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	<title>lars-haise.de :: WEBLOG &#187; Zensursula</title>
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		<title>EU-Rat will Zaun um europ&#228;isches Internet ziehen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 21:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!&#8221; &#8211; Dieser Satz tr&#228;llert in unseren Ohren, wenn wir an die Wiedervereinigung Deutschlands und den Fall der Berliner Mauer denken. &#196;hnliche Rufe d&#252;rften bald umso wichtiger werden, wenn es um das europ&#228;ische Internet geht. Eine Arbeitsgruppe f&#252;r Justiz und Inneres m&#246;chte einen &#8220;virtuellen Zaun&#8221; errichten, um ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg!&#8221; &#8211; Dieser Satz tr&#228;llert in unseren Ohren, wenn wir an die Wiedervereinigung Deutschlands und den Fall der Berliner Mauer denken. &#196;hnliche Rufe d&#252;rften bald umso wichtiger werden, wenn es um das europ&#228;ische Internet geht. Eine Arbeitsgruppe f&#252;r Justiz und Inneres m&#246;chte einen &#8220;virtuellen Zaun&#8221; errichten, um ein sicheres europ&#228;isches Cyberspace mit &#8220;virtuellen Schengen-Grenzen&#8221; zu gew&#228;hrleisten. Welche Inhalte wir sehen d&#252;rfen k&#246;nnte also schon bald eine Kommission vordiktieren -  Kritiker bef&#252;rchten nicht umsonst hinter diesem Vorhaben eine chinesische L&#246;sung.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2889"></span><a  href="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2011/04/st07181.en11.pdf">Der Entwurf der Arbeitsgruppe</a> sieht vor, Internetangebote mit gesetzeswidrigen Inhalten im Netz zu sperren &#8211; &#228;hnlich, wie es Ursula von der Leyen (CDU) ihrerzeit als Bundesfamilienministerin unter dem Vorwand der Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie vorhatte. Einem Protokoll des Ausschusses ist zu entnehmen, dass mit diesem Vorhaben ein &#8220;sicherer und einheitlicher Cyberspace&#8221; in Europa geschaffen werden soll. Zu diesem Zweck soll eine schwarze Liste mit Internetangeboten angefertigt werden, die gegen europ&#228;isches Recht versto&#223;en &#8211; die Internetdiensteanbieter w&#228;ren dann in der Pflicht, entsprechende Inhalte zu sperren.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Politiker und auch Initiativen wie der <a  href="http://ak-zensur.de/2011/04/chinesische-loesung.html">AK Zensur</a> laufen in Deutschland inzwischen Sturm. Schlie&#223;lich hat man die Zensursula-Internetsperren erst erfolgreich abwehren k&#246;nnen. War sich die Bundesregierung aus CDU und FDP &#252;ber die Frage der Abschaffung des Zugangserschwerungsgesetzes vielleicht gerade deshalb letztlich so einig, weil man &#252;ber einen m&#246;glichen europ&#228;ischen Vorsto&#223; Bescheid wusste? Hat man klamm und heimlich darauf gesetzt, dass eine EU-Richtlinie m&#246;glicherweise viel tiefgr&#252;ndiger ist als das Zensursula-Gesetz?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklungen auf EU-Ebene sind auf jeden Fall be&#228;ngstigend. Irgendwie scheint mir dieser b&#252;rokratische Apparat inzwischen kommunistische Formen anzunehmen, die auch den freiheitlichen Grundfesten des Internets schaden. Staatliche Kontrolle von Inhalten f&#252;hrt zwangsl&#228;ufig immer zu Zensur &#8211; es gibt etwas, was uns verborgen werden muss. Ziel einer solchen europ&#228;ischen &#8220;Internetmauer&#8221; k&#246;nnten unter anderem wertvolle Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks sein, die den Menschen wertvolle Informationen &#252;ber die &#8220;Amtsgesch&#228;fte&#8221; unserer &#8220;Volksvertreter&#8221; bereithalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer das Internet beschneiden will, hat dessen Bedeutung nicht richtig verstanden. Ein unzensiertes Internet ist unabdingbar und daher geh&#246;rt der Cyberspace mittels Verfassung auf nationaler Ebene wie auf EU-Ebene ausdr&#252;cklich gesch&#252;tzt, sodass eine Beschneidung der Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit nicht stattfinden kann!</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong><a  href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html">Artikel 5</a>, Grundgesetz:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In Artikel 5 des Grundgesetzes ist daher noch der Aspekt des Internets mit aufzunehmen. Zum Zeitpunkt, als man das Grundgesetz ausgearbeitet hat (1949), war die digitale Welt noch zu weit weg als das man sie ad&#228;quat h&#228;tte ber&#252;cksichtigen k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,759378,00.html">Spiegel.de</a>)</p>
<h6 style="text-align: justify;">Titelbild:<br />
cc-by, JLogan / <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Justus_Lipsius_tout_le_nord-est_689.jpg&#038;filetimestamp=20090806154829">Wikipedia.de</a></h6>
