosting-Provider) mit den eigentlichen Inhalte-Anbietern gleich gesetzt. Sie werden als „Anbieter“ bezeichnet. Sie alle sind f&#252;r die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Schon aus der jetzt g&#252;ltigen Fassung des JMStV kann man ableiten, dass auch Anbieter von Webspace (sogenannte Hosting-Provider) zur Verantwortung gezogen werden k&#246;nnen, wenn ihnen Umfang und Inhalt von &#8220;entwicklungsbeeintr&#228;chtigenden&#8221; Internetangeboten bekannt ist. Im Klartext hei&#223;t es: Jedes Unternhemen steht schon mit einem Fu&#223; im Knast (&#252;berspitzt ausgedr&#252;ckt), wenn es Kenntnis &#252;ber solche Angebote erlangt und dabei unt&#228;tig bleibt. Entsprechende Angebote m&#252;ssten also schon heute von Hosting-Providern gel&#246;scht oder zumindest f&#252;r die Allgemeinheit unzug&#228;nglich gemacht werden. Die aktuelle Fassung des JMStV k&#246;nnt ihr im &#220;brigen <a  href="http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&#038;query=JMedienSchStVtrG+BW&#038;psml=bsbawueprod.psml&#038;max=true&#038;aiz=true" target="_blank">hier</a> nachlesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin st&#246;&#223;t mir etwas bitter auf, dass der AK Zensur geradezu so argumentiert, dass die Kennzeichnungspflicht von Internetangeboten erst mit der Weiterentwicklung des JMStV in Kraft tritt. Auch diese Annahme ist falsch. Der Paragraf 12 des JMStV sieht Folgendes vor &#8211; wenn auch etwas schwammig formuliert:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Anbieter von Telemedien, die ganz oder im Wesentlichen inhaltsgleich sind mit bespielten Videokassetten und mit anderen zur Weitergabe geeigneten, f&#252;r die Wiedergabe auf oder das Spiel an Bildschirmger&#228;ten mit Filmen oder Spielen programmierten Datentr&#228;gern (Bildtr&#228;gern), die nach § 12 des Jugendschutzgesetzes gekennzeichnet oder f&#252;r die jeweilige Altersstufe freigegeben sind, m&#252;ssen auf eine vorhandene Kennzeichnung in ihrem Angebot deutlich hinweisen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch die Zust&#228;ndigkeiten unterschiedlicher staatsnaher oder staatsgetragenen Organisationen (wie jugendschutz.net, KJM, etc.) werden im bereits bestehenden Vertrag klar definiert, aber erst seit der Neufassung vom AK moniert. M&#246;glichkeiten der Zensur sind dadurch ebenfalls schon gegeben, wie man anhand einiger Beispiele sehen kann, anhand derer das schon versucht wurde (siehe auch <a  href="http://www.lars-haise.de/internet/00874-kjm-draengt-provider-zu-freiwilligen-internetsperren.html" target="_blank">diesen Artikel</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen wird einfach an der Wurzel falsch angesetzt. Denn die Frage ist doch eigentlich: <strong>BRAUCHEN</strong> wir in Deutschland einen so umfassenden Jugendschutz? Oder anders gefragt: Wer definiert Jugendschutz eigentlich? Meiner Ansicht nach hat der Schutz von Jugendlichen weniger damit zu tun, ihnen vorzuschreiben, was sie genau zu konsumieren haben. In &#214;sterreich klappt das alles schlie&#223;lich auch ohne einheitliche Abkommen ganz prima &#8211; Anarchie herrscht dort letztlich auch nicht und, soweit ich das als Au&#223;enstehender beurteilen kann, die Entwicklung &#246;sterreichischer Jugendlicher d&#252;rfte genauso wenig durch fehlende Standards beeintr&#228;chtigt sein als die unserer Jugendlichen, wenn es diesen strikten &#8220;Schutzkatalog&#8221; nicht g&#228;be. Wieso wird also von der Politik ein so gro&#223;es Bed&#252;rfnis heraufbeschworen, dass man unsere Kinder und Jugendliche in Watte einpacken muss?</p>