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		<title>Bundeskriminalamt will weiterhin Stopp-Schilder im Internet aufstellen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mich verwundert es gerade ehrlich gesagt etwas, dass es dazu noch keine Stellungnahme von der Piratenpartei gab &#8211; aber dennoch ist es interessant, was von Seiten des Bundeskriminalamtes (BKA) zu h&#246;ren ist zum Thema Netzsperren und &#8220;Kampf gegen Kinderpornografie im Internet&#8221;: Wie Udo Vetter von <a  href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/15/schnell-sein-sollen-nur-die-anderen/">lawblog.de</a> und auch <a  href="http://www.netzpolitik.org/2010/bka-fordert-weiter-netzzensur/">netzpolitik.org</a> unter Berufung auf <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html">einen Artikel</a> in &#8220;Die Welt&#8221; berichten, schreien die Ermittler f&#246;rmlich danach, weiter an der Netzsperren-Infrastruktur zu bauen. 40 Prozent der beanstandeten Internetseiten vom BKA werden innerhalb von einer Woche nicht gel&#246;scht. Auf der anderen Seite muss das ja bedeuten, dass im selben Zeitraum 60 Prozent &#8211; also eine deutliche Mehrzahl der beanstandeten Seiten &#8211; von unserer gro&#223;en Datenautobahn verschwinden? Ist doch ein Erfolg! Und zurecht weist auch Udo Vetter darauf hin, dass deutsche Beh&#246;rden, insbesondere auch das BKA, nicht schneller reagieren. Hierzulande ist es schlie&#223;lich auch v&#246;llig normal, dass man Wochen oder gar Monate auf eine Reaktion von staatlichen Einrichtungen wartet.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2291"></span>Kommen wir aber nun zu den Fakten, die der &#8220;Welt&#8221; offenbar vorliegen. Sie beziehen sich auf eine interne Studie des BKA. Demnach kommen die meisten L&#246;schungsbest&#228;tigungen aus Russland, gefolgt von den Staaten USA, Niederlande, Kanada, Schweden und Zypern, die in der Studie explizit benannt sein sollen (wo ist eigentlich das anscheinende &#8220;Bollwerk&#8221; der Kinderpornografie, Indien, in dieser Auflistung?). Nachdem es der Studie zur Folge zumindest mit Russland besser zu laufen scheint als mit den westlichen Staaten, fordern die Ermittler des BKA jetzt eine engere und verbesserte Kooperation mit den anderen Staaten. Der Innenminister Thomas de Maizière  (CDU) hatte allerdings zuletzt verk&#252;ndet, man habe sich beispielsweise mit den USA auf eine bessere Kooperation geeinigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls wie den Jungs von netzpolitik.org verwundert es mich nicht, dass keine weiteren Staaten &#8211; die wir aus der Zensursula-Porpaganda eigentlich kennen (wie Indien) &#8211; gezielt beim Namen genannt werden. Diese existieren zumeist in den kranken K&#246;pfen der Bef&#252;rworter von Netzsperren. Auch sehe ich nach wie vor keinen Milliardenmarkt, der mit illegaler Kinderpornografie Geld macht. Das kann man schon anhand der eingegangenen Meldungen beim BKA erkennen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Koalitionspolitiker streiten jetzt darum, ob das geltende Gesetz vollst&#228;ndig angewendet werden soll oder nicht. Den Ermittlern des BKA und den Kindern hilft das nicht: Sie erhalten rund </em><strong><em>150 Hinweise </em></strong><em><strong>im Monat,</strong> mit denen sich die Kinderpornografie im Internet bek&#228;mpfen l&#228;sst. 63 Prozent kommen von Hotlines und der „Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien“, 22 Prozent von Polizeidienststellen aus dem In- und Ausland, 14 Prozent direkt von B&#252;rgern und ein Prozent von Interpol oder Europol. </em></p>
<p style="text-align: justify;">(Aus dem Artikel <a  href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8465932/BKA-kann-Kinderpornografie-nicht-zuegig-loeschen.html">&#8220;BKA kann Kinderpornografie nicht z&#252;gig l&#246;schen&#8221;</a> bei Welt.de)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">150 Hinweise im Monat, denen man erstmal nachgehen muss, klingt schon etwas wenig. Denn von den registrierten Hinweisen muss man zun&#228;chst dann noch die F&#228;lle abziehen, die sich als Irrtum erweisen. In Summe bleibt f&#252;r das BKA also eine recht &#252;berschaubare Zahl an Internetangeboten, die zur L&#246;schung anstehen und die dann gegebenenfalls den ausl&#228;ndischen Beh&#246;rden gemeldet werden m&#252;ssen. Im Umkehrschluss bleibt von der sprichw&#246;rtlichen &#8220;Verseuchung&#8221; des Internets durch Webseiten, auf denen Kinderpornografie zu Geld gemacht wird, nichts oder nur sehr wenig &#252;brig &#8211; ein Milliardenmarkt? Fehlanzeige!</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor also eine neue Debatte vom BKA &#252;ber Netzsperren zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie im Internet losgetreten wird, sollten die Verantwortlichen vor Ort in Wiesbaden mal &#252;ber die Effizienz ihrer Arbeit nachdenken und sich mal geh&#246;rig in den Arsch treten. Denn die &#252;berschaubare Zahl an F&#228;llen, die tats&#228;chlich zur L&#246;schung anstehen, stehen in keinem Verh&#228;ltnis dazu, deshalb eine Zensurinfrastruktur zu errichten und so umfangreich &#8211; und vor allem f&#252;r den Normalsterblichen unkontrollierbar &#8211; in das Grundrecht jedes Einzelnen auf Informationsfreiheit einzugreifen.</p>
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		<title>L&#252;gen haben kurze Beine: Ursula von der Leyen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 13:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir schreiben das Jahr 2009. Die Bundestagswahl steht kurz bevor, alle Parteien &#8211; auch die damalige schwarz-rote Koalition &#8211; befinden sich mitten im Wahlkampf. Noch kurz bevor es in die hei&#223;e Phase &#252;bergeht, werden Projekte von symbolischem Wert durchgeboxt. Eines dieser Symbolprojekte, was auf den ersten Blick einen guten Zweck verfolgt, aber auf dem Zweiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-2147" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="L&#252;gen haben kurze Beine - Ursula von der Leyen" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/06/Zensursula_150_Luegen.png" alt="" width="150" height="300" />Wir schreiben das Jahr 2009. Die Bundestagswahl steht kurz bevor, alle Parteien &#8211; auch die damalige schwarz-rote Koalition &#8211; befinden sich mitten im Wahlkampf. Noch kurz bevor es in die hei&#223;e Phase &#252;bergeht, werden Projekte von symbolischem Wert durchgeboxt. Eines dieser Symbolprojekte, was auf den ersten Blick einen guten Zweck verfolgt, aber auf dem Zweiten f&#252;r etwas ganz anderes zur Anwendung stand, sind die sogenannten Stopschilder f&#252;r Internetseiten, die kinderpornografische Schriften anbieten. In Gestalt des Zugangserschwerungsgesetzes wurde &#8211; unter Regie von Ursula von der Leyen (damalige Zensurministerin der CDU) &#8211; der erste Schritt in einen Zensurstaat gewagt und die Informationsfreiheit, die uns das Grundgesetz sichert, mit F&#252;&#223;en getreten. Das Gesetz sieht vor, dass Filterlisten vom Bundeskriminalamt angefertigt werden, die Internetseiten beinhalten, die von den Internetdienstanbietern (wie z. B. der Deutschen Telekom) gesperrt werden sollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2146"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Liste ist nicht transparent und nur das Bundeskriminalamt &#8211; und eine Hand voll &#8220;Kontrolleure&#8221; &#8211; haben Einblick darauf. Die Bef&#252;rchtung war (berechtigt), dass das Zugangserschwerungsgesetz auch daf&#252;r genutzt werden k&#246;nnte, um unangenehme au&#223;erparlamentarische Oppositionen auszuschalten und Regierungskritikern den Gar auszumachen. Au&#223;erdem weckte das Gesetz schon nach dessen Verabschiedung Begehrlichkeiten in den Reihen der CDU und selbst ernannten Jugendsch&#252;tzern. So forderten namhafte CDU-Politiker wie der Generalsekret&#228;r der CDU Baden-W&#252;rttembergs, Thomas Strobl, dass auch &#8220;Killerspiele&#8221; von den strittigen DNS-Sperren &#8211; die au&#223;erdem mit wenig technischem Hintergrundwissen leicht umgangen werden k&#246;nnen &#8211; <a  href="http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2009/juni/cdu-politiker_internetsperren_killerspiele/">erfasst werden sollten</a> <a  href="http://www.abgeordnetenwatch.de/thomas_strobl-650-5740--f193477.html#q193477">[2]</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber Ursula von der Leyen selbst war es, die mit harten Bandagen gek&#228;mpft hat. So diffamierte sie unter anderem den Staat Indien, nichts gegen die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie zu unternehmen. Nur z&#246;gerlich, nachdem der indische Botschafter in Berlin sich zu Wort meldete, lie&#223; sie &#252;ber einen Ministeriumssprecher damals verlautbaren, man habe sich irrt&#252;mlicherweise auf Studiendaten aus dem Jahr 2006 berufen. Selbst hat sie sich f&#252;r ihre gestreuten L&#252;gen nie bei Indien entschuldigt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Indien sei ein Land, das &#8220;keinerlei Form von &#196;chtung von Kinderpornografie&#8221; habe, sagte Ursula von der Leyen im </em><a  href="http://www.sputnik.de/download/_audio/090709_dein_morgen_von_der_leyen_rohfassung.mp3"><em>Interview mit dem MDR-Radio Sputnik am 8.Juli</em></a><em> (2009, Anm. Lars Haise).</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/von-der-leyen-brueskiert-indien/">taz.de</a> am 15.07.2009</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und auch im Wahlkampf machte sie keinen Hehl daraus, Freunde der Informationsfreiheit und unseres Grundgesetzes in die Ecke von P&#228;dophilen zu dr&#228;ngen. <a  href="http://www.lars-haise.de/internet/00935-ursula-von-der-leyen-auf-propaganda-tour.html">Auf ihrer Propaganda-Tour im saarl&#228;ndischen Sulzbach</a> versuchte sie unter anderem, Mitglieder der Piratenpartei als Verteidiger von Kinderpornografie darzustellen. Zitat:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Und dann kam das Tollste: Dann war da der Chaos Computer Club und die Piratenpartei, die pl&#246;tzlich schrien: &#8216;Dasssss ist Zensur!