<p style="text-align: justify;">Meiner Auffassung nach ist es v&#246;llig ausreichend zu definieren, ab wann ein Jugendlicher Tabakwaren und alkoholische Getr&#228;nke konsumieren darf, ebenso, wann dieser an Gl&#252;cksspielen teilnehmen und eine Diskothek betreten darf. Das sind so die grunds&#228;tzlichen Sachen, die man schon aufgrund m&#246;glicher Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Gastwirte und H&#228;ndler festlegen sollte. Aber davon, die Medien zum Schutze unserer Jugend zu beschneiden, halte ich schon seit dem panischen Ausbau unseres Jugendschutzes aus den Zeiten des Amoklaufs in Erfurt schon nicht viel. Im Grunde genommen m&#252;ndete die mediale Zensur dort ja zum sprichw&#246;rtlichen Gipfel, als man penibel festlegte, dass die Freiwillige Selbstkontrolle keine Freiwillige Selbstkontrolle mehr ist, sondern eine verbindliche Vorgehensweise f&#252;r die Unterhaltungsindustrie, um ihre Produkte &#252;berhaupt frei in den Handel zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weit ausgeholt, vielleicht sogar etwas vom Kernpunkt abgewichen: Meine Meinung ist jedenfalls klar: Es sollte nicht dar&#252;ber diskutiert werden, ob der aktuelle Entwurf des JMStV vom Tisch sollte, sondern dass dieses Zensurinstrument &#8211; wie es schon seit langer Zeit besteht und nicht erst seit der Idee einer Weiterentwicklung &#8211; &#252;berhaupt erst wieder beseitigt werden sollte, da es den Sinn verfehlt. Es ist nicht Aufgabe des Staates darauf zu achten, welche Medien von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden, sondern die der Eltern im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht. Eine Verletzung dieser Pflicht ist bekanntlich schon strafbar und sollte es nach meinem Verst&#228;ndnis nicht nur dann sein, wenn Kinder mit Feuer gespielt haben oder in einer Wohnung verwahrlosen. Insofern braucht man sich doch &#252;berhaupt keinen Gedanken daran verschwenden, wie man sich seine Jugend zu sprichw&#246;rtlichen &#8220;Allesfressern&#8221; im Interesse der Politik &#8220;zurechtschneiden&#8221; kann, sondern wie die Eltern st&#228;rker in die Pflicht genommen werden k&#246;nnen. Im Grunde genommen behindert der deutsche Jugendschutz n&#228;mlich nicht nur Jugendliche bei der Informationsbeschaffung und dem Medienkonsum, sondern auch gestandene Erwachsene, die bestimmte Medien &#252;ber das Ausland beschaffen m&#252;ssen, da sie in Deutschland auf dem Index stehen. Und eine Duldung von verschiedenen Indexen &#8211; wie sie schon seit etlichen Jahren existieren &#8211; kann genauso wenig die L&#246;sung sein wie die Filterung von Internetseiten unter dem Deckmantel Kinderpornografie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn der AK Zensur weiterhin in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung ernst genommen werden will, sollte er sich daher &#252;berlegen, wohin die Reise &#252;berhaupt gehen soll.</p>
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		<title>Bundespr&#228;sident macht Weg frei f&#252;r Zensursula-Gesetz</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Lange war es ruhig um das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz, was im vergangenen Jahr unter dem Schlagwort &#8220;Zensursula-Gesetz&#8221; einen traurigen Weg in die deutsche Parlamentsgeschichte gefunden hat, unter anderem durch das doch sehr chaotische Gesetzgebungsverfahren verbunden. Horst K&#246;hler, Bundespr&#228;sident der Bundesrepublik Deutschland und damit oberster Repr&#228;sentant der Bundesb&#252;rger, war die letzte Bastion der Hoffnung der Netzbewegung, um ein m&#246;gliches Inkrafttreten dieses Gesetzes doch noch abzuwenden. Heute stellte sich Horst K&#246;hler offiziell gegen die Netzgemeinde und damit gegen eine der gr&#246;&#223;ten B&#252;rgerrechtsbewegungen der letzten Jahre &#252;berhaupt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1792"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der Bundespr&#228;sident <a  href="http://bundespraesident.de/Journalistenservice/Pressemitteilungen-,11107.662222/Ausfertigung-des-Gesetzes-zur-.htm?global.back=/Journalistenservice/-%2c11107%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbpr_liste" target="_blank">lie&#223; &#252;ber seinen Internetauftritt mitteilen</a>, dass<em> &#8220;keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken&#8221;</em> best&#252;nden, <em>&#8220;die ihn an einer Ausfertigung gehindert h&#228;tten&#8221;.</em> Er gehe davon aus, dass die deutsche Bundesregierung entsprechend ihrer Stellungnahme vom 4. Februar 2010 nunmehr<em> &#8220;auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes&#8221;</em> Kinderpornografie im Internet nachhaltig und effektiv bek&#228;mpft.</p>