&#8217; Meine Damen und Herren, Kinderpornografie im Internet anzuschauen ist Kindesmissbrauch und ich rufe all denjenigen zu, die in diesem Zusammenhang von Zensur im Internet sprechen: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und das Recht gilt online genauso wie offline.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nicht nur die Piratenpartei, auch Organisationen wie der AK Zensur haben oft genug betont, dass es nicht um den Schutz von P&#228;dophilen ginge oder um die Verdeckung von Straftaten, sondern um <a  href="http://ak-zensur.de/gruende/">effektivere Mittel</a> im Kampf gegen Kinderpornografie. L&#246;schen statt Sperren sollte Vorrang genie&#223;en &#8211; zumal sich beweisen lie&#223;, dass viele, auch ausl&#228;ndische Provider &#8211; innerhalb k&#252;rzester Zeit einschl&#228;gige Inhalte aus dem Netz entfernen. Wozu also eine total intransparente Zensurinfrastruktur errichten, wenn es denn anders auch m&#246;glich ist? Wer f&#252;r die Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie im Internet eintritt, m&#252;sste doch vor allem dann hellh&#246;rig werden, wenn es noch besser geht als unter den beabsichtigten Vors&#228;tzen: Von der Leyen lie&#223; sich aber w&#228;hrend der ganzen Debatte nicht belehren, schlug sogar Gespr&#228;chstermine aus. Es wurde also zum Ende hin immer deutlicher, dass es der Bundesregierung &#8211; und auch von der Leyen pers&#246;nlich &#8211; selbst gar nicht um die Bek&#228;mpfung von Kinderpornografie ging, sondern um die Erprobung einer Zensurinfrastruktur, die auch auf andere Bereiche ausdehnbar w&#228;re. Kinderpornografie war in den Augen der Bef&#252;rworter des Zugangserschwerungsgesetz immer nur ein Vorwand, gegen den niemand einen Widerspruch einlegen konnte &#8211; denn wer Sperren gegen Kinderpornografie ablehnt, m&#252;sste demnach ein Bef&#252;rworter sein. Mit dieser Methode, auch in der Diskussionskultur bei den CDU-Infost&#228;nden vor der Wahl, konnte man Kritikern den Gar aus machen und wer das durchschaut und dennoch &#246;ffentlich angesprochen hat, wurde indirekt eine Mitt&#228;terschaft vorgeworfen.</p>
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		<title>Personalnotstand in den etablierten Parteien</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 18:55:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Horst K&#246;hler hat in dieser Woche in einer besonderen Art und Weise auf sich aufmerksam gemacht. Am 31.05.2010 erkl&#228;rte er im Schloss Bellevue seinen sofortigen R&#252;cktritt vom Amt des Bundespr&#228;sidenten &#8211; anscheinend, weil man seinem Amt &#8220;nicht den gen&#252;genden Respekt&#8221; schenkte in Folge seiner &#196;u&#223;erungen &#252;ber den Afghanistan-Einsatz. Laut Grundgesetz &#252;bernimmt jetzt der Bundesratspr&#228;sident die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Horst K&#246;hler hat in dieser Woche in einer besonderen Art und Weise auf sich aufmerksam gemacht. Am 31.05.2010 erkl&#228;rte er im Schloss Bellevue seinen sofortigen R&#252;cktritt vom Amt des Bundespr&#228;sidenten &#8211; anscheinend, weil man seinem Amt &#8220;nicht den gen&#252;genden Respekt&#8221; schenkte in Folge seiner &#196;u&#223;erungen &#252;ber den Afghanistan-Einsatz. Laut Grundgesetz &#252;bernimmt jetzt der Bundesratspr&#228;sident die Amtsgesch&#228;fte von K&#246;hler. F&#252;r den 30. Juni hat der Bundestagspr&#228;sident Norbert Lammert (CDU) die Bundesversammlung einberufen &#8211; um, im Namen des Volkes (*hust*), den neuen Bundespr&#228;sident zu w&#228;hlen &#8211; oder vielleicht sogar die erste Bundespr&#228;sidentin.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2134"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Schaut man sich jedoch die &#246;ffentlichen Debatten in den Medien etwas genauer an, so k&#246;nnte der Eindruck entstehen, dass in den etablierten Parteien ein Personalnotstand ausgebrochen ist. Nachdem der hessische Ministerpr&#228;sident Roland Koch (CDU) endlich seinen R&#252;cktritt aus der Politik angek&#252;ndigt hat, ist kurz darauf nun auch noch der Bundespr&#228;sident vor der Verantwortung gefl&#252;chtet. Namen wie Ursula von der Leyen (ehemalige Zensurministerin, aktuelle Ministerin f&#252;r Arbeit und Soziales, CDU) tauchen auf einmal auf, wenn es um die neue Besetzung im Schloss Bellevue geht.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-2135" style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="NOT MY PRESIDENT" src="http://www.lars-haise.de/wp-content/uploads/2010/06/Not_my_president.jpg" alt="" width="167" height="198" />Dabei m&#252;sste man sich aber fragen, ob es richtig ist, eine Pers&#246;nlichkeit in das Amt des Bundespr&#228;sidenten zu w&#228;hlen, die in der Vergangenheit so offen einen Krieg gegen eine ganze Generation &#8211; n&#228;mlich der &#8220;Generation Internet&#8221; &#8211; gef&#252;hrt hat. Auch im Hinblick auf ihre &#196;u&#223;erungen zum Thema Kinderpornografie machte sie nicht gerade durch Glanzleistungen auf sich aufmerksam. Indien warf sie unter anderem vor, dass das Land nichts gegen die Herstellung und Verbreitung kinderpornografischer Schriften unternehme. Wie der indische Botschafter in Deutschland jedoch korrigierte, sei dies eine L&#252;ge &#8211; es werde genug getan und es g&#228;be auch gesetzliche Rahmenbedingungen, die gegen Kinderpornografie gerichtet sind. Von der Leyen hat erst nach langem z&#246;gern <a  href="http://www.lars-haise.de/politik/00758-zensursula-zieht-indien-luege-zurueck.html">und dann doch nicht eindeutig genug</a> ihren Kurs gegen&#252;ber Indien korrigiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann soll es ausgerechnet eine L&#252;gnerin sein, die in Zukunft unseren Staatsoberhaupt stellen soll? Da fragt man sich dann wirklich, ob bei der CDU mittlerweile der Personalnotstand ausgebrochen ist!</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Bundespr&#228;sident &#8211; oder auch eine Bundespr&#228;sidentin &#8211; sollte sich vor allem durch B&#252;rgern&#228;he auszeichnen. Frau von der Leyen mag zwar in den &#252;blichen CDU-W&#228;hlerschichten und selbstverst&#228;ndlich auch in der Partei hoch angesehen sein &#8211; aber sie schei&#223;t sprichw&#246;rtlich auf das Grundgesetz. Und damit k&#228;men wir zu einer weiteren wichtigen Eigenschaft: Wenn schon der Innenminister sich nicht mehr als H&#252;ter des Grundgesetzes versteht, dann sollte diese Aufgabe zumindest der Bundespr&#228;sident wahrnehmen. Denn als letzte Instanz in der Gesetzgebung ist es der Bundespr&#228;sident, der verfassungsfeindliche Gesetze verhindern kann. Frau von der Leyen ist jedoch voll daraus ausgerichtet, unsere Verfassung in den Boden zu stampfen, das Land mit Zensur zu &#252;bers&#228;hen und unsere B&#252;rgerrechte nicht zu achten. Eigenschaften, die f&#252;r das Amt kontraproduktiv sind. Und daher ist sie ungeeignet.</p>
<p style="text-align: justify;">&#220;ber die Eignung und Nicht-Eignung hinaus bin ich seit sehr vielen Jahren au&#223;erdem ein Skeptiker, was das Wahlverfahren des Bundespr&#228;sidenten angeht. Seit Gr&#252;ndung der Bundesrepublik Deutschland ist es Brauch, dass die Bundesversammlung unseren Bundespr&#228;sidenten &#8211; also das Staatsoberhaupt &#8211; w&#228;hlt. Der W&#228;hler selbst kann darauf so gut wie keinen Einfluss nehmen, da die Kandidaten von den Parteien &#8220;auserkoren&#8221; werden. Die Bundesversammlung setzt sich dabei aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages zusammen (sogenannte &#8220;geborene Mitglieder&#8221;), sowie in gleicher Anzahl aus Vertretern der Landesparlamente. Das hei&#223;t, der Bundespr&#228;sident wird gar nicht unabh&#228;ngig gew&#228;hlt, sondern immer von der Partei oder den Koalitionen, die ohnehin das gr&#246;&#223;te Stimmenverh&#228;ltnis hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus diesem Grund ist dieses Wahlverfahren abzulehnen. Die Wahl des Bundespr&#228;sidenten sollte in Form einer Pers&#246;nlichkeitswahl durch das Volk vollzogen werden. Dabei sollte unbedingt auch die Unabh&#228;ngigkeit des Kandidaten beachtet werden, welcher zum Zeitpunkt der Wahl &#8211; oder in zeitlicher N&#228;he &#8211; kein Mitglied der Regierung, aber auch kein Mitglied einer Partei sein sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit w&#228;re dann auch ausgeschlossen, dass unf&#228;hige Personen wie Ursula von der Leyen unser Land repr&#228;sentieren. In einem Wahlkampf, wo die Stimme des W&#228;hlers erstmal geworben werden muss, kann durch eine starke (auch au&#223;erparlamentarische) Opposition verhindert werden, dass solche Verh&#228;ltnisse &#252;berhaupt erst entstehen. Solange der Bundespr&#228;sident jedoch von der Bundesversammlung &#8211; also einer handvoll &#8220;Sesselfurzer&#8221; &#8211; gew&#228;hlt wird, bleibt f&#252;r mich &#8211; zumindest pers&#246;nlich &#8211; auch der Bundespr&#228;sident kein &#8220;wahrer&#8221; Vertreter des deutschen Volkes.</p>