<p style="text-align: justify;">K&#246;hler lag das Gesetz bereits seit vorigem Sommer vor. In einem h&#246;chst chaotischen und von vielen &#196;nderungen geplagten Verfahren hatte die damalige gro&#223;e Koaliton (bestehend aus CDU, CSU und SPD) das Gesetz noch vor der Bundestagswahl im September durch den Deutschen Bundestag gepeitscht. Im November bat der Bundespr&#228;sident dann im Rahmen der Pr&#252;fung des Gesetzes um &#8220;erg&#228;nzende Informationen&#8221;. Das Bundeskanzleramt teilte K&#246;hler mit, dass man nicht mehr vor habe, die im Zugangserschwerungsgesetz festgeschriebenen Internetsperren weiter zu verfolgen. Kinderpornos sollen stattdessen direkt von den betreffenden Servern gel&#246;scht werden &#8211; mit gesetzlicher Untermalung. Die Bundestagsfraktion der Gr&#252;nen reagierte zugleich mit einem Entwurf zur Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetz.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Die Reaktion der FDP bleibt abzuwarten. Mit der Abwendung &#8211; oder zumindest vor&#252;bergehenden Aussetzung des Gesetzes &#8211; konnte die vormals als &#8220;B&#252;rgerrechtspartei&#8221; in den Wahlkampf gezogene Partei zumindest einen Punkt hinsichtlich der B&#252;rgerrechte im Koalitionsvertrag durchboxen. Wenn die jetzt schon schw&#228;chelnden Liberalen nicht auch noch ihre Glaubw&#252;rdigkeit im umfassenden Themengebiet B&#252;rgerrechte verspielen will, tut sie sich gut daran, zu ihren programmatischen Punkten aus dem Wahlkampf zu stehen. Da jedoch die Landesverb&#228;nde der FDP schon hinsichtlich des umstrittenen Jugendmedienschutzstaatsvertrages nur wenig Ambitionen zu einer &#220;berarbeitung dieses noch m&#228;chtigeren Zensurwerkes gezeigt haben, wird die Reaktion auf das Inkrafttreten des Zensursula-Gesetzes &#228;hnlich ausfallen.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundespraesident-unterzeichnet-Websperren-Gesetz-933180.html" target="_blank">heise.de</a>)</p>
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		<title>Vortrag von Jens Kubieziel beim 26C3: &#8220;Eine Zensur findet statt&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 14:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim &#8220;26th Chaos Communication Congress&#8221; (kurz: 26C3), der vom 27. bis 30.12.2009 in Berlin stattfand, trat unter anderem auch Jens Kubieziel mit einem Vortrag in Erscheinung, der das Thema Zensur abhandelte. Er zeigt dabei nicht nur die Ma&#223;nahmen auf, die in Deutschland zwischenzeitlich getroffen wurden, sondern auch, wie es in anderen L&#228;ndern der Welt aussieht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Beim &#8220;26th Chaos Communication Congress&#8221; (kurz: 26C3), der vom 27. bis 30.12.2009 in Berlin stattfand, trat unter anderem auch Jens Kubieziel mit einem Vortrag in Erscheinung, der das Thema Zensur abhandelte. Er zeigt dabei nicht nur die Ma&#223;nahmen auf, die in Deutschland zwischenzeitlich getroffen wurden, sondern auch, wie es in anderen L&#228;ndern der Welt aussieht. Die Reise f&#252;hrt dabei auch nach China, dem Land, in dem die Zensurma&#223;nahmen bislang am besten ausgebaut sind. Die Folien zum Vortrag, die in den YouTube-Videos unter Umst&#228;nden etwas schlecht zu lesen sind, <a  href="http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/attachments/1470_Zensur-26C3-handout.pdf" target="_blank">findet ihr hier als PDF zum Download</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1637"></span></p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/-B2L95UZlek" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/KerTDYwT8VE" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/ruFzwa-slrY" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/tLSvhQJPGFw" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/GzMgAQjpk4Y" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p style="text-align: center;"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/dwuEwMpzi6w" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
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