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		<title>Bundespr&#228;sident macht Weg frei f&#252;r Zensursula-Gesetz</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange war es ruhig um das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz, was im vergangenen Jahr unter dem Schlagwort &#8220;Zensursula-Gesetz&#8221; einen traurigen Weg in die deutsche Parlamentsgeschichte gefunden hat, unter anderem durch das doch sehr chaotische Gesetzgebungsverfahren verbunden. Horst K&#246;hler, Bundespr&#228;sident der Bundesrepublik Deutschland und damit oberster Repr&#228;sentant der Bundesb&#252;rger, war die letzte Bastion der Hoffnung der Netzbewegung, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Lange war es ruhig um das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz, was im vergangenen Jahr unter dem Schlagwort &#8220;Zensursula-Gesetz&#8221; einen traurigen Weg in die deutsche Parlamentsgeschichte gefunden hat, unter anderem durch das doch sehr chaotische Gesetzgebungsverfahren verbunden. Horst K&#246;hler, Bundespr&#228;sident der Bundesrepublik Deutschland und damit oberster Repr&#228;sentant der Bundesb&#252;rger, war die letzte Bastion der Hoffnung der Netzbewegung, um ein m&#246;gliches Inkrafttreten dieses Gesetzes doch noch abzuwenden. Heute stellte sich Horst K&#246;hler offiziell gegen die Netzgemeinde und damit gegen eine der gr&#246;&#223;ten B&#252;rgerrechtsbewegungen der letzten Jahre &#252;berhaupt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1792"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der Bundespr&#228;sident <a  href="http://bundespraesident.de/Journalistenservice/Pressemitteilungen-,11107.662222/Ausfertigung-des-Gesetzes-zur-.htm?global.back=/Journalistenservice/-%2c11107%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbpr_liste" target="_blank">lie&#223; &#252;ber seinen Internetauftritt mitteilen</a>, dass<em> &#8220;keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken&#8221;</em> best&#252;nden, <em>&#8220;die ihn an einer Ausfertigung gehindert h&#228;tten&#8221;.</em> Er gehe davon aus, dass die deutsche Bundesregierung entsprechend ihrer Stellungnahme vom 4. Februar 2010 nunmehr<em> &#8220;auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes&#8221;</em> Kinderpornografie im Internet nachhaltig und effektiv bek&#228;mpft.</p>
<p style="text-align: justify;">K&#246;hler lag das Gesetz bereits seit vorigem Sommer vor. In einem h&#246;chst chaotischen und von vielen &#196;nderungen geplagten Verfahren hatte die damalige gro&#223;e Koaliton (bestehend aus CDU, CSU und SPD) das Gesetz noch vor der Bundestagswahl im September durch den Deutschen Bundestag gepeitscht. Im November bat der Bundespr&#228;sident dann im Rahmen der Pr&#252;fung des Gesetzes um &#8220;erg&#228;nzende Informationen&#8221;. Das Bundeskanzleramt teilte K&#246;hler mit, dass man nicht mehr vor habe, die im Zugangserschwerungsgesetz festgeschriebenen Internetsperren weiter zu verfolgen. Kinderpornos sollen stattdessen direkt von den betreffenden Servern gel&#246;scht werden &#8211; mit gesetzlicher Untermalung. Die Bundestagsfraktion der Gr&#252;nen reagierte zugleich mit einem Entwurf zur Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetz.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Die Reaktion der FDP bleibt abzuwarten. Mit der Abwendung &#8211; oder zumindest vor&#252;bergehenden Aussetzung des Gesetzes &#8211; konnte die vormals als &#8220;B&#252;rgerrechtspartei&#8221; in den Wahlkampf gezogene Partei zumindest einen Punkt hinsichtlich der B&#252;rgerrechte im Koalitionsvertrag durchboxen. Wenn die jetzt schon schw&#228;chelnden Liberalen nicht auch noch ihre Glaubw&#252;rdigkeit im umfassenden Themengebiet B&#252;rgerrechte verspielen will, tut sie sich gut daran, zu ihren programmatischen Punkten aus dem Wahlkampf zu stehen. Da jedoch die Landesverb&#228;nde der FDP schon hinsichtlich des umstrittenen Jugendmedienschutzstaatsvertrages nur wenig Ambitionen zu einer &#220;berarbeitung dieses noch m&#228;chtigeren Zensurwerkes gezeigt haben, wird die Reaktion auf das Inkrafttreten des Zensursula-Gesetzes &#228;hnlich ausfallen.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundespraesident-unterzeichnet-Websperren-Gesetz-933180.html" target="_blank">heise.de</a>)</p>
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		<title>Zensursula-Gesetz vorerst gekippt: K&#246;hler verweigert Unterschrift</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie der Spiegel meldet, wird das von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Zugangserschwerungsgesetz zun&#228;chst nicht in Kraft treten. Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler hat weitere Informationen zu diesem Gesetz von der Bundesregierung angefordert, die er auswerten m&#246;chte, ehe er seine Unterschrift unter das Gesetz setzt. Das Gesetz ist auch trotz seiner zahlreichen Ver&#228;nderungen w&#228;hrend des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,663980,00.html" target="_blank">Wie der Spiegel meldet</a>, wird das von Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Zugangserschwerungsgesetz zun&#228;chst nicht in Kraft treten. Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler hat weitere Informationen zu diesem Gesetz von der Bundesregierung angefordert, die er auswerten m&#246;chte, ehe er seine Unterschrift unter das Gesetz setzt. Das Gesetz ist auch trotz seiner zahlreichen Ver&#228;nderungen w&#228;hrend des Gesetzgebungsverfahrens sehr umstritten, da dessen Verfassungsm&#228;&#223;igkeit stark angezweifelt wird.</p>
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		<title>Stoppschilder gestoppt oder nur ausgesetzt?</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 12:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Urspr&#252;nglich gingen die Liberalen, namentlich FDP genannt, mit den B&#252;rgerrechten in den Wahlkampf. Sie stellten sich als die B&#252;rgerrechtspartei dar, die vor allem dann, wenn es in eine Regierungsverantwortung mit der CDU geht, den Sicherheitswahnsinn der Union umlenkt. Was von alle dem, was sie den W&#228;hlern vor der Bundestagswahl versprachen, ist &#252;brig geblieben? Nicht viel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Urspr&#252;nglich gingen die Liberalen, namentlich FDP genannt, mit den B&#252;rgerrechten in den Wahlkampf. Sie stellten sich als <strong><em>die</em></strong> B&#252;rgerrechtspartei dar, die vor allem dann, wenn es in eine Regierungsverantwortung mit der CDU geht, den Sicherheitswahnsinn der Union umlenkt. Was von alle dem, was sie den W&#228;hlern vor der Bundestagswahl versprachen, ist &#252;brig geblieben? Nicht viel. In vielerlei Hinsicht hat sich die FDP f&#252;r halbherzige Kompromisse verkauft. Bestes Beispiel d&#252;rfte hier das umstrittene Zugangserschwerungsgesetz sein, mit dem (zun&#228;chst) Internetseiten mit kinderpornografischem Material gesperrt werden sollten. Schaut man sich die aktuellen Entwicklungen bei den Koalitionsverhandlungen an, wird man schnell feststellen, dass die FDP hier keinen klaren Sieg errungen hat. Die Euphorie darum, dass das Gesetz jetzt um ein weiteres Jahr &#8220;aufgeschoben&#8221; wird, verstehe ich nicht. Die Diskussion um Netzsperren sollte eigentlich erst komplett vom Tisch gefegt sein, ehe man in Jubel ausbricht.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-einig-bei-innenpolitik/" target="_blank">Netzpolitik.org</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Tolle Infos gibt es bei der Netzzensur. Hier soll tats&#228;chlich das Bundeskriminalamt “zun&#228;chst versuchen”, kinderpornographische Seiten zu l&#246;schen statt zu sperren. Nach einem Jahr soll mit die Erfahrung mit der L&#246;schung ausgewertet werden.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch das Thema Vorratsdatenspeicherung ist noch nicht komplett vom Tisch gefegt. Hier hat man sich lediglich auf einen Kompromiss, nicht jedoch auf einen kompletten Verzicht verst&#228;ndigt. Bis zum Urteil des Bundesverfassungsgericht seien die Pl&#228;ne, so <a  href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-einig-bei-innenpolitik/" target="_blank">netzpolitik.org</a> in einem Artikel, zun&#228;chst ausgesetzt, was nichts anderes bedeutet als das die Daten aus der Vorratsdatenspeicherung nur in besonders schweren F&#228;llen benutzt werden d&#252;rfen. Auch ist das Wort &#8220;Aussetzung&#8221; im rechtsstaatlichen Sinne mit Vorsicht zu genie&#223;en, wie auch der Fachanwalt Thomas Stadler <a  href="http://www.internet-law.de/2009/10/nichtanwendungserlass-fur-das.html" target="_blank">in einem Blogeintrag feststellt</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Es handelt sich dabei um eine rechtsstaatlich &#228;u&#223;erst fragw&#252;rdige L&#246;sung, weil es nicht Sache der Exekutive ist, &#252;ber die Anwendung eines Gesetzes zu entscheiden. Es gilt hier der Verfassungsgrundsatz der Gesetzm&#228;&#223;igkeit der Verwaltung. Gerade derartige L&#246;sungen sind der Grund daf&#252;r, dass die Position des Parlaments immer st&#228;rker geschw&#228;cht wird und die Gewaltenteilung zunehmend ins Wanken ger&#228;t. Das gibt Anlass zur Besorgnis, die weit &#252;ber den konkreten Fall der Netzsperren hinausreicht.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die gro&#223;en Ver&#228;nderungen werden allerdings auch nicht mit der FDP kommen. Dass zeigen zumindest die z&#228;hen Verhandlungen und die zahlreichen Kompromisse, die ganz entgegen dem W&#228;hlerauftrag sind. Der Schutz von B&#252;rgerrechten sieht anders aus.</p>
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		<title>Stoppschilder sind gesetzeswidrig: Gericht stoppt Zensursula</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 15:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat die Internetsperren, die zur Zeit nur durch Sperrvertr&#228;ge zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und Internet-Provider existieren, gestoppt. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass die Sperrvertr&#228;ge gesetzeswidrig sind und zur Durchf&#252;hrung eine gesetzliche Grundlage fehlt. Damit ist es dem BKA somit untersagt, bis zur Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch den Bundespr&#228;sidenten, Sperrlisten an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat die Internetsperren, die zur Zeit nur durch Sperrvertr&#228;ge zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und Internet-Provider existieren, gestoppt. Das Gericht kam zu dem Urteil, dass die Sperrvertr&#228;ge gesetzeswidrig sind und zur Durchf&#252;hrung eine gesetzliche Grundlage fehlt. Damit ist es dem BKA somit untersagt, bis zur Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch den Bundespr&#228;sidenten, Sperrlisten an die Internet-Provider auszuliefern und diese zur Durchf&#252;hrung von DNS-Sperren aufzufordern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.cynamite.de/index.cfm?pid=784&#038;pk=82331" target="_blank">Begr&#252;ndung des Urteils</a>:</p>
<blockquote style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Das Gesetz sei zwar von Bundestag und Bundesrat verabschiedet, bisher aber noch nicht ver&#246;ffentlicht worden. Somit gebe es keine rechtliche Grundlage f&#252;r die Auslieferung der BKA-Sperrlisten.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bis 8. Oktober befand sich das Zugangserschwerungsgesetz noch in einem Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission in Br&#252;ssel. Da aus Br&#252;ssel jedoch keine Widerworte zu vernehmen waren, fehlt letztlich nur noch die Unterschrift von Horst K&#246;hler. <a  href="http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2009/oktober/koehler_zugangserschwerungsgesetz/" target="_blank">Mit seiner Unterschrift und nach der Ver&#246;ffentlichung des Gesetzes</a> d&#252;rfen auch die Sperrlisten an die Internet-Provider ausgeliefert werden. Bis dahin wurden der BKA-Pr&#228;sident und sein Referatsleiter dazu aufgefordert, eine eidesstattliche Versicherung abzugeben, die garantieren soll, dass bis zur Ver&#246;ffentlichung des Gesetzes keinerlei Aktivit&#228;ten im Rahmen der Sperrvertr&#228;ge stattfinden.</p>
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		<title>Politiker-Zitate der Legislaturperiode</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 14:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Telemedicus hat eine sch&#246;ne Zusammenfassung &#252;ber Politiker-Zitate der nun endenden Legislaturperiode erstellt. Darunter befinden sich unter anderem auch prominente Aussagen unserer Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU): &#8220;Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuh&#246;rt, kann eigentlich sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Telemedicus hat eine <a  href="http://www.telemedicus.info/article/1509-Zitate-der-Legislaturperiode.html#extended" target="_blank">sch&#246;ne Zusammenfassung</a> &#252;ber Politiker-Zitate der nun endenden Legislaturperiode erstellt. Darunter befinden sich unter anderem auch prominente Aussagen unserer Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuh&#246;rt, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die m&#252;ssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer P&#228;dokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, nat&#252;rlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerw&#228;rtigen Gesch&#228;ft.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aber auch Zitate bekannter<strong> &#8220;Internetpolitiker&#8221;</strong> wie eines der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) sind dort zu finden:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;«Browser»&#8230;was sind denn jetzt nochmal «Browser»?&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">(via <a  href="http://www.netzpolitik.org/2009/politiker-zitate-der-legislaturperiode/" target="_blank">netzpolitik.org</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Die CDU und deren Verst&#228;ndnis von Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 14:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schwoab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute geht es im Zusammenhang mit Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) ausnahmsweise nicht um Netzsperren und &#8220;klare Regeln f&#252;r das Internet&#8221;, sondern ausnahmsweise um das offenbar allgemeine Verst&#228;ndnis &#252;ber Pressefreiheit innerhalb der CDU. Der Ausschnitt aus Spiegel TV ist zwar schon ein paar Wochen alt, aber dennoch einleuchtend, was unsere &#8220;Volksvertreter&#8221; der CDU von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute geht es im Zusammenhang mit Bundeszensurministerin Ursula von der Leyen (CDU) ausnahmsweise nicht um Netzsperren und &#8220;klare Regeln f&#252;r das Internet&#8221;, sondern ausnahmsweise um das offenbar allgemeine Verst&#228;ndnis &#252;ber Pressefreiheit innerhalb der CDU. Der Ausschnitt aus Spiegel TV ist zwar schon ein paar Wochen alt, aber dennoch einleuchtend, was unsere &#8220;Volksvertreter&#8221; der CDU von einer freien Medienlandschaft halten. Erw&#252;nscht ist nur, wer keine kritischen Fragen stellt.</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oHYSuGIj9Ws&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/oHYSuGIj9Ws&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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